Gute Vorsätze sind schwer umzusetzen


Einige Genussmittel schaden nachweislich der Fruchtbarkeit. Allen voran das Nikotin. Einfach formuliert entspricht die Fruchtbarkeit von rauchenden Frauen der von 10 Jahre älteren Nichtraucherinnen. Ein guter Grund, aufzuhören, wenn man schwanger werden möchte. Auch Kaffee wird eine fruchtbarkeitsmindernde Wirkung zugesprochen, wenngleich diese sehr abhängig von der getrunkenen Menge ist. 1-2 Tassen sollten eigentlich kein Problem sein. Und dass Alkohol vor und während der Schwangerschaft nur in geringen Mengen bzw. gar nicht genossen werden sollte, ist ein unbestrittener Fakt.

Diese Erkenntnisse sind weder besonders überraschend oder neu und vor allem allgemein bekannt. Wie jedoch setzen Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch diese Erkenntnisse um? Erstaunlich schlecht, wie eine Studie US-amerikanischer Forscher zeigt. 90 Frauen mit den o. g. Lastern (94 Prozent von ihnen tranken koffeinhaltige Getränke, 84 Prozent Alkohol und 17 Prozent rauchten) wurden prospektiv ausgewählt und mit Fragebögen und Tagebüchern zu ihrem Konsum legaler Drogen befragt (zu denen aus meiner Sicht auch Kalorien gehören, die blieben hier aber außen vor).

Die Studie lief über 12 Monatszyklen. Die gute Nachricht: 73% der Frauen wurden in diesem Zeitraum schwanger. Die schlechte: Eine geringe Reduktion der konsumierten Koffeinmenge gelang den meisten Probandinnen, nicht jedoch der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten. Bei einer Altersspanne von 18 bis 34 ist die Zahl der Schwangerschaften folglich auch unterdurchschnittlich.

Und wie geht es den Leserinnen dieses Blogs bezüglich ihrer guten Vorsätze? Ähnlich wie den Studienpatientinnen oder ist bei den Besucherinnen dieser Seite die Willensstärke größer?

Lum KJ, Sundaram R, Buck Louis GM
Women’s lifestyle behaviors while trying to become pregnant: evidence supporting preconception guidance.
Am J Obstet Gynecol. 2011 Sep;205(3):203.e1-7.


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56 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    chesire schreibt

    *blink* Tut mir leid, das verstehe ich nicht ganz:

    "Eine geringe Reduktion der konsumierten Koffeinmenge gelang den meisten Probandinnen, nicht jedoch der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten. Bei einer Altersspanne von 10 bis 34 ist die Zahl der Schwangerschaften ~folglich~ auch unterdurchschnittlich."

    Ich habe etwas Muehe mit den Altersgrenzen (mit 10 sollten weder eine Schwangerschaft noch Alkohol und Nikotin das Leben beeinflussen).

    Des Weiteren irritiert mich das ~folglich~. Ist denn der Alkohol und Nikotinkonsum der 10 (20?)-34 jaehrigen Frauen am groessten? Wenn dem so ist, (und ich glaube, ich habe es mal gelesen) ist das folglich natuerlich korrekt und ich bin ohne Grund gestolpert 🙂

    Ihre Frage, Herr Breitbach, kann ich nicht gut beantworten, da ich die meisten meiner Laster rational angehen kann und die hier spezifisch angesprochenen Interessen kaum teile.
    Interessant ist aber, wie fuer den unbeteiligten Beobachter falsche Prioritaeten gesetzt werden (Verzicht auf die unschaedlichere Tasse Kaffee im Vergleich zum signifikant schaedlicheren Rauchen). Diese Entscheidungen kann man wohl nur als Beteiligter oder wenn man die Beweggruende kennt, nachvollziehen. Da liegt dann bestimmt der Wunsch zu Grunde etwas Richtiges zu tun, der mit der Realitaet (es ist #schwer# das Rauchen aufzugeben) kollidiert…

    Ich bin mal neugierig, ob sich hier Raucher melden:)

  2. Elmar Breitbach
    Arielle schreibt

    Na da haben sie aber jetzt ein Thema angesprochen :-D.

    Dafür habe ich schon auf dem Scheiterhaufen gestanden im KIWU Forum – vor allem bezüglich der Kalorien und einer Aussage des Alters wegen (wobei ich den Kinderwunsch von reiferen Damen inzwischen besser verstehe!).

    Bin gespannt
    Arielle

  3. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    hm, die summe aller laster ist bekanntlich gleich 😉

    aaaber… die meisten, die sich hier im nicht-normal-reproduziererforum (kiwuforum) einfinden, sind nicht unfruchtbar/gemindert fruchtbar, weil sie saufen und rauchen, und am anderen tag dann viel kaffee brauchen.

    DAS wegzulassen haben DIESE frauen sicher schon probiert, genauso erfolglos wie "loslassen, entspannen, urlaub machen" oder ähnliches.

    GRUNDSÄTZLICH ist ein leben ohne alkohol und zigaretten natürlich IMMER gesünder, man will ja MIT kind ALT werden 😉

    …wenn man es dann schafft, all die anderen LEIDEN zu besiegen, die den kinderwunsch ver-/behindern…

  4. Elmar Breitbach
    Nauka schreibt

    Tja, was soll ich sagen, nicht zu rauchen war für mich auch immer am schwersten. Habe zwar erheblich weniger geraucht (nur bei Kneipenbesuchen und Parties, vielleicht ne Schachtel im Monat). Bei den ersten 4 Versuchen habe ich etwa drei Monate vor Stimubeginn ganz aufgehört (auch mit dem Alkoholtrinken). Schwanger geworden bin ich in den zwei Versuchen in denen ich bis ein paar Wochen vor Stimubeginn noch gelegentlich geraucht (allerdings noch reduzierter) und auch Alkohol getrunken habe. Dieses Mal habe ich in der WS sogar einmal 0,2l Bier getrunken, was ich sonst nie gewagt hätte. Kaffee reduzier ich immer ab WS auf 1-2 Tassen, zuvor waren es 2-4 & gelegentlich ne Cola. In der Schwangerschaft sind Rauchen und Alkohol für mich absolut tabu und es ist lustigerweise auch kein Problem für mich darauf zu verzichten.

