Kinderwunsch: Nachrichten aus Fach- und Laienpresse

Leidensdruck von Endometriose-Patientinnen wird unterschätzt

8

Endometriose beeinträchtigt die Lebensqualität von Frauen oftmals mehr als andere chronische Erkrankungen wie Rheuma oder Krebs. Das ist das Ergebnis einer Pilotstudie, welche die Hannoveraner Gesundheitsökonomin Iris Brandes in der Fachzeitschrift «Geburtshilfe und Frauenheilkunde» vorstellte, so berichtet „Die Standard“.

Demnach weisen Frauen mit Endometriose erhebliche Beeinträchtigungen im sozialen und beruflichen Umfeld auf. «Psychosozialen Aspekten sollte bei der Endometriose-Behandlung eine größere Bedeutung beigemessen werden», fordert Brandes daher.

Der Studie zufolge sehen die Betroffenen ihre psychische Lebensqualität deutlich stärker durch die Krankheit gemindert als Vergleichsgruppen von Patientinnen mit Rheuma oder Arthritis, mit chronischer Herzschwäche oder auch mit Krebs.

Weiteres Ergebnis der Untersuchung sind Mängel in der Versorgung der Frauen: Denn vom Auftreten der ersten Beschwerden bis hin zur Diagnose vergehen durchschnittlich sieben Jahre. Und unter einer hohen Zahl von Arztkontakten bis zur Diagnose leiden laut Brandes sowohl die psychische als auch die körperliche Lebensqualität.

Eine Studie der EAPPG (Endometriosis All Party Parliamentary Group), die im April 2005 vorgestellt wurde, zeigt dass diese Zahlen möglicherweise noch erschreckender sind: Dazu wurden die Angaben von 2599 Frauen aus dem EU-Raum ausgewertet. Sie zeigt, dass sich die Jahre bis zu einer korrekten Diagnose von bisher 7 auf 9 Jahre erhöht hat. Es wird davon ausgegangen, dass EU-weit 14 Millionen Frauen und Mädchen an Endometriose erkrankt sind.


Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

8 Kommentare
  1. Greta schreibt

    Ja, stimmt, und man hat schööön den ganzen Zyklus mit irgendwelchen üblen Beschwerden zu tun, denkt über Hormontherapien nach oder bekommt sie gerade, man braucht eines nicht mehr: Sowas wie ein „S…leben“. Das stört dabei nur *grmml*

    Gerad frisch downregulierte Grüße von Greta mit Endo

  2. Heike schreibt

    Hallo zusammen, ich hatte vor 4 Jahren die Diagnose – nach der OP – ging es mir so schlecht wie nie zuvor.
    Dank einer klassen Heilpraktikerin hat die mich mit der Naturheilkunde geheilt!!!
    In Österreich forschen und tun die mehr als hier – ich halte nix von der allg. Medizin, Endom. hat tiefe seelische Ursachen- die weit zurückliegen können. Das hab ich herausgefunden….Also gibt nicht auf und tut Euch was GUTES 🙂

  3. Heike schreibt

    Gibt es hier jemanden der trotz ENDO- später noch Kinder bekommen hat???
    Sonngige Grüsse Heike

  4. Gabriele schreibt

    Hallo Heike,

    was für alternative Therapie hast du gemacht?ich halte auch nichts von der
    allg.medizin.die haben mich mit der minipille behandeln wollen,das ich keine blutungen mehr habe,weil die schmerzen unerträglich waren.statt dessen wurden die blutungen noch stärker,20 tage ununterbrochen.ich habe die pille abgesetzt und habe mich dort nie mehr blicken lassen.
    dann habe ich bach blüten probiert,eine zeitlang hatte ich gar keine schmerzen,jetzt sind die wieder da…:-(((die akupunktur hat auch leider nichts genützt.möcte gerne wissen was bei dir funktioniert hat.
    liebe grüsse:-)

  5. xfrieda schreibt

    Die endometriose hat mein leben zerstört. Ohne kinder und mit regelmäßigen schmerzen und sehr starken blutungen, dyas ist doch nicht gerecht, oder?? ungewollt kinderlos allein würde doch schon reichen, aber dann noch von schmerzen gepeinigt?! Das ist wirklich zu viel!! Leider kann ich der endo nichts positives abgewinnen:(

  6. […] Natürlich stellt sich unabhängig von der Eizellzahl und der Qualität nach wie vor die Indikation für eine OPeration, wenn die Patientin Schmerzen hat, die die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen können […]

  7. […] und Stadieneinteilung nur durch die Bauchspiegelung möglich. Im Schnitt dauert es jedoch bis zu 10 Jahren bis zur Sicherung der Diagnose und der operative Aufwand wird gescheut, wenn man sich nicht sicher sein kann über das […]

  8. […] Natürlich stellt sich unabhängig von der Eizellzahl und der Qualität nach wie vor die Indikation für eine Oeration, wenn die Patientin Schmerzen hat, die die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen können […]