Einstweilige Verfügung gegen Stiftung Warentest


Die deutsche Homöopathieunion hat eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest erwirkt. Diese hatte in ihrem Buch „Die andere Medizin“ naturheilkundliche Behandlungen als unwissenschaftlich und größtenteils unwirksam abqualifiziert. Es wurde hier bereits darüber berichtet. Die Stiftung Warentest hat die Verfügung anerkannt und das Buch aus dem Handel genommen.

Der Essener Mediziner Gustav Dobos von der Universitätsklinik in Essen ruft nun zu einer fairen und sorgsamen Diskussion über alternative Therapien auf. Dobos, Schulmediziner und Inhaber des einzigen deutschen Lehrstuhls für Naturheilkunde, kritisiert, dass an Naturheilverfahren, aber auch an die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Maßstäbe angelegt werden, nach denen auch eine Reihe von schulmedizinisch anerkannten Verfahren als „nicht wirksam“ eingestuft werden müssten. „Der forschungspolitisch bedingte Mangel an validen Studien in Deutschland wird häufig benutzt, um die ‚andere Medizin‘ pauschal zu diskreditieren. Hier muss endlich umgedacht werden“.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Studien nur aus forschungspolitischen Gründen nicht valide sind oder aufgrund der mangelnden Wirkung, die sich aktuellen Studien zufolge ausschließlich durch den Plazeboeffekt erklären lässt.

„Es gibt eindeutig erhebliche Defizite in diesem Forschungsfeld. Das erlaubt aber nicht den Schluss, dass naturheilkundliche Verfahren grundsätzlich unwirksam sind“, erläutert Dobos. In der Essener Klinik werden beispielsweise Patienten mit internistischen Erkrankungen wie chronischen Lungenerkrankungen, chronischen Darmerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Patienten mit chronischen Schmerzen erfolgreich behandelt, indem die Schulmedizin gezielt um Methoden der Naturheilkunde ergänzt wird. Zugleich werden Behandlungsverläufe und -ergebnisse nach strengen Kriterien dokumentiert und evaluiert. „Mittlerweile gibt es zahlreiche Belege dafür, dass diese Kombination aus Patientensicht, aber auch objektiv bisweilen bessere Ergebnisse erzielt, als eine eindimensionale Therapie“, berichtet der Mediziner.

Der Grund für die einstweilige Verfügung war jedoch nicht die Tatsache, dass hier methodisch völlig falsch vorgegangen wurde. Aufhänger war die Behauptung für ein bestimmtes homöopathisches Schnupfenmittel gäbe es keine Wirksamkeitsnachweise. Dabei ist das Mittel in Wirklichkeit ein zugelassenes Arzneimittel, das alle schulmedizinischen Kriterien erfüllt.

Durch diesen Lapsus wurde nun der gesamte Inhalt des Buches diskreditiert, obgleich dieses weiterhin Beachtung verdient, denn Studien zu Naturheilkunde und Homöopathie sind rar und methodisch meist unzureichend.


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
Das könnte Sie auch interessieren

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

26 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Claus Fritzsche schreibt

    Keine Frage, dass es im Bereich der Komplementärmedizin großen Nachholbedarf in Sachen Forschung gibt. Dass sich die Stiftung Warentest mit Ihrem Buch jedoch ziemlich verhoben hat (sowohl inhaltlich als auch in der Wahl der Herausgeber), zeigen meiner Meinung nach unappetitliche Aspekte rund um dieses Buch, welche nach und nach an die Öffentlichkeit geraten. Meine diesbezüglichen Recherchen finden sich über folgende Links:

    Vorsätzliche Täuschung der Öffentlichkeit durch die GWUP?
    http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup10-die_andere_medizin.html

    Stiftung Warentest "Die Andere Medizin" – Evidenz- oder Eminenzbasiert?
    http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup09.html

    Die GWUP und Homöopathie – Zwischen Wissenschaft und Agitation
    http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup03.html

    Replik auf den Leserbrief von Prof. Edzard Ernst in DEUTSCHES ÄRZTEBLATT
    http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=15

  2. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    Hi claus, was setzt Du hier diese Polemiken rein?

    finde doch besser einen Link mit einer methodisch sauberen Studie, die zeigt, daß diese Mittelchen wirklich meßbare Wirkung haben – und zwar über Placebo- und Zufallseffekte hinaus. Und ohne methodische Fehler.