  5. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    "Loslassen und schwanger werden" mal anders: Loslassen vom Nikotin….

    Danke Chesire, ich hatte da eine Null statt einer Acht. Meine Erfahrung wird in dieser Studie auch bestätigt: Je länger der Kinderwunsch unerfüllt bleibt, desto größer die Bereitschaft zum Verzicht, wie Greta es ja auch bereits andeutete

  6. Elmar Breitbach
    Nauka schreibt

    Also bei mir war es genau anders rum: um so länger es nicht klappte, um so mehr Kummer & Stress hatte ich und um so schwerer fiel es mir auf diese Drogen zu verzichten, bzw. hab ich irgendwann auch gedacht: das ist dann wohl nicht der Grund, warum es nicht klappt.
    Ich empfehle jedem komplett mit dem Rauchen aufzuhören, ich selber hab es aber immer erst in der WS geschafft.

  7. Elmar Breitbach
    Simsonsi schreibt

    Also ich kann mich Nauka nur anschließen – bei den ersten 3 Versuchen war es absolut null Problem für mich, das Rauchen komplett sein zu lassen. Aber nach jedem Negativ fiel es mir schwerer, da der Frust immer größer wurde. Leider hab ich dann nach fast 2 Jahren Abstinenz wieder angefangen vor dem 4. Versuch. Zwar nur gelegentlich wenn ich unter Leuten bin – aber am wenn ich mal abends eine gequalmt habe ärgere ich mich über mich selbst… Naja – ich hab mir vorgenommen vor dem nächsten und letzten Versuch der in ein paar Monaten stattfinden soll (brauch noch etwas Kohle) wieder aufzuhören. Kaffee trink ich sowieso nur 1 Tasse morgens und Alkohol auch nur gelegentlich mal ein Gläschen Wein – das ist also nicht das große Laster bei mir…

  8. Elmar Breitbach
    Zaubernuss schreibt

    Hmmm und warum kenne ich dann genügend (!) Frauen, die trotzdem schwanger geworden sind, die viel rauchten, auch mal Wein tranken und sogar kifften und / oder die Männer auch?! Schon komisch, oder? So ganz können die Statistiken nicht stimmen.

  9. Elmar Breitbach
    Perlhuehnchen schreibt

    …sind doch alles auch nur Statistiken…ich bin mein Leben lang Nichtraucher…meine Freundin ist 30 und raucht seit 10 Jahren, trotz Kinderwunsch wurde weitergeraucht und wie soll es anders sein, zack war sie schwanger, und das nun schon zum 2. mal…

  10. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ Zaubernuss und Perlhuehnchen: Man darf anektdotische Beobachtungen nicht mit der Regel verwechseln, von denen sie die Ausnahme sind. es ist ja nicht so, dass man nicht schwanger werden kann, wenn man raucht. Die Chancen sinken halt nur sehr deutlich.

  11. Elmar Breitbach
    Schmetterling schreibt

    Gute Vorsätze haben wir alle!
    Und genau das, was hier alle schon erwähnt haben ist; dass Frauen die keinen unerfüllten Kinderwunsch haben, Alkohol getrunken, geraucht bis zum umfallen oder auch sonstige ungesunden Dinge gemacht haben, schwanger geworden sind, ist Fakt!!!
    Frauen die aufgrund von Endometriose (nicht als Krankheit anerkannt; deshalb müssen wir auch alles aus eigener Tasche zahlen), verschlossene Eileiter und sonstige Erkrankungen haben, warum es bei uns leider nicht klappen soll, haben schon auf sehr! viel mehr als auf nen Kaffee verzichtet.
    Wir verzichten darauf unterstützt zu werden, wir verzichten darauf uns schöne Dinge kaufen zu können (denn wir müssen für die nächste Behandlung unser Geld zusammen halten), wir verzichten darauf sich auf die Natur verlassen zu können; also verdammt nochmal verzichten wir natürlich auch auf nen Kaffee oder ein Glas Wein; das ist das wenigste!!! Wir verzichten sehr wahrscheinlich ein lebenlang darauf in die Augen unserer eigenen Engel schauen zu können…
    Und genau deshalb; weil wir schon auf so vieles verzichtet haben; Jahre keinen Kaffee (sondern Carokaffee) getrunken zu haben, Zigaretten habe ich noch nie angefasst, ich trinke keine Milch mehr (nur noch Hafermilch) da mein Körper sich sonst zu sehr mit Mitteln auseinander setzen muss, die er nicht so gut verträgt; mein Körper soll sich auf das wesentliche konzentrieren: schwanger werden zu können,ich nehme Vitamine zu mir, das nicht nur in Form von gesunder Ernährung (was ich aber auch tue), ich achte darauf kein Über-/ oder Untergewicht zu haben, ich färbe meine Haare nicht, weil man sagt auch das könnte Gift für den Körper sein…
    So und wenn man dann nach 12 Jahren KIWU Lust auf ab und an nen Kaffee oder Weinchen hat, dann hat das nix damit zu tun, dass wir nicht bereit dazu sind Opfer zu bringen…
    ‚GUTE VORSÄTZE SIND SCHWER UMZUSETZEN‘ so ein Quatsch! Wir sind doch auch nur Menschen.

