Kosten: Bundesratsinitiative abgeschmettert


Wiederholt hatte die Länderkammer auf Initiative des Saarlands, Thüringens und Sachsens hin beschlossen, dass die Kostenübernahme für die künstliche Befruchtung bundesweit einheitlich zu regeln und auf den Stand vor 2004 zurückzuführen sei. Bis dahin wurden 4 Behandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen komplett bezahlt.

Die Bundesregierung reagierte auf diesen Beschluss lange Zeit nicht. In der letzten Woche reagierte sie nun spät und wie es zu erwarten war:

IVF bleibt teuer
IVF bleibt teuer
Die Wiedereinführung der vollen Kostenübernahme sei derzeit nicht geplant, berichtet die Saarbrücker Zeitung unter Berufung auf die Regierungsmitteilung. Der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) sagte der Zeitung, er plane für die Kostenübernahme einen erneuten Vorstoß im kommenden Jahr. Das sächsische Gesundheitsministerium kündigte an, man werde in allen zuständigen Ministerkonferenzen weiter werben.

In Anbetracht der nun geänderten Mehrheitsverhältnisse und einer rot-grünen Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen muss man am Fortbestand der Unterstützung leider zweifeln.


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Kommentar

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6 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Danke für die Info. Leider muss ich mich dem Zweifeln anschließen. Mit CDU und FDP kann man da leider nicht rechnen. Bleibt uns nur die Freude über den global gesunkenen Vertrauensverlust diesen Parteien gegenüber und die Hoffnung auf bessere Chancen unter der nächsten Regierung.

  2. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt
  3. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    rebella, ich verstehe nicht ganz, warum der sarrazin-artikel aus dem "neuen deutland" für diese diskussion so passend sein soll..?

    ich habe den aufruhr verursachendne artikel in der welt gelesen ("den juden ist ein gen gemeinsam" -> sinngemäß zitiert. der nachsatz war:"auch den basken ist ein gen gemeinsam.")den aufstand aller exilbasken suche ich bis heute in den medien.
    persönlich kann ich weder an der aussage, noch am kontext der aussage etwas verwerfliches finden. es ist kein wissenschaftliches geheimnis, dass bestimmte ethnien für bestimmte genetische auffälligkeiten pädisponierter sind, als andere. so findet sich z.b. für eine mir und den meinen eigene genetische besonderheit (MTHFR, eine den gerinnungsstörungen zugeordnete genetische auffälligkeit im homozysteinstoffwechsel, ein im europäischen raum deutliches nord-südgefälle -> kommt in norwegen deutlich seltener vor, als in südfrankreich).
    das ist etwas, wodurch ich mich beschrieben, aber nicht diskriminiert finde.

    ebenso gibt es ernsthafte wissenschaftliche studien, die durchaus von gewissen genetischen determinismen ausgehen, was spätere intelligenzleistung angeht. es wäre ja unlogisch zu vermuten, dass nur krankheiten genetisch determiniert sind.

    wie man nun gerade in deutschland damit politisch umgeht, welche teilsätze man wegläßt und wo die persönliche klappe für schlagworte und schubladen wie "rassismus" fällt, bzw. aufspringt … jedem selbst überlassen. ich wehre mich auf diesem gebiet mittlerweile gegen jeden versuch vernünftige wissenschaftliche erkenntnisse politisch zu übertünchen oder argumentativ zu benutzen – egal in welche richtung sie auch gehen mögen.

    für mich wäre die erkenntnis, dass intelligenz genetisch vererbbar ist nicht schlimm. man müsste über völlig neue formen der förderung und beschulung nachdenken. ohnehin längst überfällig, nur leider nicht ideologiefrei machbar.
    den zustand finde ich "kranker" als ein gen sein eigen zu nennen, dass mein blut schneller gerinnen läßt oder meinen IQ potentiell um 5% mindert oder mir dunkle haare beschert… oder blonde, rote oder keine.

  4. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Reaba – Herr S. schlägt aber auch vor, die Gruppen, die – um mal seine Sprache zu sprechen – mit dem Intelligenz-Gen ausgestattet sind, stärker bei der Familiengründung zu unterstützen. Natürlich nicht die mir dem Blöd-Gen, ist ja klar. Und genau darauf zielt die Politik ja schon ab. Leuten, die eh schon viel verdienen (wegen Intelligenz-Gen), das Kinderkriegen finanziell schmackhaft zu machen und alle anderen hinten runter fallen zu lassen. ….

  5. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Wenn ich für jeden Sarrazin-Kommentar oder -Artikel, der ohne Lektüre des Buches geschrieben wurde, einen Euro bekäme… hach, das wäre ein Fest. Im übrigen gehe ich konform mit Reaba, was vorurteilsfreie Diskussionen angeht. Um es mit Sarrazin (sehr sinngemäß) zu sagen: "Wenn ein mir politisch unsympathischer Mensch behauptet, dass die Erde rund ist, soll ich dann sagen, dass sie eckig ist? Nein, ich teile seine Meinung, beharre aber auf dem Standpunkt, dass er trotzdem ein Arschloch ist."

    So nun bezahle ich auch meinen Euro und weise noch darauf hin, dass dieses Thema hier eigentlich offtopic ist.

  6. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Es ging mir hier nicht um einen politisch unsympathischen Menschen, sondern es ging mir darum, darauf hinzuweisen, wo dieses Gedankengut – "der Staat sollte finanziell nicht so gut gestellte Paare nicht zur Fortpflanzung motivieren" – herkommt. Dieser Gedanke scheint in Politikerreihen sehr präsent. Nun, dieser eine hat nun mal laut gesagt, was wohl viele andere Politiker auch denken.