Keine neuen Eizellen

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Vor einige Zeit erschien eine Studie der Havard Medical School, die hoffen liess, dass im Eierstock der Frau neue Eizellen heranreifen können. Die Wissenschaftler führten eine Erneuerung des Eizellpools in Mäusen auf Stammzellen aus dem Knochenmark zurück und hofften, dass dies beim Menschen ebenso sei.

Ist es leider nicht. Noch nicht mal bei Mäusen ist es wohl wirklich so.

Amy Wagers und ihre Kollegen vom ebenfalls zur Harvard Medical School gehörigen Joslin Diabetes Center publizieren im Fachmagazin Nature nun den Gegenbeweis.

Das Team um Wagers nahm seine Versuche an Paaren von Mäuseweibchen vor, die für das Experiment – wie siamesische Zwillinge – chirurgisch so miteinander verbunden waren, dass ihre Blutgefäße ein gemeinsames Kreislaufsystem bilden. Jeweils eines der Tiere war genetisch derart verändert, dass alle seine Zellen ein grün fluoreszierendes Eiweiß bilden. So konnten die Forscher verfolgen, ob Zellen der einen Maus über den gemeinsamen Blutkreislauf in die Eierstöcke des Partnertiers wandern.

Nach einigen Monaten regten die Forscher bei den Nagern die Eizellreifung an und fahndeten unter den entstandenen Eizellen nach Neulingen aus dem Körper der Partnerin. Weder bei Paaren mit intakten Eierstöcken noch bei Paaren, bei denen eine Partnerin durch Chemotherapeutika geschädigte Eierstöcke hatte, entdeckten die Forscher Hinweise darauf, dass Zellen aus der Blutbahn in die Eierstöcke gewandert waren

[Via: Berliner Zeitung]


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