Embryonenspende in den Niederlanden


Eine niederländische Klinik hat angekündigt, kinderlosen Paaren die Adoption eines Embryos für eine eigene Schwangerschaft zu ermöglichen. Diese Vermittlung von befruchteten Eizellen solle „wahrscheinlich noch in diesem Jahr“ beginnen, teilte die Fortpflanzungsklinik in Leiden laut niederländischen Zeitungsberichten vom Montag mit.

Dazu will das „Medizinische Zentrum Kinderwunsch“ Embryonen verwenden, die bei künstlichen Befruchtungen übrig bleiben, das heißt, den entsprechenden Paaren nicht selbst eingepflanzt wurden. Die Spenderpaare müssten der Freigabe der Embryonen zustimmen, hieß es weiter. Dies sei aber bereits in zwei Fällen geschehen. Die Adoption der befruchteten Eizellen soll nach Angaben des Zentrums-Leiters Marinus Crooij nur für niederländische Paare, aber nicht für Ausländer möglich sein.

Nach niederländischem Recht würden die Namen der biologischen Eltern des zur Adoption freigegebenen Embryos bei der nationalen Stiftung Organspender registriert. Kinder, die aus einer fremden Austragung hervorgehen, könnten dann von ihrem 16. Lebensjahr an die Namen erfahren.

Eine ähnliche Adoptionspraxis gibt es bereits in den USA. Dort sind christliche Initiativen entstanden, die in der Reproduktionsmedizin überzählige Embryonen vor einer Zerstörung retten wollen, indem sie sie an Frauen für eine Austragung vermitteln. In Belgien, Spanien und auch zunehmend in Tschechien werden solche Embryonenspenden ebenfalls durchgeführt.

Via: Deutsches Ärzteblatt


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Kommentar

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15 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Andra n.e schreibt

    Doc, danke für diese gute Nachrichten.Ich hoffe dass noch mehr Länder anfangen die Embryos zu spenden. Es ist eine gute Sache.Wieder eine Hoffnung für viele von uns.
    Ich hätte ein paar Fragen:
    1. Ich vermute in diesem Fall gibt es medizinisch gesehen keine Altersgrenzen.Oder?
    2. Was für eine hormonelle Vorbereitung muß man dafür machen? Ich stelle mir vor man muß nur die Gebärmutter vorbereiten (mit was genau?) und nach der Spende auch HCG.
    3. Ich vermute die Kosten liegen viel niedriger als bei eine normale IVF/ICSI, so wie bei Kryo. Ist es so? Die Spende bezahlt man ja nicht.
    4. Man bekommt nur jeweils ein Embryo?
    Tja, da, mit diese Statistiken könnte man ja prüfen wie hoch die Chancen stünden mit nur ein Embryo transferiert, bei viele Frauen das gleich klappen würde.

  2. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    @Andra:

    1. medizinisch gibt es sicher kaum Altersgrenzen.
    2. Die gleiche hormonelle Vorbereitung, wie bei Kryo.
    3. So viel niedriger liegen die Kosten auch nicht, da die Praxen immer noch Vermittlungsgebühren nehmen. Ist natürlich von Klinik zu Klinik verschieden und muß immer individuell erfragt werden.
    4. Man kann auch 2 oder 3 Embryonen haben. Das ist Verhandlungssache.
    Chancen – sooo riesig sind die auch nicht, wenn du dich mal bei den Frauen umschaust, die das schon gemacht haben. Wie so oft hängt aber auch das von verschiedenen Variablen ab.

  3. Elmar Breitbach
    Eisbaer schreibt

    Hallo!

    Erst einmal finde ich es toll, dass in unserem Nachbarland bald diese Möglichkeit geschaffen wird.

    Ich werde bald – wenn alles gut geht – dreifache Mutter durch Embryospende. Wir haben eine Tochter, knapp 3 Jahre alt und jetzt bekommen wir Zwillinge.

    Ich wollte nur noch etwas zu den Kosten und Chancen sagen: Also – wir haben jeweils 1.300 Euro pro Versuch bezahlt. Unsere Tochter haben wir soz. aus Spanien "importiert" und unsere Zwillinge aus Tschechien.