    Ich warte darauf seit vielen Jahren.
    Mir ist diese Psychophysik-site nicht bekannt (ich nahm an, es sei seriös – da ein seriöser Begriff, zwar etwas altertümlich, gewählt wurde).
    Überzeugen kann sachlich davon aber nichts.
    hier mal die GWUP selbst:
    http://www.gwup.org/ueberuns/

    http://gwup.org/ueberuns/konferenzen/2006/

    möge jede/r hier sein Hirn einfach selbst anstrengen.
    Grüßle
    S.

  3. Elmar Breitbach
    Claus Fritzsche schreibt

    Hallo S.,

    du machst hier folgende Fehler:

    1. Eine Pauschalisierung ("Polemik"), ohne diese im Deitail zu begründen. Wenn du schon solch eine Behauptung in den Raum wirst, dann solltest du sie auch sachlich begründen. Die Begründung, warum meine Links deiner Meinung nach "Polemik" sein sollen bleibst du jedoch schuldig.

    2. Du gehst überhaupt nicht auf meine Argumentation ein und lenkst vom Thema ab. Wenn du die verlinkten Seiten einmal genau durchliest, dann wirst du dort eine sachliche Argumentation und konkrete Beispiele für meine These finden, dass die GWUP die Öffentlichkeit vorsätzlich täuscht und irreführt. Beispielsweise einen Artikel aus dem DEUTSCHES ÄRZTEBLATT oder der Fachzeitschrift FORSCHENDE KOMPLEMENTÄRMEDIZIN oder eine Antwort von Frau Dr. Gunver S. Kienle an Prof. Edzard Ernst.

    Du machst damit genau das, was ich in meinem Offenen Brief an Amardeo Sarma der GWUP (mit anderen Worten) vorwerfe:

    a) Nebelkerzen werfen und vom Thema ablenken,
    b) einer fachlichen und sachlichen Diskussion ausweichen.

    Deine Links zu "GWUP Über uns" und "GWUP Konferenzen" mögen vielleicht das Google-Ranking der GWUP-Homepage fördern, sie gehen jedoch überhaupt nicht auf die von mir angesprochenen Sachverhalte ein.

    Ich finde es auch interessant, dass du dich hinter einem Pseudonym verstecken musst. Es gibt einen kleinen Kreis von Personen aus dem Umfeld der GWUP, welche unter unzähligen Pseudonymen in Foren und Blogs "Öffentlichkeit" spielen, jedoch nicht den Mut haben, sich mit ihrer Identität zu ihren Worten offen zu bekennen. Siehe hierzu auch der Beitrag "Ralf Behrmann und Freunde":

    http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup02.html

    Gruß…

    Claus

  4. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    Hi, Claus, um es abzukürzen.

    eine einzige saubere Studie. Ihc will mich nicht umsonst durch die Statistik gequält haben.

    Über Symptome und deren Dedeutung diskutiere ich nicht.
    Das darfst Du gern mit anderen tun.

    oder wie der Prof hier immer gern betonte – harte daten müssen es schon sein, alles andere ist Meinung, Deutung und Wunschdenken.
    Da kann man lange reden…

    also, ich warte auf die eine Studie, die methodisch sauber und mit einem fehlerlosen Design echte udn signifikante Ergebnisse aufweist.

    Ich glaube kaum, daß ich noch einen Beitrag von "Psychophysik" lesen werde.
    Ich erwarte schon etwas mehr Qualität als dieses.
    Da ich mit Diplomarbeit udn Examenskram beschäftigt bin, möge man es mir nachsehen…

  5. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    PS
    bitte unterlasse diese Manipulationsversuche. ICh glaube nicht, daß Du an mir persönlich interessiert bist – ich bin es an Dir jedenfalls nicht.

