Insemination: Ist Clomifen besser als FSH?


In einer Studie, die hier im Oktober veröffentlicht wurde, konnte nachgwiesen werden, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine hormonelle Vorbehandlung der Eierstöcke die Ergebnisse einer Insemination verbessern kann.

Eine aktuelle Studie untersucht nun, mit welcher Art der Hormonbehandlung bessere Resultate erzielt werden. Grundsätzlich gibt es zwei Methoden: Die Stimulation mit Clomifen und die mit Spitzen,also Gonadotropinen.

Für diese Studie wurden Paare mit ungeklärter Ursache für die Kinderlosigkeit (=“idiopathische Sterilität“, 68 Paare) und solche mit einer gering eingeschränkten Fruchtbarkeit des Mannes (70) untersucht. Bei den Paaren erfolgte bis zu 4 Inseminationen, es sei denn, eine Schwangerschaft trat vorher ein. 71 Frauen wurden mit Clomifen behandelt und 67 mit follikelstimulierendem Hormon (FSH).

Insgesamt traten 27 Schwangerschaften in der Gruppe mit Clomifen auf („kumulative“ Schwangerschaftsrate 38%) und 23 in der FSH-Gruppe (34,3%). Auch die Zahl der lebendgeborenen Kinder unterschied sich nicht signifikant: 28,2% (20/71) und 26,9% (18/67) für CC bzw. FSH. Pro Zyklus waren dies 10% Lebengeburten für die CC-stimulierten und 8.7% für die FSH stimulierten Behandlungszyklen. Mehrlinge waren gleich häufig in beiden Gruppen (6%).

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass es keine wesentlichen Unterschiede bei den Erfolgsraten gibt, wenn Paare mit einer Insemination aufgrund einer idiopathischen oder männlich bedingten Sterilität behandelt werden. Aufgrund der deutlich geringeren Kosten bei Verwendung des Clomifen, sollte dies als Mittel der ersten Wahl angewendet werden.

Dankert T, Kremer JA, Cohlen BJ, Hamilton CJ, Jong PC, Straatman H, Dop PA
A randomized clinical trial of clomiphene citrate versus low dose recombinant FSH for ovarian hyperstimulation in intrauterine insemination cycles for unexplained and male subfertility.
Hum Reprod. 2006 Nov 16; [Epub ahead of print]


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