    Die Chancen wurden in beiden von uns besuchten Kliniken mit ca. 30 Prozent je Versuch angegeben, wenn 2 Embryos transferiert werden können. Die Chancen sind also ungefähr genauso hoch wie bei einem frischen IVF-Versuch. In beiden Zentren werden nur Embryos zur Spende "frei gegeben" (unter Voraussetzung der Zustimmung der Spender natürlich), wenn im Frischzyklus aus diesem Embryo-Satz bereits ein gesundes Kind geboren wurde. Sicherlich sind auch viele Embryos dabei, die durch eine Eizellspende entstanden sind, wo junge Spenderinnen beteiligt waren. Diese beiden Punkte erklären meiner Meinung nach die höheren Chancen als bei einer "normalen" Kryo-Behandlung.

    Bei mir war es übrigens so, dass von 4 Versuchen insgesamt 2 positiv waren. Mir wurden 3 x 2 Embryos und 1 x 3 Embryos transferiert. Die Anzahl der transferierten Embryos hängt – wie immer bei Kryo – davon ab, wieviele das Auftauen überleben. "Verhandlungssache" ist dann lediglich, ob man tatsächlich alle Überlebenden zurück nehmen möchte (genau wie das in Deutschland meines Wissens bei IVF, etc. auch immer der Fall ist) oder nicht.

  4. Elmar Breitbach
    fassi schreibt

    Zu den christlichen Initiativen in USA ( Nightlight Christian Adoptions/Snowflakes Frozen Embryo Adoption program) möchte ich ergänzen:

    – dass gleichzeitig eine grundsätzliche Ablehnung der Repromedizin besteht.
    – dass ganz bewusst nicht von Spende sondern von Adoption gesprochen wird, da man in jedem menschlichen Einzeller einen gleichwertigen Mitmenschen, eben nur in ein einem sehr frühen Stadium sieht.
    -dass es bei der Vermittlung "christlichen Embryonen" an Christliche Familien/Ehepaare nicht um eine Chance geht unfruchtbaren Paaren die Familiengründung zu ermöglichen ,sondern allein um die "Rettung" .
    – Embryos adoptieren ebenso die zuvor auf Eignung überprüften, nicht selten fruchtbaren Elternpaare die bereits eine eigene Familie haben.

    Die Vermittlung in den USA ist zugleich als Biopolitik der christlich-wertkonservativer Lebensschützer und Stammzellforschungsgegner zu sehen.
    Daher wurden “Embryospende“ Kinder und deren Familien auch von Präsident Bush persönlich (Foto) im weißen Haus präsentiert.
    http://www.whitehouse.gov/news/releases/2005/05/20050524-12.html

    " Die genetische Familie suchte nach einer christlichen Adoptivfamilie, wir suchten nach christlichen Embryonen.» Ausserdem suchten die genetischen Eltern nach einer Mutter, die nicht arbeiten, sondern sich ganz der Kindererziehung widmen würde.
    (…)
    Eingenistet hatten sie sich nicht. «Die Trauer war enorm», sagt Heather, «wir hatten eben sechs Babys verloren.» Ans Aufgeben dachten sie nicht. «Wir versprachen allen 17 Kindern, sie zu befreien.
    (…)
    Es sei an Gott zu entscheiden, welcher Embryo es schaffe. Vor ihrer Rettung seien die Kinder «doch bloss Gefangene, ohne Kontrolle über ihr Schicksal» gewesen. Wer sie im flüssigen Stickstoff belasse oder der Wissenschaft abtrete, «lässt ihnen keine Chance.» Nicht sie hätten die 400000 überzähligen Embryonen kreiert. «Wir sind generell gegen In-Vitro-Fertilisation», wiederholt Heather ein Anliegen der Schneeflocken-Gemeinde"
    Quelle: http://www.hossli.com/2005_portfolio/port_05_hutchens.html

    " Asa war einer von 13 gespendeten Embryos, der bei der 45 Jahre alten Julie zum Baby gedieh. Sie hat drei Kinder, 11, 16 und 19 Jahre alt. Asa ist ein politisches Bekenntnis. Bei Nightlight glaubt man, daß er eines Tages froh sein wird zu hören, daß er adoptiert wurde. Nicht gespendet."
    Quelle: http://www.welt.de/data/2006/01/05/826937.html?s=2

  5. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    sieht man von dem ganzen christlichen gedrönsel bei der sache mal ab, dann finde ich embryonenspende eine tolle möglichkeit zum wunschkind zu kommen. embryonenadoption finde ich unsinnig…dann kann man auch die abgeschnittenen haare beim frisör zur adoption freigeben. es handelt sich bei solchen "adoptionen" um die annahme von 8 zellen. das ist keine adoption, sondern spende.

