Erhöhtes LH verschlechtert Eizellqualität nicht

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Einem erhöhten LH-Spiegel in der Phase der Eizellreifung wird ein negativer Effekt auf die Eizellqualität zugeschrieben. Z. B. erklärt man sich so unter anderem die schlechteren Schwangerschaftsraten und höheren Fehlgeburtsraten bei einem *pco*.

Um einen erhöhten LH-Spiegel zu vermeiden wird daher bei einer IVF eine Downregulation durchgeführt. Bei einem sogenannten „Antagonisten-Protokoll“ wird der Eisprung erst gegen Ende der Stimulation unterdrückt, was dazu führt, das in der frühen Phase der Eizellreifung erhöhte LH-Werte auftreten können, da der Antagonist hier noch nicht gegeben wird.

Eine Gruppe spanischer Wissenschaftler untersuchte daher am 3., 6. und 8. Zyklustag die LH-Spiegel bei 110 Patientinnen, die sich einer *ivf*-Behandlung unterzogen. Anhand der erhobenen LH-Spiegel wurdn die Patientinnen in drei Gruppen unterteilt und der Ausgang der Therapie verglichen. Weder hinsichtlich der Anzahl gewonnener Eizellen, der Befruchtung, der Einnistungsrate pro Embryo oder der Schwangerschaftsrate ergaben sich dabei Unterschiede. Die Fallzahl ist klein und das Ergebnis verwunderlich. Aber immerhin fand die Studie Eingang in das renommierte „Fertility and Sterility“.

Bosch E, Escudero E, Crespo J, Simon C, Remohi J, Pellicer A.
Serum luteinizing hormone in patients undergoing ovarian stimulation with gonadotropin-releasing hormone antagonists and recombinant follicle-stimulating hormone and its relationship with cycle outcome.
Fertil Steril. 2005 Nov;84(5):1529-32.


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