Fortschritte bei der Gebärmuttertransplantation?


Bereits vor 4 Jahren gab es einen Artikel zu diesem Thema in der Ärztezeitung, auf den ich hier verlinkte.

Schwedische Wissenschaftler sind nun offenbar einige Schritte weitergekommen, wie die BILDzeitung schreibt (in einem bemerkerkenswert informativen und unaufgeregten Artikel) wenngleich die Transplantation von Gebärmüttern bisher nur an Tieren erfolgreich getestet wurde. Professor Mats Brännström von der Universität Göteburg in Schweden und sein Team haben bereits bei Mäusen, Ratten, Schafen und Schweinen erfolgreiche Transplantationen vorgenommen.

In den Original-Artikel berichtet Brännström, dass diese Methode am Menschen bisher einmal durchgeführt wurde, leider führte diese im Jahre 2000 durchgeführte Transplantation zu einer Abstoßungsreaktion nach 4 Monaten.

Ob eine Lebendspende oder die Übertragung eines Organs von einer toten Spenderin besser sei, ist Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen:

[…] bevorzugen Transplantate von toten Spenderinnen. Begründung: Nur so kann die Gebärmutter mit allen wichtigen Blutgefäßen transplantiert werden. Das ist wichtig, damit die verpflanzte Gebärmutter auch die Strapazen einer Schwangerschaft übersteht. Das Transplantat soll allerdings nur zeitlich begrenzt im Körper der Empfängerin bleiben. Der Grund: Eine mehrjährige Einnahme der Medikamente gegen Abstoßung sind eine starke Belastung für den Körper. Nach ein oder zwei Schwangerschaften sollte der Uterus daher wieder entfernt werden.

Brännström M, Díaz-García C
Transplantation of female genital organs.
J Obstet Gynaecol Res. 2011 Apr;37(4):271-91


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Kommentar

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10 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    chesire schreibt

    Hmm. Der Link zur Aerztezeitung zeigt ins Nirgendwo :/

    Spontan stellen sich mir zwei Fragen:
    a) War die Frau mit der abgestossenen Gebaermutter schwanger? (Nebenbei bemerkt, es beeinduckt mich doch immer wieder, wenn solche Versuche in arabischen Laendern (hier gemaess Bild Saudi Arabien) durchgefuehrt werden.)
    b) Wenn die Immunsuppressiva den Koerper der Frau so stark belasten, dass nur eine zeitlich begrenzte Transplantation ins Auge gefasst wird, was machen sie dann mit dem noch ungeborenen Kind?

  2. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Blöd, das mit dem Link habe ich nicht geprüft, sorry.

    Gute Fragen. Wobei z. B. schwangerschaften bei Nierentransplantierten inzwischen kein großes Problem mehr darstellen. Zu a) kann ich leider auch nichts Erhellendes beitragen.

  3. Elmar Breitbach
    Frau Neugier schreibt

    Wenn man schon ganze Gebärmütter und auch Eierstöcke transplantieren kann, wie ist es denn mit Eileitern? Ich habe immer das Gefühl, dass sich auf dem Gebiet der veschlossenen Eileiter so gar nichts tut. Wird hier eigentlich auch noch weiter geforscht?
    Würde mich einfahc interessieren…
    LG!

  4. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Natürlich wird hier geforscht. Wenn Eileiter jedoch mit mikrochirurgischen Methoden (die laufend verbessert werden) in ihrer Funktion nciht wieder herstellbar sind, dann ist hier eben noch die IVF möglich und sicherlich weniger belastend als eine Eileitertransplantation. Bei der Gebärmutter ist die Sachlage anders, diese ist mit anderen Methoden nicht zu ersetzen, sieht man mal von der Elihmutterschaft ab.

  5. Elmar Breitbach
    Frau Neugier schreibt

    Ich habe in einem anderen Forum etwas gelesen über Moor-Behandlungen bei verschlossenen Eileitern, die durch Wärme die Eileiter wieder befreien sollen. Klingt erst mal schwachsinnig, wurde dann aber so erläutert, dass die Wärme körpereigene Flüssigkeiten anregt und so die verklebten Eileiter befreit. Eine Verklebung sei nämlich nie komplett, da sie im körperinneren nicht austrockne.
    Ein Teil in mir sagt mir, dass das nur Geldmacherei mit verzweifelten Menschen ist, der andere Teil ist so verzweifelt, dass er fast alles probieren würde…
    Und es ist wenigstens mal ein anderer Ansatz, als nur mit IVF zu winken, wenn die Eileiter zu sind…
    LG!

  6. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Vaginale Moorbehandlungen sind ein alter Hut und funktionieren auch bei chronischen Unterbauchschmerzen recht gut. Neu ist nur, dass es diese Tampons auch zur Selbstapplikation gibt. Narbig verschlossene Eileiter lassen sich damit selbstverständlich nicht wieder öffnen. Und dass eine Verklebung nie komplett ist, kann ich persönlich ausschließen. Ich habe schon ein paar Eileiter gesehen in den letzten beiden Jahrzehnten.

  7. Elmar Breitbach
    stürtz schreibt

    meine tochter von geburt hat keine gebärmutter…eierstöcke hat sie…meine frage..kann man meine gebärmutter transplantiren? sie wird 18jahre…Lg.Elena

  8. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ stürtz : Leider gibt es aktuell nur einiges an Forschung dazu, aber noch keine konkreten Fortschritte. Es wäre zu hoffen, dass Ihre Tochter die Fortschritte in einigen Jahren nutzen kann.

  9. Elmar Breitbach
    Larry schreibt

    Hallo! Durch eine Tumorerkrankung muss meiner Frau baldmöglichst die Gebärmutter entfernt werden. Sie bedeutet mir alles und Sie ist die erste Person mit der ich mit Vorstellen kann Kind(er) zu haben. Wenigstens ein Kind mit Ihr wäre ihr und auch mein größter Wunsch. Sollte irgendjemand (Leimutterschaft können wir uns leider niemals leisten) kennt würden wir alles dafür geben. Die Trauer mit 30 schon zu erfahren das wir keine Kinder haben können ist zu groß. Larry (erreichbar unter :LLarry01: dann :(at): und dann :hotmail.com:)

  10. Elmar Breitbach
    isabell schreibt

    hey…
    ich würde mir nichts auf dieser welt mehr wünschen, als in ein paar jahren ein eigenes kind..
    leider wurde mir im alter von 12 jahren gesagt, dass das nicht möglich sein wird..
    auser man würde in der gebärmutter transplantation weiter kommen!
    und wenn ich durch eine transplantatin nur ein kind auf die welt bringen könnte…das wäre das schönste!! und so viele tränen weniger!
    falls irgendwer etwas neues weis bitte unbedingt melden!
    isabell.schwaiger@gmx.at

    glg