Kleine Frostbeule

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Chinesische Wissenschaftler berichten in der neuesten Ausgabe von „Fertility and Sterility“ über einen außergewöhnlichen Therapieerfolg. Mit unbefruchteten und eingefrorenen Eizellen wurde nach dem Wiederauftauen eine ICSI durchgeführt. Diese erfolgte mit zuvor kryokonservierten und wieder aufgetauten Spermien.

Dies ist bemerkenswert, weil unbefruchtete Eizellen im Gegensatz zu Embryonen oder befruchteten Eizellen nur schlechte Überlebensraten aufweisen und Schwangerschaften damit nur selten zu erzielen sind, wie in einem anderen Artikel bereits erläutert wurde:

Das Problem mit den eingefrorenen Eizellen ist jedoch, daß sie eine sehr viel größere Empfindlichkeit gegenüber dem Einfrierprozess aufweisen als Spermien oder befruchtete Eizellen, da ihr Wasseranteil größer ist und sich beim Einfrieren Kristalle bilden können.

Vier Stunden nach dem Auftauen wurde die ICSI durchgeführt und bei 8 von 14 Eizellen kam es dabei zu einer Befruchtung. Von diesen entwickelten sich zwei zu Blastozysten, welche der 37-jährigen Patientin transferiert wurden.

Diese Maßnahmen führten zu einer problemlosen Schwangerschaft und schließlich zur Geburt eines gesunden Knaben. Um das Ganze abzurunden hätte man die Blastozysten eigentlich auch noch einmal einfrieren können…..

Birth of a healthy baby after transfer of blastocysts derived from cryopreserved human oocytes fertilized with frozen spermatozoa
Grace Ching-Ching Tjer, B.Sc., Tony Tak-Yu Chiu, Ph.D., Lai-Ping Cheung, M.R.C.O.G., Ingrid Hung Lok, M.R.C.O.G., Christopher John Haines, M.D.
Fertility and Sterility, Volume 83, Issue 5, Pages 1547-1549 (May 2005)


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