Chip soll Embryonen-Kultur verbessern


Bei der künstlichen Befruchtung werden die Eizellen und später die Embryonen in speziellen Nährlösungen bis zur Rückgabe in die Gebärmutter im „Reagenzglas“ kultiviert.

Das Medium wird gewechselt, jedoch passiert das einmal am Tag, der Austausch erfolgt also nicht kontinuierlich. Mit Hilfe eines „Chips“, den japanische Forscher entwickelten soll die Nährlösung nun kontinuierlich erneuert werden. Die winzige Kammer hat einen Durchmessern von zwei Millimetern und ist mit einer Nährlösung gefüllt. Versuche mit Mäuseembryonen waren bereits erfolgreich, wie in der neuesten Ausgabe von „News Scientist“ berichtet wird.

Demnach schafft der Chip mit seinen geregelten Zu- und Abflüssen den Embryonen eine gleich bleibend günstige Umgebung. Im herkömmlichen Verfahren werde das Nährmedium eher stoßweise getauscht, was Änderungen der Temperatur oder des Säuregehalts verursache. Diese Bedingungen lassen sich in dem winzigen Reaktionsraum genau regeln, theoretisch mit deutlichen Vorteilen für die Embryonen.

Die Gruppe um Teruo Fujii von der Universität von Tokio hat eine Erlaubnis, die Technik auch mit menschlichen Embryonen zu testen. Entsprechende Versuche sollen noch in diesem Jahr beginnen. In Chemie- und Biotechnik-Firmen werden solche Chips routinemäßig eingesetzt. Sie haben den Vorteil, bestimmte Abläufe standardisiert durchführen zu können.

Via „IVF und ICSI“


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