  12. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    erst als ich komplett nikotin und alkohol und koffeinabstinent gelebt habe, hat es geklappt. was ich persönlich mit dem weglassen dieser faktoren als zusätzlicher homozysteinerhöher bei ohnehin entsprechend bröseliger persönlicher genetik in diesem punkt in verbindung sehe. da warte ich ja immer noch auf die "große" MTHFR-studie 😉
    dann würde man sich die abstinenzgedanken vielleicht etwas gezielter machen können. da rauchen, saufen und koffeinabusus aber eh nicht gut sind, will man das vielleicht mit dem erhöhen des HCY durch diese stoffe auch gar nicht so genau wissen…

  13. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Passivrauchen war für mich schon immer eklig. Rauchen wäre nie infrage gekommen.

    Alkohol fand ich teilweise ganz lustig. Jedoch habe ich seit meiner ersten Kinderwunschbehandlung bis hin zum Abstillen keinen Tropfen davon konsumiert. Natürlich aus Rücksicht auf das Kind. Aber auch zur Optimierung meiner Erfolgschancen.

    Im Forum habe ich beobachtet, dass doch eine Reihe von Wunschmüttern auf solche Drogen verzichten konnten. Allerdings bleiben wohl noch ziemlich viele die das nicht können. Für mich schwer zu verstehen.

  14. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ Schmetterling: Es wäre falsch, das persönlich zu nehmen. Es sind die emotionslosen Ergebnisse einer Studie. Kein Quatsch.

  15. Elmar Breitbach
    Zaubernuss schreibt

    @Breitbach : es handelt sich ganz und gar nicht um Ausnahmen! …dann hätte ich persönlich jetzt seit 4 Jahren keinen Alkohol trinken dürfen?! Was macht ein Glas Wein aus, wenn meine Eizellreserven, die ja von Anfang an gebildet werden,wenig sind? Nichts. Das habe ich "so mitbekommen"….

  16. Elmar Breitbach
    Schmetterling schreibt

    @ Hr. Breitbach: Ich weiß doch, dass dies nicht persönlich gemeint ist und es im wahrsten Sinne emotionslose Studien sind… Es ist nur so traurig und enttäuschend immer nur über Studien lesen zu können und über Diskussionen; aber nie bekommen wir zu lesen: Wir verstehen euch, wir unterstützen euch:-(…

  17. Elmar Breitbach
    Emma schreibt

    Ich bin nun im 2. IVF-Versuch, heute war der Transfer.
    Ich wurde bereits im ersten Versuch schwanger, hatte aber eine frühe Fehlgeburt Ende der 5. Woche. Natürlich habe ich gesund gelebt, habe aber an einem Abend Cola getrunken. Klar weiß ich, dass dies keine Fehlgeburt verursacht. Aber man sucht immer die Schuld bei sich selbst.
    Dieses Mal bin ich sehr streng mit mir. Keine Genussmittel, Bioessen usw. Einfach, damit ich mir sicher sein kann, dass ich mir nichts vorwerfen muss und das Beste für die kleinen Wesen getan zu haben. Geraucht habe ich noch nie, getrunken habe ich seit dem Absetzen der Pille nicht mehr. Denn schließlich weiß man ja nie…

  18. Elmar Breitbach
    PitPat schreibt

    Ach, wenn’s nur danach ginge…ich habe noch NIE in meinem Leben Nikotin oder Alkohol (oder Härteres) konsumiert, Koffein kommt mir nur sehr selten in Form von Cola ins Haus (kein Kaffee, kein schwarzer Tee). Mit dem Geschwisterchen hat’s trotzdem nicht geklappt. Aber wenigstens überhaupt mit einem Kind…(anfangen mit dem Mist werde ich aber immerhin nun auch nicht).

  19. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    und wenn das eine ANEKDOTE sein sollte, dann ist der gesamte berliner wedding wohl anekdotisch eine ausnahme. sorry, aber gerade die schichten, die rauchen, saufen, raufen, und was weiss ich nicht noch alles machen, werden DAUERND versehentlich schwanger, haben 4++ kinder, leben von dingen, die wir im einkaufswagen ähnlich peinlich fänden wie hardcore-pornos und sind trotzdem irre fruchtbar.

    was also machen wir falsch?
    zu gesund gegessen?
    nicht gesoffen?
    nicht geroocht?
    regulär geld verdient?
    schule zu ende gemacht?

    und NEIN – am BEGINN der kinderwunschkarriere waren wir NICHT zu alt. nur dauerte sie so lange, dass wir DARÜBER alt wurden.

    komischerweise wurden wir aber ALT schwanger.

    kaum, dass jemand DIAGNOSTIZIERT hatte, was wir für einen DEFEKT haben.

    da hätte ich locker 20 jahre roochen und saufen können… echt jetzt…

    leider gibt es bei kinderwunsch-patienten KEINE GERECHTIGKEIT.

  20. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Ja, so ist der Wedding. Alle essen Junk-Food.

    Wenn Ärzte grundsätzlich nur ihre subjektive Wahrnehmung gelten lassen und sich nicht auf objektivierbare Daten stützten, dann wäre auch niemandem geholfen. Also auch nicht mit der subjektiven Betrachtung des Wedding.

    Ist nun mal so: Man muss schon belegbare und möglichst kontrollierte Studien haben, um etwas nachweisen zu können. Alles andere nicht Wissen sondern Glauben. Und dazu gehe ich noch nicht mal in die Kirche.

    Das oft zu lesende "ich habe aber mal jemanden gekannt, der jemanden kennt und deswegen kann das gar nicht sein/ist es aber unbedingt so und nicht anders" ist eben nicht das Thema dieses Blogs.

