Erste Kinder nach CGH geboren


Comparative Genomic Hybridization (CGH) ist eine Technik mit deren Hilfe man alle Chromosomen eines Embryos untersuchen kann. Bei den bisher durchgeführten Techniken der Präimplantationsdiagnostik ließen sich lediglich bis zu 9 Chromosomen untersuchen.

Dies hat letztlich zur Folge, das man sich auf die Chromosomen konzentrierte, bei deren Fehlverteilung häufiger Fehlgeburten auftreten. Eine systematische Untersuchung aller Chromosomen, also auch derer, die für die ausbleibende Einnistung verantwortlich sind, war bisher jedoch nicht möglich.

Bei den bisher verwendeten Techniken mussten auch üblicherweise bei Embryonen im 8-Zell-Stadium zwei Zellen entnommen werden, die man dann untersuchte. Diese relativ rabiate Vorgehensweise führte zum einen aufgrund von Mosaikbildungen (nicht alle Zellen eines Embryos haben den gleichen Chromosomensatz) zu Fehldiagnosen und sogar eher vergleichsweise schlechten Schwangerschaftsraten. Mehr zu diesen Techniken finden Sie in einem älteren Artikel dieser News

Aktuell gehen verschiedene Meldungen aus den USA über den „Ticker“, die über die ersten Geburten nach dieser Technik berichten.

Ob diese Techniken in Deutschland wirklich verboten sind, kann aktuell nicht abschließend gesagt werden, da vor knapp einem Jahr ein Berliner Arzt eine solche Therapie ungestraft durchführte.

Abschließend sei noch einmal auf die Übersicht verschiedener Techniken der Präimplanationsdiagnostik hingewiesen.


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2 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    In Zukunft werden wir also nicht mehr über die herkömmliche PID diskutieren, sondern über CGH. Denn nach der obigen Beschreibung scheint diese viel effektiver zu sein. Wobei sicher nach der Geburt nur weniger Kinder nach Anwendung dieser Technik noch keine Aussage darüber getroffen werden kann, wie hoch die Schwangerschaftsraten sind.

    Das Argument für die PID, man könne ja eh nur auf wenige genetisch bedingte Krankheiten untersuchen und sowieso nicht auf alles, entfällt hingegen.

  2. Elmar Breitbach
    Tonihase schreibt

    Ich kenne über 3 Ecken selbst ein Paar, wo beide zufällig Träger einer Erbkrankheit sind, die sowas ähnliches wie Glasknochen hervorruft und die dadurch schon 2 Kinder verloren haben, weil diese nicht lebensfähig sind. Wäre nur einer der Träger, wären die Kinder gesund, da das Gen nicht dominant ist aber so haben sie zwar theoretisch eine 50% Chance aber bisher hatten sie kein Glück. Ihnen könnte so ein Test sicher helfen und hat ja überhaupt nix mit Designerbaby zu tun. Kann mir nur wünschen, dass in solchen Fällen eine Genuntersuchung erlaubt wird.