    Suse

  6. Elmar Breitbach
    Claus Fritzsche schreibt

    Hallo Suse,

    zunächst einmal lässt sich der breite und komplexe Bereich der Komplementärmedizin nicht auf die Phrase "diese Mittelchen" reduzieren. Das ist aus meiner Sicht eine sinnentstellende Vereinfachung, welche der Vielzahl der Therapieverfahren (die in Fällen wie z.B. Akupunktur überhaupt nicht aus "Mittelchen" bestehen) in keinster Weise gerecht wird.

    Ich stufe es weiterhin als sinnentstellende Vereinfachung ein, hier eine Schwarzweiß-Malerei zu betreiben, nachdem die Alternativ- und Komplementärmedizin entweder pauschal positiv oder pauschal negativ einzustufen ist. Auch dies wird, so meine Einschätzung, der Komplexität der unzähligen Therapieverfahren nicht gerecht.

    Es gibt eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien, nach denen eine Vielzahl von alternativen Therapieverfahren eine Placebowirkung nicht übersteigen. So hat beispielsweise eine der größten bisher durchgeführten randomisierten Doppelblindstudien im Bereich der Homöopathie-Forschung ("Kopfschmerzstudie") von Prof. Dr. Harald Walach ergeben, dass der Effekt des homöopathischen Präparats den eines Placebos nicht übersteigt.

    [Fortsetzung]

  7. Elmar Breitbach
    Fortsetzung schreibt

    [Fortsetzung]

    Es gibt jedoch ebenballs eine Vielzahl von Studien, welche die Wirksamkeit komplementärmedizinischer Therapieverfahren durchaus und methodisch auf hohem Niveau nachweisen. So verweist Christan Weber in seinem Focus-Artikel "Heilung aus dem Nichts" (Focus 14/2006) beispielsweise auf die in Fachkreisen viel beachtete Homöopathie-Studie der Berliner Charité (Claudia Witt, Nov 2005), welche nicht die Arzneiwirksamkeit eines Präparats, jedoch eine signifikante Wirksamkeit der homöopathischen Therapie (durch welche Ursache auch immer ausgelöst) nachweist und in einer parallelen Untersuchung von 493 Fällen "einen therapeutischen Vorteil der Homöopathie gegenüber konventioneller Behandlung" (Zitat aus Focus) nachweist.

    [Forsetzung]

  8. Elmar Breitbach
    Fortsetzung schreibt

    Es würde den Rahmen dieses Blog-Kommentars sprengen, die Vielzahl an weiteren methodisch sauberen Studien zu besprechen. Dies würde auch nur dann Sinn machen, wenn du an das Thema unvoreingenommen herangehen würdest und über entsprechendes methodisches Hintergrundwissen verfügen würdest.

    Sprichst du von einem methodisch sauberem und fehlerlosen Design, so erinnert mich dies wiederum an eine sinnentstellende Vereinfachung. Es gibt innerhalb der wissenschaftlichen Fraktionen eine intensive Diskussion darüber, was das denn genau ist und etablierten Forschern ist bekannt, dass selbst der etablierte Goldstandard randomisierter Doppelblindstudien neben Stärken auch massive Schwächen hat.

    [Forsetzung]

  9. Elmar Breitbach
    Fortsetzung schreibt

    [Fortsetzung]

    Genau an dieser Stelle setzt übrigens ein zentraler Teil meiner Kritik an der GWUP an. Es gehört zu guter wissenschaftlicher Praxis, die Kriterien, nach denen ich eine Studie A für meine Argumentation nutze, hingegen eine Studie B verwerfe, genau zu dokumentieren und darüber eine offene Diskussion zuzulassen. Mache ich dies nicht, gebe ich über meine Beurteilungskriterien keine Rechenschaft ab, so handele ich WILLKÜRLICH. Und genau diesem Vorwurf weichen die Autoren von "Die Andere Medizin" und die GWUP auf ihrer Homepage aus.

    Sollte ich mich in diesem Punkt täuschen, so bitte ich dich, mir eine GWUP-Quelle zu benennen, welche dokumentiert, nach welchen Kriterien die GWUP beispielsweise auf ihrer Homepage im Homöopathie-Bereich Studien nutzt und andere Studien verwirft.