    Das grundsätzliche Thema dieses Blogs ist es wissenschaftliche Fakten zu liefern (und die News über Kates Schwangerschaft) und nicht denen das Feld zu überlassen, die z. B. denken, dass in den Urlaub fahren und entspannen schwanger macht.

  21. Elmar Breitbach
    Nauka schreibt

    Seltsamerweise hat mich auch meine MA ein bisschen gelassener gemacht, was das Verhalten in der Frühschwangerschaft betrifft. Da habe ich nämlich auch alles, alles, alles richtig machen wollen. Ich habe mich nicht getraut Kaffee zu trinken, zu baden,Sex zu haben… Trotzdem ist mein Krümel gegangen. Diesmal denke ich: wenns gesund ist, bleibts. Und bade und und und… Angst hab ich trotzdem, aber nicht davor, dass ich was falsch mache.

  22. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    ich sags ja die ganze zeit: rauchende säufer, die kaffeetrinken, sind etwas für blogs, in denen hauptsächlich die lesen, die eh ohne probleme schwanger werden.

    aber diese binsenweisheiten (rauchen ist ungesund und man altert schneller, der suff macht dich kaputt…) in einem KIWU-forums-blog zu schreiben hilft den PATIENTEN (also leuten mit KRANKHEITEN) weniger und ärgert die, die eh nicht rauchen und saufen ungefähr genauso wie "entspann dich"

    das hilft bei verschlossenen eierstöcken oder miesen spermien des partners null, gar nicht. ob frau raucht oder kaffee trinkt oder bier.

    es ärgert mich fast, gut, es GIBT solche studien, und es gibt sicher statistiken, dass 70% der kinder im URLAUB gezeugt werden…. aber DAS hilft doch keinem weiter, der endo hat oder eine blutgerinnungsstörung…

    einzig und allein wird diese nachricht hier mit dem kaffee sicher immer wieder ergoogelt und den frauen vorgehalten. nach dem motto: hättest du mal nie geraucht und kaffee getrunken, würdest du a) schwanger sein oder b) nicht habituelle aborte vorweisen…

    jaja, wärste mal entspannt in den urlaub gefahren, am besten in den wedding…

  23. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ Greta: Meinen Kaffee-Artikel haben Sie schon gelesen, oder? Ist hier verlinkt. Für Ihren Ärger kann ich nichts, der ist unbegründet, zumindest ist dieser Artikel kein Anlass dafür. Die Message ist nicht: "selbst schuld"

  24. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    zitat: Und wie geht es den Leserinnen dieses Blogs bezüglich ihrer guten Vorsätze? Ähnlich wie den Studienpatientinnen oder ist bei den Besucherinnen dieser Seite die Willensstärke größer?
    zitat ende

    haben sie etwa zweifel daran? ich denke, die meisten userinnen mit ivf, icsi oder ähnlichem lassen NICHTS außer acht, lassen seit jahren kaffee und ziggis weg. hilft nur wenig. wenn man schon mal in DEM forum gelandet ist.

  25. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Genau. Das war meine Frage. Und wenn Sie dazu keine persönliche Antwort geben möchten, dann eben nicht.

  26. Elmar Breitbach
    Schmetterling schreibt

    @ªr. Breitbach
    Ich informiere mich auf dieser Seite hier wirklich gern; wir bekommen gute Infos, Studien und Erfahrungen zu lesen.
    Aber Sie sollten doch auch die Enttäuschung vieler Leserinnen verstehen; wenn wir lesen man müsse auch gute Vorsätze haben und diese auch umsetzen, wenn wir schwanger werden wollen.
    Und da wir viele Enttäuschungen hin nehmen mußten, sind wir halt sehr empfindlich und mögen nicht lesen oder hören auf was wir doch besser noch so alles verzichten sollten…
    Wir wünschen uns Mutter zu werden und unseren Engeln in die Augen schauen zu dürfen…
    Nur deshalb reagieren viele von uns so emotional bei Berichten, in denen wir etwas lesen, in denen es auch nur in kleinster Form so dargestellt/ verstanden wird als hätten wir Schuld an unserem Schicksal…

  27. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Ich zitiere mich mal selbst: "Die Message ist nicht: “selbst schuld”"

    Und ich verstehe auch nicht, wie man diesen Artikel so verstehen kann.

  28. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    frage beantworte ich gerne, mit

    – nie geraucht
    – noch nie betrunken gewesen
    – kaffee trinke ich erst seit 1,5 jahren, zuvor hatte ich nichtmal ne k-maschine!

    warum ich dann erst mit 40 und nicht mit 30 schwanger wurde`?

    weil es NICHT an kaffee, bier und zigaretten lag, sondern an

    – blutgerinnungsstörung
    – endometriose
    – immunproblem
    – ärzten, die mir rieten, auf genussgifte zu verzichten! pah.

    der erste kiwudoc sagte sogar folgendese bei einer (hormonell bedingten..) pilzinfektion: jaja, wenn man auf dem sofa vorm fernseher sitzt, eine hand in der chipstüte, dann mit dem partner was macht… kein wunder, wenn dann fremde stoffe in die frau kommen – UNFASSBAR! ich habe nie vor dem fernseher gesessen, schon gar nicht mit chips, und schon gar nicht chipshände in mich gelassen!

    also jetzt komm mir noch einer mit kaffee….

  29. Elmar Breitbach
    Emma schreibt

    Ich glaube, der Herr Breitbach wollte nur wissen, wie wir das handhaben. Ohne Wertung. Es ist eon sehr emotionales Thema, aber ich schätze, hier gibt es niemanden, der nicht schon darüber nachgedacht hat. Oder?

