Neues Verfahren zum Einfrieren von Eizellen


Vitrifikation verhindert Bildung von Eiskristallen

Wissenschafter der University of Michigan sind zuversichtlich, dass sie ein verbessertes Verfahren zur Aufbewahrung von Eizellen von Frauen gefunden haben. Bestehende Methoden können durch die Bildung von Eiskristallen eine Schädigung der Eizellen verursachen. Die Forscher erzielten jetzt mit der so genannten Vitrifikation gute Ergebnisse bei Mäusen. Während dieses Sofortgefrierverfahrens bilden sich keine Eiskristalle. Sie erklärten, dass nahezu die doppelte Anzahl von Eizellen dieses neue Verfahren unbeschadet überlebte. Die Ergebnisse der Studie wurden auf dem 13th World Congress on IVF Assisted Reproduction and Genetics in Istanbul der Öffentlichkeit präsentiert.

Bei der Vitrifikation werden Eizellen so rasch abgekühlt, dass der Übergang von flüssig zu fest sofort erfolgt. Laut dem leitenden Wissenschafter Gary Smith überlebt bei traditionellen langsamen Verfahren nur etwas mehr als die Hälfte das Auftauen. „Mit Hilfe der Vitrifikation erzielen wir eine Überlebensrate von 98 Prozent.“ Bei den Mäusen waren 80 Prozent der konservierten Eizellen für eine Befruchtung geeignet. Rund 30 Prozent entwickelten sich in der Folge zu Mäusejungen. Diese Erfolgsrate sei laut Smith mit jener von künstlichen Befruchtungen mit Eizellen vergleichbar, die nicht eingefroren wurden.

Bei diesem Verfahren werden unbefruchtete Eizellen eingefroren. An anderer Stelle wurde bereits darauf hingewiesen, dass unbefruchtete Eizellen mit den üblichen Verfahren nur mit erheblichen Schwierigkeiten und Verlusten beim Auftauen einzufrieren sind. Besonders für Krebspatientinnen dürftte diese Methode sinnvoll sein, wenn man intakte Eizellen vor eine Chemotherapie konservieren möchte.


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