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In Vitro Fertilisation: Softdrinks oder Kaffee, was ist schlechter?

Es gibt so Einiges, was man bei einer IVF nicht zu sich nehmen sollte. Gehören Softdrinks und Kaffee dazu?

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Der negative Einfluss von Kaffee auf die Fruchtbarkeit wurde ja in einem anderen Artikel sehr ausführlich dargelegt. Nimmt man bei  einer In Vitro Fertilisation Softdrinks zu sich, so hat dies ebenfalls einen negativen Einfluss auf den Ausgang der Behandlung, so die Ergebnisse einer neuen Studie.

Kaffee oder Cola: Wo ist da der Unterschied?

Wie wir in unserem Artikel zum Thema Koffein schon lesen konnten, enthalten Kaffee und Cola Koffein, bei Colagetränken ist diese Konzentration jedoch deutlich geringer. Ist deswegen auch besser, Cola statt Kaffee zu trinken? Natürlich sind in den Softdrinks auch reichlich Kalorien enthalten, aber spielt das bei einer künstlichen Befruchtung tatsächlich eine Rolle? Es gibt nicht zu allen interessanten Fragen gute Studien, aber die Ergebnisse einer aktuell publizierten sind ziemlich interessant – vielleicht auch überraschend für den einen oder anderen.

In Vitro Fertilisation und Softdrinks: verträgt sich das?

Eine Gruppe von israelischen und amerikanischen Forschern untersuchte den Einfluss des individuellen Getränkekonsums bei Frauen, die sich zwischen 2014 und 2016 einer IVF unterzogen1)Machtinger R, Gaskins AJ, Mansur A, Adir M, Racowsky C, Baccarelli AA, Hauser R, Chavarro JE
Association between preconception maternal beverage intake and in vitro fertilization outcomes.
Fertil Steril. 2017 Oct 3. pii: S0015-0282(17)31911-8.
. 340 Frauen wurden in diesem Zeitraum mit Hilfe eines Fragebogens zu ihren Trinkgewohnheiten befragt.

Die Antwort auf die Frage in der Überschrift ist anhand der Studienergebnisse ein klares „Nein“. Die Patientinnen, die zuckerhaltigen Softdrinks während der In Vitro Fertilisation zu sich nahmen, hatten weniger Eizellen insgesamt, einen geringeren Anteil reifer Eizellen, geringere Befruchtungsraten und eine geringere Anzahl qualitativ guter Embryonen.

Kaffee spielt eine geringere Rolle

Der Einfluss von Kaffee und ungezuckerten Softdrinks hatte keinen wesentlichen Einfluss auf diese Faktoren und auch nicht auf die Erfolgsraten im Sinne von lebend geborenen Kindern. Tranken die Frauen jedoch während der Behandlunggezuckerte Softdrinks, dann reduzierte sich  die Zahl der Lebendgeburten bei weniger als einem Glas pro Tag bereits um mehr als 10% und bis zu 16% bei höherem Konsum.

Unabhängig von ihrem Koffeingehalt hatten Softdrinks eine negative Auswirkung auf die Behandlungsergebnisse demgegenüber der Kaffeekonsum eine untergeordnete Rolle spielte, so die Schlussfolgerung der Autoren. Die Schlussfolgerung aller Koffeinsüchtigen kann dann nur der Umstieg auf Diät-Cola bedeuten. Aber rein vom Bauchgefühl hätte ich da immer noch Bedenken.

 


Literatur   [ + ]

1. Machtinger R, Gaskins AJ, Mansur A, Adir M, Racowsky C, Baccarelli AA, Hauser R, Chavarro JE
Association between preconception maternal beverage intake and in vitro fertilization outcomes.
Fertil Steril. 2017 Oct 3. pii: S0015-0282(17)31911-8.
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Kommentar

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2 Kommentare
  1. Mariechen74 schreibt

    Liegt es am Zucker? Sind dann generell Süßigkeiten schlecht?

  2. Elmar Breitbach schreibt

    Gute Frage. Es kann schon sein, aber in dieser Studie wurden nur Getränke untersucht und deswegen lässt sich diese Frage damit nicht sicher beantworten. Aber es mag daran liegen.