    Ich schreibe diese Zeilen übrigens aus Interesse am Thema, wenn das erlaubt ist.

    Gruß… Claus

  10. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Nur mal so: Das hier ist ein Kommentarfeld.

    Seitenlange Elaborate passen da nicht rein. Nur wenn man sie aufteilt. Der nächste Roman wird gelöscht, da diese langen Texte das Layout zerschießen können.

  11. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    ich staune.
    Der Focus als Referenz.

    meine Professoren würden mir das um die Ohren hauen.

    Focus, spiegel und co sind zur Unterhaltung des Stimmvolkes, nicht für wissenschaftliche Forschung oder Infromation.
    ich denke, wir können das Gespräch hier beenden.

    Grüßle
    S.
    ich besitze dieses Buch der K. Federstein übrigens nicht, nur mal am rande.

  12. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    PS Walach habe ich persönlich kennengelernt. Das ist der Mann, der den Studenten im Erstsemester etwas über das "Bewußtsein der quanten" erzählt hatte.

    Und zum Thema Geistheilen forschte.
    Kann nicht sagen, daß er wissenschaftlich gesehen fehlt.

  13. Elmar Breitbach
    Ben Kuechler schreibt

    Hallo Claus!

    Meinst Du diese Studie "Homeopathic medical practice: Long-term results of a cohort study with 3981 patients"? Wenn ja, dann kann wohl kaum von einem Erfolg der Homoeopathie die Rede sein. Die Studie ist nicht plazebokontrolliert, es gehen nur Patienten ein, die sowieso zum Homoeopathen gegangen sind. Es wurde per Fragebogen die Einschaetzung der Patienten erhoben, unter anderen zum "Quality of life". Natuerlich fuerhlen die Leute sich besser, wenn man sich um sie kuemmert (die Anamnese dauerte im Durchschnitt 2 Stunden, welcher Allgemeinmediziender kann sich das pro Patient leisten?). etc.pp.
    Bevor Du fragst, ja, ich bin GWUP-Mitglied. 😉

  14. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    Fragebogen?
    weiche daten.
    warum keine harten Daten genommen?

  15. Elmar Breitbach
    Claus Fritzsche schreibt

    Hallo zusammen,

    schön, dass es nun doch wieder möglich ist, hier zu posten.

    Aus meiner Sicht bestätigen die Kommentare auf meinen Beitrag genau meine Kritik und meinen Verweis auf sinnentstellende Vereinfachungen und das Fehlen einer schlüssigen Dokumentation zur Methodik. Das heißt zur Beantwortung der Frage, nach welchen Kriterien beurteilt die GWUP Studien, nach welchen Kriterien wählt sie die eine Studie aus und verwirft die andere Studie.

    Was die Homöopathie angeht, so hat beispielsweise die Carstens-Stiftung solch eine Doku und Gesamtübersicht hier publiziert:

    http://www.carstens-stiftung.de/wissen/hom/pdf/Stand_der_Forschung_Homoeopathie_07MAR06.pdf

    Fortsetzung folgt…

  16. Elmar Breitbach
    Claus Fritzsche schreibt

    Fortsetzung…

    Der Verweis auf das Fehlen einer Plazebo-Kontrollgruppe in der Charité-Studie ist wiederum eine sinnentstellende Vereinfachung. Die Wahl eines Forschungsdesigns ist in Abhängigkeit von den Untersuchungszielen vorzunehmen. Die Charité-Studie hat keine Wirksamkeit des homöopathischen Präparats zeigen wollen (hier wäre eine Plazebo-Kontrollgruppe nötig gewesen), sondern die Wirksamkeit des therapeutischen Settings. Eine Plazebo-Kontrollgruppe macht hier überhaupt keinen Sinn, stattdessen der Vergleich unterschiedlicher therapeutischer Settings. Und genau hier liegt der Wert der Charité-Studie.