  30. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    So ist es Emma. Ganz einfach 😉

  31. Elmar Breitbach
    Martin schreibt

    Ob Vorsätze schwer oder leicht umzusetzen sind,
    hängt nur von der Überzeugung des Betroffenen ab.

  32. Elmar Breitbach
    Dierk schreibt

    Ich kann jetzt in den Beiträgen Herrn Breitbachs, inkl. dem ursprünglichen Posting, nicht sehen, dass er der Ansicht sei

    a) selbst schuld, wenn ihr keine Blagen bekommt,
    b) nur Kaffee, Alk, Nikotin [und womöglich andere Drogen] seine schuld, wenn sich keine Gamete einnistet.

    Natürlich, wenn man eh keine Kinder kriegen kann, weil die Eileiter verklebt sind oder der Körper die eigenen Gameten umbringt, kann man auch kettenrauchen, jeden Tag saufen bis zum umfallen und gegen die Kopfschmerzen starken Filterkaffee ohne Ende trinken. Das macht keinen Unterschied. Wer allerdings sonst keine physiologischen Probleme hat, sollte sich das mit den Genussmitteln/Drogen überlegen, die stehen evtl. einer Schwangerschaft oder einem gesunden Kind entgegen.

  33. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    zitat dierk: Wer allerdings sonst keine physiologischen Probleme hat, sollte sich das mit den Genussmitteln/Drogen überlegen, die stehen evtl. einer Schwangerschaft oder einem gesunden Kind entgegen.
    zitat ende

    so ist es und DAS sollte in dem artikel eigentlich zum ausdruck kommen.

    wer SONST keine probleme hat… ist der kern der sache!

  34. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Wenn ich dazu noch anmerken darf: Wer verschlossene Eileiter hat, kann sich dennoch die Ovarialreserven wegrauchen. Und dann ist auch die IVF beschwerlicher. Um Einiges.

    Und in dem Artikel sollte eigentlich zum Ausdruck kommen, dass jemand eine Studie gemacht hat, deren Ergebnisse ich hier präsentiere. Angeschlossen meine eigene Autorenleistung: Die wirklich unschuldige Frage nach dem eigenen Verhalten. Ohne Wertung.

    Nochmal mein Dank an Emma.

  35. Elmar Breitbach
    Schmetterling schreibt

    Natürlich haben wir alle schon mal über dieses Thema nachgedacht;-)
    Wir leben auch danach und wir setzen unsere guten Vorsätze um, weil wir natürlich die besten Voraussetzungen für die nächste IVF schaffen wollen 🙂 Wenn man leider manchmal Themen viel zu emotional aufnimmt, liegt es doch nur an unserer Situation…

  36. Elmar Breitbach
    NocheineEmma schreibt

    Guten Tag Herr Breitenbach,

    mir ist nicht bekannt, warum Sie hier Informationen für uns sammeln und einstellten, jedoch möchte ich Ihnen dafür danken!

    Weiterhin bitte daran denken, dass es viele Personen gibt, die hier nur schweigend und dankbar Ihre Denkanstöße aufnehmen.

    Mit besten Grüßen,

    Emma

  37. Elmar Breitbach
    NocheineEmma schreibt

    oops, ich meine natürlich "Breitbach"

  38. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Ich rege an, dass mal jemand eine Studie dazu macht, welcher Mist in unserer alltäglichen Nahrung drin ist, der ggf. auch verhindert, dass man schwanger wird – Aromastoffe, hormonähnliche Substanzen, Stabilisatoren, Emulgatoren, Säuerungsmittel etc etc etc.

    Übrigens habe ich in den allermeisten Versuchen den Kaffeekonsum stark reduziert, nie Alkohol ab Stimu-Beginn getrunken und geraucht habe ich mein ganzes Leben lang nicht. Zudem verzichte ich inzwischen auch auf alles, was die oben genannten Zusätze enthält. Genützt hat es mir bisher nicht.

    Wer weiß, wenn ich auf normalem Weg schwanger werden würde, dann würde ich vielleicht um das Ganze auch nicht so ein Brimborium machen. Aber ich denke, die allermeisten hier, die auf Behandlungen angewiesen sind, optimieren, was sie nur können – schließlich ist der Spaß ja auch nicht ganz billig. Und wer das nicht tut, ja mei, wenn es trotzdem klappt, dann hat es doch anscheinend auch nicht geschadet und wenn es nicht klappt, dann kann es auch an 500 anderen Sachen gelegen haben. Als schlechten Umgang mit den Lastern (und an diesem Satz hängen sich sicher viele hier auf) würde ich das allerdings nicht bezeichnen.

  39. Elmar Breitbach
    hallihallo schreibt

    Es ist überhaupt nicht allgemein bekannt, dass Rauchen die Fruchtbarkeit einschränkt!!! Diese Info erfährt man erst, wenn man sich schlau macht, und zwar vertieft. Als ich meinen Fruchtbarkeitsmediziner darauf ansprach, meinte er nur, "sie sollten überhaupt nicht rauchen". Ja danke das weiss ich. Als Arzt sollte er auch wissen, dass bei einer Suchtmittelabhängigkeit, die Info "sie sollten überhaupt nicht" einfach nicht beim aufhören hilft. Sorry, aber Rauchen ist mehr als ein "Laster". Körper und Psyche sind abhängig. Ein klares Wort ("sie haben die Fruchtbarkeit einer zehn Jahre älteren Frau") wäre wesentlich motivierender gewesen.
    DAss das Rauchen nicht gut fürs Baby ist, DAS ist allgemein bekannt. Dementsprechend dann der Vorsatz "wenn ich schwanger bin höre ich auf". Und ich behaupte mal, dass das tatsächlich-schwanger-sein schon eine sehr starke Motivation sein dürfte. Aber in einer Zeit von brutalen Belastungen und Selbstzweifeln -nämlich dann wenn erst mal klar wird dass das mit dem Babymachen schwierig wird – noch mit dem Rauchen aufzuhören, ist nicht einfach. Da braucht es transparente Informationen von den Ärzten, und zwar sofort, und Unterstützung. Nicht flapsige Sprüche oder die Annahme dass das "doch allgemein bekannt sei" oder die Erwartung, dass sich die Patientin ja selber schlau machen soll darüber was der Fruchtbarkeit zuträglich ist, was nicht.

