ICSI führt nicht zu höherer Fehlbildungsrate


Es ist keine wirklich neue Nachricht, aber sie wurde jetzt kürzlich in der Onlineausgabe der Ärztezeitung veröffentlicht und daher auch an dieser Stelle der Hinweis auf die Aussagen von Prof. Ludwig aus Hamburg:

Der Anteil schwerer Fehlbildungen betrug bei den mit ICSI gezeugten Kindern etwas über 7 Prozent und lag damit etwa 20 Prozent höher als bei den spontan gezeugten Kindern mit 6 Prozent schweren Fehlbildungen. Anders ausgedrückt: Jedes 15. Kind aus einer spontanen Zeugung und jedes 12. Kind nach ICSI hat eine Fehlbildung. „Diesen Unterschied sehen wir auch bei Kindern, die mit Hilfe einer IVF gezeugt wurden“, sagte Ludwig in Berlin.

Das etwas höhere Risiko von Fehlbildungen habe wahrscheinlich nichts mit der Technik der beiden Verfahren IVF beziehungsweise ICSI zu tun, so der Reproduktionsmediziner. Das erhöhte Risiko liege wohl eher darin begründet, dass eine eingeschränkte Fertilität schon von sich aus eine erhöhte Fehlbildungsrate der Kinder zur Folge habe. „Wir wissen, dass auch Kinder von Paaren, die länger als zwölf Monate erfolglos versucht haben, ein Kind zu bekommen, eine erhöhte Fehlbildungsrate haben, wenn der Kinderwunsch dann schließlich in Erfüllung geht“, so Ludwig.

Ein älterer Artikel, der sehr viel ausführlicher auf das Zahlenmaterial eingeht, findet sich hier


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