    In Sachen Methodik gibt es somit nicht nur Schwarz und Weiß. Siehe Prof. Joachim Hornung :
    http://www.datadiwan.de/netzwerk/index.htm?/hornung/ho_004d_.htm

    Fortsetzung folgt…

  17. Elmar Breitbach
    Claus Fritzsche schreibt

    Fortsetzung…

    Der Verweis, Focus, Spiegel & Co. dienen der "Unterhaltung des Stimmvolkes" ist wiederum eine sinnentstellende Pauschalisierung. Die Qualität eines Berichtes in diesen Medien ist nicht mit einem wissenschaftlichen Fachartikel zu vergleichen (das Kommunikations-Ziel ist auch ein anderes). Eine Aussage zu einem Artikel von Focus, Spiegel & Co. kann jedoch nur im Einzelfall als wahr oder falsch überprüft werden, nicht pauschal. Trotzdem vielen Dank für diese Klarstellung. Mal sehen, was sich da machen lässt, dass die entsprechenden Redaktionen einen Blick auf diese Diskussion werfen, welche aus meiner Sicht GWUP-typische Züge aufweist.

    Fortsetzung folgt…

  18. Elmar Breitbach
    Claus Fritzsche schreibt

    Fortsetzung…

    Um zu vermeiden, dass wir uns hier im Kreise drehen, fasse ich hier nochmals Kerngedanken zusammen, auf welche mir bisher weder ein GWUP-Sympathisant noch ein GWUP-Mitglied (geschweige denn der Vorstand dieses Clubs) eine schlüssige Antwort geben konnte:

    Wenn es sich bei der GWUP angeblich um eine wissenschaftlich orientierte Vereinigung handelt, warum unterschlägt sie dann den Besuchern ihrer Homepage die fundamentale Kritik am Buch "Die Andere Medizin". Und warum weicht sie ängstlich einer Diskussion über die Aussagen meines Offenen Briefes aus:

    http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup10-die_andere_medizin.html

    Es spricht doch nichts dagegen, wenn die GWUP hier eine andere Meinung vertritt und sie sauber artikuliert. Warum tut sie jedoch so, als gäbe es keine Kritik und als gäbe es nur Kritik von unwissenschaftlicher Seite. Es ist doch schon beachtlich, wenn in Prof. Karl Ludwig Resch ein Freund von Prof. Edzard Ernst (dem Schlussgutachter des Buches), der mit ihm gemeinsam publiziert, ihm in der FORSCHENDEN KOMPLEMENTÄRMEDIZIN zur Hilfe eilt, dabei jedoch in Wirklichkeit schwer belastet. Und warum verschweigt die GWUP, dass Prof. Edzard Ernst die Kritik von Kienle und Kiene im DEUTSCHES ÄRZTEBLATT so ernst nimmt, dass er darauf in einem Leserbrief antwortet.

    Ich glaube die Antwort zu wissen: Was wissenschaftlich und unwissenschaftlich ist, das entscheidet die GWUP je nach Lage der Dinge selbst, ohne darüber Rechenschaft abzugeben und so, wie es ihr gerade ins Konzept passt. Und zwar willkürlich und pseudo-wissenschaftlich.

    Claus Fritzsche

    P.S. Und mir ist schon klar, dass diese meine Frage auch an dieser Stelle nicht beantwortet wird.

  19. Elmar Breitbach
    Ben Kuechler schreibt

    Hallo Claus!

    Deine Fragen koennten in Essen beantwortet werden. Komm doch zur auf der GWUP Seite beworbenen Konferenz. Da kannst Du die Autorin Krista Federspiel und den ganzen Vorstand treffen und sprechen (und wenn Du willst auch mich). "Wirksamkeit des therapeutischen Settings" – das ist nur eine Nebelkerze (oder wie Du es ausdrueckst "eine sinnentstellende Vereinfachung"). Wenn es nur darum ging, ist Homoeopathie nicht besser (oder schlechter) als Handauflegen oder Gesundbeten.

  20. Elmar Breitbach
    suse schreibt

    ja, denn die Frage ist falsch gestellt.
    woher sollten die meisten hier wissen, welche Kriterien die GWuP an Wissenschaftlichkeit stellt?

