Erste Schwangerschaft mit IvM


IvM steht für „In Vitro Maturation“ und beschreibt eine neue Methode der künstlichen Befruchtung, bei der Eizellen im Reagenzglas reifen. Wie die „Ärztezeitung“ berichtet, ist jetzt erstmals eine Schwangerschaft mit dieser Methode eingetreten. Üblicherweise erfolgt bei einer Reagenzglasbefruchtung eine Hormonbehandlung, welche eine Reifung mehrerer Eibläschen bewirkt, aus denen dann die reifen Eizellen entnommen werden, um sie im Reagenzglas zu befruchten (IVF).

Es gibt Frauen, bei denen aufgrund einer Eizellreifungsstörung (PCO-Syndrom) eine Überempfindlichkeit gegenüber diesen Hormonen besteht, einhergehend mit einem hohen Risiko für ein Überstimulationssyndrom. Bei der IvM erfolgt nur eine dreitägige hormonelle Stimulation mit Follikelstimulierendem Hormon (FSH). Die unreifen Eizellen werden dann punktiert und „in vitro“, also im Reagenzglas weiter nachgereift. Dies geschieht durch eine zusätzliche Gabe von Hormonen zu dem Kulturmedium, in dem sich die Eizellen befinden. Erst nach zwei Tagen erfolgt dann eine ICSI zur Befruchtung der Eizellen.

Der verantwortliche Oberarzt Sören von Otte an der Universitätsklinik Lübeck berichtet gegenüber der Ärztezeitung:

„Wir haben festgestellt, daß auch bei der IvM-Methode die Gewinnung von Eizellen und deren Nachreifung erstaunlich gut funktioniert. Die Zahl der für die Befruchtung zur Verfügung stehenden Eizellen erreicht nahezu die der normalen IvF-Therapie“, sagte von Otte. Auch die Befruchtungsrate sei akzeptabel. Die anschließende Zellteilung verlaufe in der gleichen Geschwindigkeit. Die schonende IvM-Methode befindet sich noch in der Erprobungsphase.

Nun gelang mit dieser Methode nach anfänglichen Schwierigkeiten die erste Behandlung, welche zur Schwangerschaft führte.


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