Europäische Ergebnisse der Kinderwunschbehandlung


Der sechste Bericht der europäischen Gesellschaft für „Human reproduction and endocinology“ (ESHRE) zu den Ergebnissen der Kinderwunschbehandlung in Europa für das Jahr 2002 wurde in der neuesten Ausgabe von „Human Reproduction“ veröffentlicht.

aus 25 Ländern berichteten 631 Kliniken über 324.238 Behandlungszyklen. Diese verteilten sich wie folgt:

IVF: 122.634
ICSI: 135.048
Kryotransfers: 57.162
– Eizellspende: 7.677
– Präimplantationsdiagnostik: 1.563
– In Vitro Maturation: 154

Im Vergleich zum Jahr 2001 bedeutet dies einen Anstieg der Behandlungen um 12%. Des weiteren wurden die Zahlen zur intrauterinen Insemination aus 17 Ländern gemeldet (Deutschland hat hier kein zentrales Register). Es fanden 93.284 Inseminationen statt. Davon 78.505 mit Spermien des Partners und 14.779 mit Samen eines Spenders. Bei Inseminationen mit Spermien des Partners betrug die Schwangerschaftsrate 11,6% pro Zyklus bei Frauen, die jünger als 40 Jahre alt waren, bei älteren Frauen war die Erfolgsrate mit 7,8 erwartungsgemäß niedriger.

Die durchschnittliche gesamteuropäische Schwangerschaftsrate für die IVF betrug 29.5% und für die ICSI 29.4%, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Verteilung der Zahl transferierter Embryonen war wie folgt:

– 1 Embryo: 13,7%
– 2 Embryonen: 54,8%
– 3 Embryonen: 26,9%
– 4 und mehr Embryonen: 4,7%

Es resultierten 75,5% Einlingsschwangerschaften, 23,2% Zwillinge und 1,3% Drillinge (0.0 bis 5.2%). Die Mehrlingsrate sank damit im Vorjahresvergleich um ein Prozent.

Die durchschnittlichen Ergebnisse aus Deutschland für dieses Jahr entsprechen wie schon im Jahr davor denen des Europäischen Durchschnitts, wie im Deutschen IVF-Register nachzulesen ist.

Assisted reproductive technology in Europe, 2002. Results generated from European registers by ESHRE.

Hum Reprod. 2006 April


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Kommentar

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3 Kommentare
  1. Andra
    Andra schreibt

    Danke für die Statistik, auch wenn sie schon so alt ist.
    Wäre interessant zu wissen auch wie das alles in verschiedene Länder finanziert wird, wie viele Betroffene sich eine Behandlung leisten könnten und die Voraussetzungen.
    Ich habe versucht vor 2 Jahren so etwas heraus zu finden. Leider konnte ich nur für einige Länder Informationen finden:
    1. Die Preise sind ungefähr dieselben überall, dass heißt für mich, es hängt nicht and den Löhne und Kosten die sehr verschieden sind, sonder an andere Kosten die überall dieselbe sind. Welche weiß ich immer noch nicht, und auch nicht wie man die verringern könnte. Macht sich jemand Gedanken darüber?
    2. Die Voraussetzungen sind sehr verschieden: es gibt sehr liberale Länder wo alle behandelt werden dürfen, ohne Grenzen und wo auch fast alles von der Kasse finanziert wird (GB, NL, Frankreich, mir scheint auch Belgien).
    Altersgrenzen sind meistens bis 45 für die Frau, keine für den Mann.
    Die meisten Länder bieten auch fast alle mögliche Behandlungen.
    Die liberalsten Länder: GB, Frankreich und ich denke auch Osteuropa (nicht nur Czechien). Die strengsten: Deutsch sprechende Länder (DE,CH, Ö) und Italien.
    Wie gesagt ich habe für die Länder recherchieren können die etwas auf Internet haben und wo ich auch die Sprache verstehen konnte: Ö, Schweiz, GB, Spanien, Denmark, Schweden, Frankreich, Italien, NL, Belgien, für Griechenland wenig Informationen gefunden, auch wegen der Sprache.
    Ich habe die Tabelle grade nicht dabei.

  2. E. Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Danke für den Kommentar. Die Statistisk ist nicht alt. Sie ist gerade in Human Reproduction erschienen, wie im Artikel eingangs erwähnt. Die Ausarbeitung der Statistiken dauert offenbar seine Zeit.

  3. […] nur zu gerne in der Auffassung, dass die Behandlungserfolge im Ausland deutlich besser seien, was jedoch nachweislich nicht stimmt. Man kann jedoch den Eindruck gewinnen, dass die Verunsicherung deutscher Patienten zur […]