    Mir scheint viel mehr, daß Du ein Problem hast mit dieser Vereinigung und speziell mit diesem Buch.
    ich denke, ich sollte es mir mal besorgen. So gesehen war also Dein Beitrag für mich ein voller Erfolg.

    Daß Du hier eine Menge Autoritäten (von denen nicht ein einziger mir geläufig ist) anfühst, spricht nach meiner Erfahrung nicht gerade für Dich.
    Autoritätsbeweise sind die schwächsten, die es gibt.
    Man muß schon einen Sachbeweis bringen.

    und gerade in klilnischen Studien sollte es möglich sein, klinische Werte zu nehmen (Streßbelastung über einen Bluttest, Schmerzbelastung über fMRI mit entsprechender Aktivität im Hirn etc pp)

    und nicht zuletzt kann man bei Deinen Beiträgen sehen, daß auch du nur in einer Richtung prüfst, nämlich mit Deine r Hypothese.
    Das ist eine unsaubere arbeitshaltung.

    ich denke, Du solltest mit der GWUP direkt kommunizieren.
    Die haben ein eigenes Fachblatt. Warum schreibst du nicht einen Artikel für sie? Ich nehme zwar an, daß Du gewisse Formvorschriften einhalten mußt (sicher ist der Umfang einer wissenschaftlichen arbeit einfach zu groß….).
    aber wenn sie wissenschaftlich auber arbeiten, hast du eine Chance, daß er gedruckt wird. Allerdings sicher auch kommentiert. Nun, ich denke, dort ist Deine Kritik sinnvoller aufgehoben.
    und soweit ich weiß, kannst Du dann vielleicht sogar von der Autorin des von Dir bemängelten Werkes eine Gegenkritik erhalten, denn soweit ich recherchiert habe, ist sie dort Mitglied.
    ICh habe einige ihrer Publikationen gelesen (trotz Zeitmangels – waren einfach interessant), und halte sie für durchdacht.

    Grüßle
    S.
    warte noch immer auf die saubere Studie.

  21. Elmar Breitbach
    Claus Fritzsche schreibt

    Hallo Ben,

    die Geschäftsführung der GWUP ist von mir über meinen Offenen Brief informiert worden. Ich habe auch eine Empfangsbestätigung erhalten. Herr Sarma hat es jedoch vorgezogen, nicht zu antworten und seine Irreführung per Pressenotiz vom 18.05. sogar noch fortzusetzen.

    Was ich anmahne ist eine offizielle Stellungnahme der GWUP zu den Vorwürfen und Fakten in meinem Offenen Brief und eine offene transparente Darstellung der Kritik zu diesem Buche. Und zwar nicht auf einem Vereinstreffen der GWUP, sondern auf ihrer Homepage und in ihren Pressemeldungen.

    Dein (bestimmt gut gemeinter) Vorschlag hat somit den Charakter, als ob ein Nachrichtenmagazin einen Politiker X vorsätzlich irreführend und diskreditierend darstellt und bei Androhung einer Gegendarstellung und einstweiligen Verfügung dem Politker den Vorschlag macht, doch einmal in der Redaktion vorbeizuschauen, weil dort der verantwortliche Redakteur darüber aufklären könnte, warum er garantiert Recht hat.

    Wenn du also etwas gutes tun willst, dann setze dich für eine offene Darstellung dieser Kontroverse auf der GWUP-Homepage ein. In früheren Fällen habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass es der GWUP nicht um einen offenen (wissenschaftlichen) Diskurs, sondern um die Beherrschung der medialen Deutungshoheit geht.

    Gruß… Claus

    Zur plattenspieler-artigen Reklamation einer Studie seitens S.:

    Studiere die einschlägigen Fachzeitschriften wie z.B. FORSCHENDE KOMPLEMENTÄRMEDIZIN, Homeopathy, Complementary Therapies in Medicine oder Natural Standard. Hier findest du massenhaft Studien, welche den therapeutischen Effekt komplementärmedizinischer Therapien stützen. – Übrigens bist du auf keines meiner Argumente eingegangen.

