Dopplersonographie der Follikelgefässe


Eine aktuelle Studie widmet sich der Frage, ob man durch die Messung der Blutversorgung von Follikeln zusätzliche Informationen über die darin enthaltenen Einzellen erhalten kann. Die Antwort: nein, kann man nicht.

In Italien dürfen seit 2003 nicht mehr als 3 Eizellen befruchtet werden, nicht zu verwechseln mit den nur drei Eizellen, welche in Deutschland nach der Befruchtung aller Eizellen für den Transfer bei einer *ivf* oder *icsi* ausgewählt werden dürfen. Daher zielte das Interesse der italienischen Wissenschaftler darauf ab, zusätzliche Kriterien zu erarbeiten, um diejenigen Eizellen auswählen zu können, die später auch am besten befruchtbar sind und aus denen sich die besten Embryonen entwickeln.

Es wurde daher untersucht, ob eine Messung der Durchblutung der Eibläschen mit Hilfe eines speziellen Ultraschalls (Doppler-Sonographie) zusätzliche Informationen über die Eizellqualität gewonnen werden können.

Dazu wurden bei 27 Patientinnen die Eizellen entsprechend der gemessenen Durchblutungswerte für die weitere Therapie ausgewählt und bei 27 Kontrollen erfolgte die Auswahl wie gewohnt nach morphologischen Kriterien, also dem Ausehen der Eizellen nach der Punktion. Beide Gruppen unterschieden sich abgesehen von den unterschiedlichen Auswahlkriterien für die Eizellen nicht und wurden mit einem langen Protokoll stimuliert.

Bei 88,9% der behandelten Patientinnen konnten die Durchblutungsparameter mit Hilfe des Ultraschalls festgestellt werden bei den restlichen gelang dies nicht, was in Anbetracht der technischen Schwierigkeiten bei den kleinen Blutgefäßen nicht verwundert. Im Hinblick auf Befruchtungs- und Teilungsraterate der Embryonen gab es keine Unterschiede im Vergleich zur Kontrollgruppe, ebenso nicht bei der Schwangerschaftsrate und der Zahl sich normal entwickelnder Schwangerschaften.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Dopplersonographie zur Beurteilung der Eizellqualität keine zusätzlichen entscheidenden Informationen liefert. Sie weisen jedoch auch darauf hin, dass man diese Ergebnisse mit höheren Fallzahlen bestätigen müsse.


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