Weniger Frühgeburten mit eingefrorenen Embryonen


Frühgeburten sind bei Kindern nach *ivf*-Behandlungen häufiger als bei normal gezeugten Babies. Eine aktuelle Studie aus Australien zeigt, dass die Frühgeburtenrate jedoch bei Kindern die nach einem Transfer von vormals eingefrorenen Embryonenentstehen, nicht erhöht ist

In der Studie wurden der Schwangerschaftsverlauf und das Geburtsgewicht von 17.726 Kindern aus 15.035 IVF-Zyklen untersucht. Natürlich war die Rate der Frühgeburten bei den Mehrlingsschwangerschaften höher, jedoch auch bei den Einlingsschwangerschaften traf dies in geringerem Ausmaß zu. Die möglichen Gründe dieses Phänomens wurde bereits in einer anderen Studie erläutert. Darüber hinaus wird vermutet, dass Frauen mit Sterilitätsproblemen auch vermehrt Risiken aufweisen, welche Frühgeburten und Mangelversorgung der Kinder begünstigen können. Dafür spricht auch, dass in der vorliegenden australischen Studie das Risiko für ein geringes Geburtsgewicht oder Frühgeburt dann höher war, wenn die Sterilitätsursache bei der Frau lag.

In der aktuellen Studie fiel auf, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt 30% höher war, wenn die Schwangerschaft das Resultat eines „frischen“ Transfers war und nach Rückgabe eingefrorenen Embryonen trat ein vermindertes Geburtsgewicht 50% seltener auf als bei den nicht kryokonservierten Eizellen.

Eine mögliche Erklärung für dieses eigentlich unerklärliche Phänomen könnte sein, dass in Zyklen in denen Embryos eingefroren werden können, durch die höhere Zahl auch mehr qualitativ gute Embryonen entstehen. Das ist zumindest die Erklärung der australischen Forscher. Es stellt sich die Frage, ob die Auswirkungen der Embryonenqualität bis zur Geburt reichen.


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