Erfolgsraten der Kinderwunschbehandlungen in Europa (2004)


Auch dieses Jahr wieder eine Jahresstatistik der europäischen Ergebnisse zur künstlichen Befruchtung im europäischen Ausland. Die Statistik hinkt traditionell sehr stark hinterher, es ist also kein Druckfehler von mir, diese aktuellen Zahlen beziehen sich auf die Ergebnisse des Jahres 2004. [in eckigen Klammer die Zahlen des Vorjahres]

Zahlen der Behandlungen

  • 29 Länder meldeten ihre Zahlen zur künstlichen Befruchtung [28]
  • die Statistik stützt sich auf die Ergebnisse von insgesamt 785 Kliniken [725]
  • Insgesamt wurden 367.066 behandlungszyklen durchgeführt [365.103]
  • IVF: 114.672 [132.932]
  • ICSI: 167.192 [162.149]
  • Kryozyklen: 71.997 [60.412]
  • Eizellspende: 10.334 [7.548]
  • Zyklen mit Präimplantationsdiagnostik: 2.701 [1.956]
  • In Vitro Maturation: 170 [109]

Die Zunahme der Behandlungen gegenüber dem Vorjahr war in diesem Jahr wesentlich geringer, da es in Deutschland durch das Gesundheitsmodernisierungsgesetz zu einer drastischen Reduktion der Behandlungszahlen kam.

Zahl der Inseminationen

  • 115.980 Inseminationen aus 20 Ländern wurden erfasst
  • Davon 98.388 mit den Spermien das Partners
  • 17.592 wurden mit Spenderspermien durchgeführt

Ergebnisse

  • 14 Länder meldeten sämtliche künstliche Befruchtungen, in diesen wurden 248.937 Behandlungen bei 261,6 Millionen Gesamtbevölkerung in diesen Ländern durchgeführt. Somit wurden in diesen Ländern 1095 Zyklen pro Million Einwohner durchgeführt [1022].
  • Schwangerschaftsraten pro Eizellentnahme und pro Transfer lagen bei 26,6% bzw. 30,1% [26,1 und 29,6%].
  • Für die ICSI lagen diese Zahlen bei 27,1% and 29,8% [26,5% und 28,7%].
  • Behandlungen mit Spenderspermien führten in 12,6% der Fälle zu eine Schwangerschaft, wenn die Frauen jünger als 40 Jahre alt waren [12,2%]
  • Zahl der transferierten Embryonen:
    • 1 Embryo:19,2% [15,7%]
    • 2 Embryonen: 55,3% [55,9%]
    • 3 Embryonen: 22,1% [24,9%]
    • Mehr als 3: and 3,3% [3,5%]

    Wobei hier wieder zu erwähnen ist, dass die Zahlen sehr unterschiedlich in den verschiedenen Ländern sind

  • In Folge von IVF und ICSI traten 77,2% [76,7%] Einlingsschwangerschaften, 21,7% [22,0%] Zwillinge und 1,0% [1,1%] Drillinge ein.

Die Unterschiede zum Vorjahr zeigten die richtige Tendenz, jedoch nur sehr gering ausgeprägt. Die Schwangerschaftsraten und Behandlungszyklen stiegen leicht an, währen der Anteil der Mehrlingsgeburten sank.

Und einmal mehr sei der Hinweis erlaubt, dass die Zahlen aus Deutschland den Vergleich mit den ausländischen Ergebnissen nicht zu scheuen brauchen.

Andersen AN, Goossens V, Ferraretti AP, Bhattacharya S, Felberbaum R, de Mouzon J, Nygren KG; The European IVF-monitoring (EIM) Consortium, for the European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE).
Assisted reproductive technology in Europe, 2004: results generated from European registers by ESHRE.
Hum Reprod. 2008 Feb 14 [Epub ahead of print]


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Kommentar

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6 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    gernemama schreibt

    Auch wenn die Zahlen nur gering gestiegen sind, hat sich doch was verbessert.
    Besonders gefällt mir der letzte Absatz.
    Danke

  2. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Besonders gefällt mir der letzte Absatz.
    Danke

    Bitte. Mir auch 😉

  3. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich freue mich, dass hier erstmalig auch Erfolgsraten nach HI genannt werden.

    Hat sich da Deutschland auch an der Meldung der Daten beteiligt?

  4. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Bei IVF und ICSI sind auch deutsche Daten enthalten, wobei HI-Daten und auch homologe Insemination nicht zentral erfasst werden und ich daher nicht weiß, inwieweit da auch deutsche Zahlen eingegangen sind

  5. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Eine kurze Frage: Liege ich richtig, dass die Zahlen in den eckigen Klammern die von Deutschland sind?

  6. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    steht oben: [in eckigen Klammer die Zahlen des Vorjahres] 😉