  40. Elmar Breitbach
    hallihallo schreibt

    noch zur Ergänzung:
    Ich habe während dreier Jahre (in dieser Zeit rauchte ich selbst nicht!!) im Auftrag einer regionalen Suchtpräventionsfachstelle Jugendliche, Eltern, Lehrpersonen etc. über die Gefahren verschiedener Suchtmittel aufgeklärt. DA ich selber ja nicht Medizinerin sondern Sozialarbeiterin bin, stützte ich mich dabei auf seriöse Informationsmittel, die von spezialisierten FAchstellen produziert werden, wie z.B. diese hier: http://www.sucht-info.ch/de/infos-und-fakten/tabak/folgen/ Dieses Wissen gab ich weiter. Was das Rauchen angeht, so erhält man auf diesem Weg Informationen zur Gefahr für die Krebserkrankung, Herz-Kreislaufsystem usw. Allenfalls wird auf die GEfahr für die Fruchtbarkeit des Mannes aufmerksam gemacht, sowie auf die Gefahr "für das ungeborene Kind", also rauchen in der Schwangerschaft. Ich hielt mich selbst also für gut informiert. Dass ich mich in der Lebenskrise, die auf erfolglosen Kinderwunsch und Trennung vom Partner folgte, jetzt auch noch gleich die Ovarialreserver und somit die letzte Chance auf einen glücklichen Ausgang weggeraucht habe, erfahre ich heute in diesem Thread zum ersten Mal. Na prost.
    Nur soviel zu ihrer arroganten Annahme "es sei allgemein bekannt dass".

  41. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ hallihallo: Es ist bedauerlich, dass weder Ihr Arzt noch "seriöse Informationsmittel" auf den Zusammenhang zwischen Rauchen und verminderter Fruchtbarkeit hinweisen. Es wäre sicherlich ratsam. Meine "Arroganz" begründet sich darauf, dass ich diese Informationen durchaus gebe. Und auch die mir bekannten Kollegen.

  42. Elmar Breitbach
    hallihallo schreibt

    Lieber HErr Breitbach, ich möchte um Entschuldigung bitten dass ich ausfällig geworden bin. Es frustriert mich einfach extrem, wie wenig wissen über die Empfängnis einem irgendwer vermittelt. so bezog sich z.B. auch der Sexualkundeunterricht den ich als Jugendliche genoss vor allem darauf, uns vor Aids zu warnen und darauf hinzuweisen wie man nur alles tun kann, um bloss ja NICHT schwanger zu werden. Wie man aber schwanger WIRD oder was dies erschweren könnte, erklärt einem keine Sau, und ich bin ja nun wirklich nicht der ungebildeten Hälfte der Bevölkerung zuzurechnen. Da ich beruflich immer noch mit diesen Fragen zu tun habe, behaupte ich, dass das heute nicht anders ist. Es ist darum wirklich bedauerlich, wenn Fruchtbarkeitsmediziner davon ausgehen, solche Fakten seien "bekannt" und sie müssten ihre Kundschaft nicht mehr darüber informieren. Meist ist ja nicht mal der Fruchtbarkeitsspezialist der erste Ansprechpartner sondern der "normale " Frauenarzt. Der offenbar noch einmal weniger darüber nachdenkt. Es hilft wenig dass diese Fakten ja "alle" "irgendwo" im Internet verfügbar sind. Als Betroffene, beginnt man sich dann zu informieren, wenn das Kind schon ziemlich tief in den Brunnen gefallen ist, und das ist manchmal zu spät.

  43. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    ähm, hallo, oder hallihallo, also, wenn rauchen die durchblutung verschlechtert bishin zum infarkt, wo verschlechtert rauchen die durchblutung dann? nur in den beinen (für ungebildete: schaufensterkrankheit), nur im herz und hirn (infarkt und schlaganfall) oder zufällig auch in den eierstöcken, der gebärmutterschleimhaut, etc?

    es ist ALLGEMEIN bekannt, dass rauchen schädlich ist und zum tode führt.

    die transferleistung dabei ist, es auf SICH zu beziehen.

  44. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    übrigens steht es auch auf jeder schachtel fluppen druff…

  45. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    und hier nochmal für jeden, der das hier googelt, die warnhinweise auf den fluppenschachteln:

    EU-Warnhinweise [Bearbeiten]

    Seit dem 1. Oktober 2003 sind in allen Mitgliedstaaten der EU sowie in der Schweiz deutlich sichtbare Warnhinweise auf beiden Breitseiten jeder Zigarettenpackung vorgeschrieben. In Deutschland wird die Hinweispflicht durch die Tabakprodukt-Verordnung vom 20. November 2002 normiert; diese dient der Umsetzung der EU-Richtlinie über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen (2001/37/EG). Im Gesetzestext werden Größe und Gestaltung der Warnhinweise detailliert geregelt. Außerdem wird der Wortlaut der Warnhinweise festgelegt: Neben den allgemeinen Warnhinweisen
    „Rauchen tötet“ oder
    „Rauchen kann tödlich sein“ oder
    „Rauchen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu“
    muss jeweils ein ergänzender Warnhinweis aus der folgenden Liste angebracht werden:

    1. Raucher sterben früher.
    2. Rauchen kann tödlich sein.
    3. Rauchen führt zur Verstopfung der Arterien und verursacht Herzinfarkte und Schlaganfälle.
    4. Rauchen verursacht tödlichen Lungenkrebs.
    5. Rauchen in der Schwangerschaft schadet Ihrem Kind.
    6. Schützen Sie Kinder – lassen Sie sie nicht Ihren Tabakrauch einatmen!
    7. Ihr Arzt oder Apotheker kann Ihnen dabei helfen, das Rauchen aufzugeben.
    8. Rauchen macht sehr schnell abhängig: Fangen Sie gar nicht erst an!
    9. Wer das Rauchen aufgibt, verringert das Risiko tödlicher Herz- und Lungenerkrankungen.
    10. Rauchen kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen.
    11. Hier finden Sie Hilfe, wenn Sie das Rauchen aufgeben möchten: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Tel.: 015-313131, http://www.rauchfrei-info.de.
    12. Rauchen kann zu Durchblutungsstörungen führen und verursacht Impotenz.
    13. Rauchen lässt Ihre Haut altern.

    14. Rauchen kann die Spermatozoen schädigen und schränkt die Fruchtbarkeit ein.

    15. Rauch enthält Benzol, Nitrosamine, Formaldehyd und Blausäure.
    16. Rauchen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu.

  46. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    17. Rauchen erhöht ihren Homozysteinspiegel um einen Prozentpunkt pro Zigarette. Homozystein ist ein Zellgift und führt zum direkten Zelltod (im ganzen Körper, also auch in den reproduktionsrelevanten Teilen). Homozystein wird vom Menschen mit einer genetischen Prädisposition schwerer, verlangsamt bis hin zu nicht ausgeschieden, weil FOLSÄURE, die dem direkten Abbau dient, durch einen genetisch bedingten Enzymbaufahler nicht recht wirken kann.
    Dieser genetische Fehler im Bauplan des Enzyms ist viel weiter verbreitet, als man gemeinhin denkt: je nach Region bis zu 15% der Menschen haben den Fehler.

    DAS sollte auf den Fluppenschachteln stehen – leider ist der Text wat lang (und die erste Kenntnisnahme des Zusammenhangs "Noxe: hoher HCYSpiegel: weniger fruchtbar" vielleicht nicht direkt logisch eingängig 🙂 )

    Trotzdem wollte ich es einfach nochmal gesagt haben 😉

  47. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    gut, reaba, aber für die resistenten rauch-trinker muss auf der schachtel stehen:

    roochste, kannsse ohne verhütung poppen *rotwerd*

  48. Elmar Breitbach
    hallihallo schreibt

    Hallo greta
    eben: "rauchen schränkt die weibliche Fruchtbarkeit ein und reduziert ihre Ovarialreserve" steht auf keiner einzigen Fluppenschachtel. Ich sehe genug von denen.
    Es werden genug Raucherinnen schwanger, ich würde nicht empfehlen die Verhütung wegzulassen.
    Im übrigen eine Anregung: Warum nicht mal ein gemeinsamer Kongress der Fruchtbarkeitsmedizinern mit den Suchtmedizinern. Damit sowohl das Wissen über die Schädlichkeiten zu den Suchtmedizinern rüberwächst wie auch die Vorstellungen der Fruchtbarkeitsmediziner von "Lastern" korrigiert werden.
    Es ist ziemlich gut erforscht aufgrund welcher psychischer Abwehrmechanismen die Hinweise auf den Fluppenschachteln nichts bringen udn der Mensch trotz Lungenkrebswarnung weiterschlotet. Weil unangenehmes zu verdrängen, ein der gesunden (!!) menschlichen Psyche inhärenter Mechanismus ist. Allerdings, konkrete Belohnungen erhöhen die Motivation. DAs Versprechen "höre auf zu rauchen dann kriegst du keinen Lungenkrebs" (Den du ev. trotzdem nicht gekriegt hättest und den auch Nichtraucher kriegen) ist eine sehr schwache motivation. "höre auf zu rauchen und deine Chancen jetzt schwanger zu werden (und das willst du doch im Moment, oder?) steigen massiv" ist wesentlich motivierender.
    Den meisten RAucherinnen gelingt es bei Eintritt einer Schwangerschaft, mit dem Rauchen aufzuhören weil das Baby im Bauch etwas sehr konkretes ist. Den meisten Rauchern gelingt es trotz Fluppenschachtelwarnhinweis nicht mit dem Rauchen aufzuhören, wenn der erwähnte "vielleicht kommt er vielleicht kommt er nicht"-Lungenkrebs in 20 Jahren dann mal droht.

  49. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Das ist ein konstruktiver Vorschlag: “rauchen schränkt die weibliche Fruchtbarkeit ein und reduziert ihre Ovarialreserve”
    mit als Hinweis für die Zigarettenschachteln vorzusehen. Wohin muss man das melden, damit das umgesetzt wird?

    Ich kann mir das zwar auch schwer vorstellen, dass es Frauen gibt, die das nicht wissen. Aber dass das so ist, sehen wir ja an hallihallo. Dann werden das vermutlich noch viel mehr Frauen nicht wissen …

  50. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    zitat rebella: Ich kann mir das zwar auch schwer vorstellen, dass es Frauen gibt, die das nicht wissen. Aber dass das so ist, sehen wir ja an hallihallo. Dann werden das vermutlich noch viel mehr Frauen nicht wissen … zitat ende.

    tja, rebella, WIR als kiwupatienten WISSEN es, deswegen auch meine empörung über den artikel.

    die normalreproduzierer wissen es nicht, BRAUCHEN ES ABER AUCH NICHT ZU WISSEN, denn sie sind NORMALreproduzierer.

    sie haben KEINE probleme, schwanger zu werden. trotz suff, roochen und burger king.