  22. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    Suse heißt sie. 😉
    Gruß
    S.

  23. Elmar Breitbach
    Claus Fritzsche schreibt

    Na, was ist S.?

    Hast du schon einige Ausgaben von FORSCHENDE KOMPLEMENTÄRMEDIZIN, Homeopathy, Complementary Therapies in Medicine oder Natural Standard studiert?

    Du wolltest nur eine Studie und hast jetzt ganz viele bekommen…

    Zu deinem Kommetar:
    "ja, denn die Frage ist falsch gestellt.
    woher sollten die meisten hier wissen, welche Kriterien die GWuP an Wissenschaftlichkeit stellt?"

    Was die Komplementärmedizin und Wissenschaftlichkeit angeht, fängt es damit an, dass die GWUP als Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von… zunächst einmal zumindest einen einzigen Forscher auf diesem Gebiet haben sollte und zumindest einige einzige Publikation zur komplementärmedizinischen Forschung in einer qualitativ geprüften wissenschaftlichen Fachzeitschrift vorweisen sollte.

    Hat sie jedoch nicht. Und kann sie nicht… 😉

    Aber auch ohne eigene Forscher könnte die GWUP die Kriterien, nach denen sie beispielsweise bestimmte Publikationen zitiert und andere verwirft, zumindest auf ihrer Homepage dokumentieren. (Es spricht ja nichts dagegen, wenn sich Laien mit diesem Thema beschäftigen.) Macht sie aber nicht.

    Was lernen wir daraus: Wo Wissenschaft drauf steht, muss noch lange nicht Wissenschaft drin sein…

    Weiterhin unterhaltsame Sprachlosigkeit wünscht…

    Claus

  24. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    nein, ich werde den Deibel tun und Geld, das ich nicht habe, für solche Blätter ausgeben.
    ich schrieb ja, ich kannte Wallach.

    Weiterhin habe ich Deinen Namen mal bei Google eingegeben und – mir wird ganz grün zumute. Übrigens siehst Du erstaunlich seriös aus, aber das ist nicht verwunderlich. Du versuchst auch seriös aufzutreten, nur glaube ich Dir inzwischen gar ncihts mehr. Du ziehst durch Dutzende von Foren (und hast auch selbst mehrere, wobei das seriöse mit dem betriebswirtschaftlichen Hintergrund ganz ohne Eso-Elemente auskommt)

    auch habe ich recherchiert, weshalb das von Dir beklagte Buch einen Auslieferungsstop hatte.
    Es ist wieder auf dem Markt. Nur ein einziger Medikamenten-Name darf nicht genannt werden.

    Du mußt sehr viel Zeit haben, denn wenn man Deine Aktivitäten so aufgelistet sieht… ich habe die jedenfalls nicht.

    Mit hochachtungsvoller Verabschiedung
    S.

  25. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Nun wirds irgendwie öde, wenn ich das mal so sagen darf. Kinderkram. Wer schafft es, den letzten Kommentar zu schreiben. Auch unter Vernachlässigung eines sinnvollen Inhalts. Wenn´s so weitergeht, dann mache ich die Kommentare dicht.

    M. E. ist ohnehin alles gesagt….

  26. Elmar Breitbach
    Hermann Schurz schreibt

    Was das Buch "Die andere Medizin" angeht, muss man gar nicht so tief in die Materie einsteigen. Die Tatsache, dass die Stiftung Warentest das Buch damals komplett vom Markt genommen hatte, spricht doch für sich. Wenn es sich nur um ein paar Kleinigkeiten gehandelt hätte, wäre das Buch in einer korrigierten Auflage wieder erschienen. Das war offensichtlich nicht der Fall. Daraus ist der Schluss zu ziehen, dass das Buch gravierende Mängel hatte und zurecht vom Markt verschwand. Ich selber habe es einmal in einer städtischen Bibliothek ausgeliehen und Teile gelesen. Ich war entsetzt, wie oberflächlich und falsch einige Themen abgehandelt wurden. Leider wird aus dem Buch auch heute noch von Autoren zitiert, die sich kritisch mit der Naturheilkunde auseinandersetzen.