Frau mit Bart



Erhöhte männliche Hormone haben nicht nur oft einen ungeregelten Zyklus zur Folge. Die hormonellen Störungen führen oft auch zu kosmetischen Problemen. Diesem Thema widmet sich „Das Tagebuch einer Haarigen„. Wobei man den Eindruck haben kann, dass sie das zwar als Problem ansieht (sonst würde es das Tagebuch nicht geben), der Umgang damit ist jedoch sehr interessant, wie man auch ihrer Vorstellungs-Seite „Frau mit Bart“ entnehmen kann:

Vor ein paar Tagen saß ein 8jähriger neben mir, schaute mich plötzlich forschend an und fragte: “Kriegst du einen Bart?” “Ja.” “Aber das geht doch gar nicht!” “Warum geht das nicht?” “Ich weiß auch nicht warum. Aber irgendwie weiß ich ganz genau, dass das eigentlich gar nicht geht.”

Ich liebe diese Fähigkeit von Kindern, sich über nicht Alltägliches zu wundern, nachzufragen, genau hinzuschauen.

Ja, ich kriege seit fast 20 Jahren einen Bart. Ich habe bisher versucht, ihn mit allen Mitteln zu verstecken: Bleichen, Zupfen mit Pinzette und Maschine, Rasieren, Schmirgeln, beim Gespräch mit anderen die Hand davorhalten, dicke Halstücher tragen oder halt gar nicht erst unter Menschen gehen.

Ich hab es satt. Ich will mich ändern.


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Kommentar

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8 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Das Problem haben viele Frauen (unter dem Kinn, unter der Nase usw.)und es liegt nicht (nur) an männliche Hormone. Vielleicht ist es auch wegen PCO, oder an den Genen.
    Aber den genauen Grund hat man noch nicht gefunden. Und Behandlungen git es auch nicht.
    Die dunkelhaarige Frauen haben damit eher ein Problem, weil man die Haare auch sieht.
    Die Blondinen haben es hier leichter.
    Und es ist auch wirklich nichts zu lachen, Doc! Die Frauen leiden.

  2. Elmar Breitbach
    Tom schreibt

    Wer hat denn hier gelacht? Ich verstehe den Beitrag als Hinweis auf ein interessantes Blog.

  3. Elmar Breitbach
    Pat schreibt

    Ich höre auch kein Lachen, sondern eher eine Wertschätzung und Achtung.

  4. Elmar Breitbach
    tintenklecks schreibt

    Tolle Frau, die sich so offen und humorvoll darüber äußert – und offensichtlich nicht stehenbleiben will.

  5. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Ich habe nicht gesagt dass der Doc lacht, sondern dass die Geschichte für Betroffene nicht lustig ist.
    Dass nun diese Frau darüber lachen kann ist es ihr Problem. Ich kenne keine Frau die das machen kann.
    Es ist eher traurig sich mit so etwas zu plagen.

  6. Elmar Breitbach
    Frau mit Bart schreibt

    Danke für die Blumen, tintenklecks :). Der Weisheit letzten Schluss habe ich noch nicht gefunden, aber es gab eine Entwicklung in den letzten Jahren. Anfangs fand ich mich bäh, habe mich versteckt, epiliert, rasiert, geschämt usw. Heute weiß ich, dass ich mich annehmen kann, wie ich bin, dass mein Körper wunderbar ist (wenn auch ein wenig außergewöhnlich). Es gibt noch viel zu lernen und zu entdecken und darauf freue ich mich.

    Übrigens habe ich nicht zu viele Androgene, ist alles im Normbereich. Dem Bart ist das egal :D.

    @Ich
    "Dass nun diese Frau darüber lachen kann ist es ihr Problem. Ich kenne keine Frau die das machen kann."
    Ich könnte mich auch den ganzen Tag darüber ärgern, aber ich bin nicht dazu verpflichtet :D. Ich weiß, dass viele Frauen leiden, sehr sogar. Und ich will glücklich sein und mit diesem Lebensgefühl andere anstecken. Seit ich die Interviews mit Jennifer Miller (bärtige Entertainerin) gesehen habe, weiß ich, dass das geht.

    Es gibt übrigens einen ganz wunderbaren Blog von einer außergewöhnlichen Frau, die ihren Bart seit inzwischen schon 131 Tagen wachsen lässt: http://fraumitbart.wordpress.com/2008/08/06/

  7. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Jeder macht sein eigenes Glück.
    Der eine lässt sich so wie die Natur will, der andere kämpft ständig um ein besseres Aussehen, ob äusserliche, oder innerliche.
    Ich frage mich: wenn man Testosteron nimmt wird man männlich und bekommt Bart.
    Wenn man weibliche Hormone nimmt, wird man dann weiblicher vielleicht und man bekommt keine Haare wo man sie nicht braucht?

  8. Elmar Breitbach
    Frau mit Bart schreibt

    Der Hormonhaushalt ist wie ein sehr empfindliches Mobile. Wenn du an einer Stelle etwas dazugibst, bewegt sich alles mit, bis der Körper wieder ein Gleichgewicht findet. Leider ist es oft nicht vorherzusehen, in welche Richtung die Bewegung geht. Wenn du "weibliche" Hormone dazugibst, heißt das noch nicht, dass die "männlichen" ihre Wirkung verlieren. Es kann sein, dass der Körper die Eigenproduktion von weiblichen Hormonen einschränkt, um Ausgleich zu schaffen. Es kann auch sein, dass er mehr männliche Hormone produziert. Bisher habe ich nur von sehr wenigen Frauen gehört, die mit Hormonpräparaten weniger Haarwuchs erreicht haben. Dafür von sehr vielen, die von Pille & Co. v.a. langfristig sehr heftige Nebenwirkungen hatten.