  51. Elmar Breitbach
    hallihallo schreibt

    Es ist mir eigentlich ziemlich wurscht ob sie sich das "nicht vorstellen" können. Ich bin mit garantie nicht die einzige. Warum, habe ich schon ausgeführt.
    Es ist sinnlos in solchen Fragen in "Kiwupatientinnen" und "normalproduzierer" zu unterscheiden. Denn frau hält sich für eine "normalproduziererin" bis es nicht klappt, und dann auch noch eine ganze Weile, wenn die ÄRzte wie in meinem Fall, erst mal gar nichts abklären sondern ewig Tempi messen lassen usw., und auch da bin ich sicher nicht die einzige die das erlebt hat. Erfährt frau dann dass sie jetzt plötzlich eine "Kiwu-Patientin" ist dann geht die Suche erst los und es illusorisch zu glauben, dass frau einmal googelt und dann gleich alle wichtigen Infos aufs mal findet. Man kann sich sehr lange im inet versuchen zu informieren und findet die richtige Info immer noch nicht bzw. kann sie ja auch nicht einordnen. Zumal man ja auch erst mal liest "Stress ist auch schädlich" also versucht man nicht allzu fanatisch und verbissen dem Thema nachzugehen.
    Greta sie widersprechen sich laufend selbst. Erst behaupten sie wer raucht kann eh nicht schwanger werden, jetzt haben sies eingesehen udn schreiben dass die "normalprodiererin" trotz suff "roochen" und burger (was ist denn jetzt wieder los?) schwanger wird. Es ist doch genau diese Art von GEplauder auf die man in der Infosuche stösst und das hilft nicht weiter. Bis frau mal zur richtigen Info vorgestossen ist, ist wie gesagt dann schnell mal das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

  52. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    @greta: Ich hätte zumindest vom Reproduktionsmediziner erwartet, wenn er eine neue Patientin hat und merkt, dass sie Raucherin ist (bei der Anamnese fragt man sowas ja auch ab), dass er sie freundlichst darauf hinweist, welchen Einfluss das Rauchen auf den Erfolg der Kinderwunschbehandlung hat. (gleiches gilt für den Partner, dessen Spermien ja auch in Mitleidenschaft gezogen werden.) Denn immerhin ist es immer noch besser, wenigstens dann damit aufzuhören, als gar nicht.

    Die Kritik, dass so manche Frau nie darüber informiert wurde, dass Rauchen die Eizellreserve irreversibel schädigt, ist sicherlich berechtigt.

  53. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    klar, es gibt ärzte, die ggf selber rauchen, die das NICHT abfragen. aber ehrlich, JEDER weiß, dass rauchen SCHÄDLICH ist. überall im körper. dazu werden in SCHULEN ganze projektwochen gemacht. und dann gäbe es frauen, die überrascht sind, dass AUSGERECHNET die EIERSTÖCKE betroffen sind??? AUCH betroffen sind??

    und nach der geburt, wird dann weitergeraucht, weil muttern sich auch mit COPD oder lungenkrebs um das kind kümmern kann, bis es 18 ist?

    sorry, kinderWUNSCH und kinder HABEN stellt eigentlich… das ganze leben um, wenn nicht in frage.

    man will den kindern optimale rahmenbedingungen geben, überall. nur aufs rauchen, darauf kann man nicht verzichten?

    und das auch noch als kinderwunschpatientin?

  54. Elmar Breitbach
    hallihallo schreibt

    Was soll das eigentlich greta, ihre Beiträge sind voll daneben. JA es werden die ganzen Schulprojekt wochen gemacht wo wie gesagt NULL über die Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit gemacht werden. Wie soll man sich denn dann den Zusammenhang herstellen gerade weil man eben DENKT man sei ja informiert???
    Es ist zudem ässerst unfair zu unterstellen nur weil eine Raucherin Kinderwunsch entwickelt (denn das ist die chronologische Reihenfolge) dass dann diese Frauen alle "Nach der GEburt weiterrauchen und sich auch mit COPD und lungenkrebs ums kind kümmern bis es 18 ist".
    Sowas ist einfach nur zum kotzen, sie sind auch offenbar gar nicht bereit zuzuhören, sonst schalten sie bitte einfach mal ihre Hirnzellen ein. Es ist wirklich einleuchtend dass viele Frauen mit dem RAuchen aufhören wenn sie erst mal schwanger SIND.
    Und für den Tonfall entschuldige ich mich jetzt NICHT , denn es ist IHR Tonfall der unangemessen ist. Reissen sie sich gefälligst zusammen. Sie sind hier genau so intolerant und destruktiv wie sie dies den RaucherInnen unterstellen.

  55. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    jeder weiß, dass rauchen schädlich ist. jeder. jede auch. rauchen ist einfach schädlich. und bleibt es auch.

    siezen in blogs ist höchst seltsam…

  56. Elmar Breitbach
    Gast schreibt

    Ja, man sollte die Genußgifte einschränken – keine Frage. Eine Freundin, die raucht und sozial trinkt, ist gerade mit 44 auf normalem Weg schwanger geworden. Das erste Kind kam nach einer IVF mit 40, das ist Nr. 2. Das einzige was sie zwischenzeitlich verändert hat, waren 12 Kilo Gewichtsverlust und regelmäßiger Sport. Es geht also anscheinend auch mit den Sünden…nur mal als Denkanstoss.