  6. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Wobei ich durchaus Paare kenne, die sich aus diesen Gründen gegen eine Eizellspende und für eine Embryonenspende entschieden haben und nicht sagen kann, dass ich diese Motive abwegig finde

  7. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Für mich sind menschliche Embryonen auch mehr als ein paar abgeschnittene Haare. Ich kann die Entscheidung für Embryonenspende "aus diesem Grund" auch gut nachvollziehen. Wir bewegen uns hier in einem Feld, wo man sich mit seinem Gewissen so oder so entscheiden kann.

    Respekt gegenüber dem werdenden Leben ist schon da, auch bei mir. Nur steht das bei mir auf einer Stufe deutlich unter dem Respekt vor einem bereits existierenden Menschen.

  8. Elmar Breitbach
    Andra n.e schreibt

    Huh?

    Ich verstehe es aber anders: der der gibt spendet, der der annimmt adoptiert, ob es um Eizellen, Spermien, oder Embryos geht. Zweck und Ergebnis sind dieselbe.
    Ausnahme: Adoption von Kinder und da kenne ich nur die Begriffe "frei zur Adoption geben" bzw. "adoptieren"
    Ich verstehe damit eure Bedeutungen nicht und die damit gebundene Unterschiede.
    Und wieso Eizellspende nein, aber Embryospende ja? Na ja, es geht vielleicht um ethische Fragen die ich gerade nicht sehe.

  9. Elmar Breitbach
    fassi schreibt

    ..demnach erzeugen Repromediziner gemeinsam mit den Kiwu-Paaren unzählige
    "verwaiste Embryonen" – absichtlich-zufällig, zumindest als „kleineres Übel“ in Kauf nehmend…welches dann später durch Embryo-Ado geheilt werden soll ?
    "Adoption" steht doch noch für geborene einigermaßen sicher lebende, nachweislich existierende Menschen, die man zudem nicht jedem X-beliebigen Kiw-Paar überläßt, sondern Adoptivwillige streng durchcheckt..

    Wie heikel ist dagegen die Existenz eines Embryos zwischen Kryoröhrchen und Auftauvorgang, zwischen Transfer und SS-Test – zwischen SS-test und 1-US, ebso rät man doch noch, ausserhalb von Kiwuforen, den Frauen ihre SS erst nach Ablauf des 1. Trimenon zu veröffentlichen. .die häufige Aborte..)

    Dagegen sind doch all die (sorry) „X-beliebige Empfängerpaare“ in der Repromedizin allenfalls adoptionsbereit – eigentlich aber nur empfängisbereit.
    Wenn die Einnistung eines Embryos, sein Weiterleben, die SS gelingt ..wird dann für mich durch die Geburt eine Art adoptiertes Kind, wobei diese Kinder zugleich durch das Austragen die biolog. Wechselwirkungen in utero auch schon etwas mehr biologisch eigene Kinder und nicht nur Summe ihrer „unverwandten“ Gene sind.
    Zum Begriff Embryonenadoption gehört ansonsten ein sich sich selbst als „ Leihmutter“ sehen.
    Für mich ist diese rein funktionale "Brutkasten"-Metapher ebenso unpassend, weil auf der biologischen und menschlichen Ebene diese symbiotische Lebens-Beziehung in einer SS für viel mehr steht.

    Individuelle Weltanschauung und Gewissensfreiheit bei Fortpflanzungsfragen respektiere ich meist, interessant bleibt´s zu versuchen, die Motive anderer zu verstehen..

    Die Projektion solcher Begriffe wie verwaist/adoptiert für diese frühen vagen Existenz-Zeugungszusammenhänge empfinde ich als sehr heikel – fast schon virtuell.
    Bin skeptisch, ob das was bringt, wenn alle existentiellen wichtigen Begriffe überall gelten und übertragen ( oder projeziert) werden sollen..und so letztlich für gar nichts Greifbares mehr stehen wie : Würde, Verwaist, Adoptiert, aber bezüglich Zeugung, SS, Fortpflanzung, Abbrüche,..

    Die seltsame Regel die man beim Thema beobachten kann scheint eine Art Unbestimmtheit der Deutungen die situative Projektion der Mutter/desPaars auf das vorgeburtlich-menschliche Dasein zu sein. ( jenseits von diesen simplen ideologischen Biomacht-Fremdbestimmungs-Konstrukten..)
    Eine fast unmögliche u. widersprüchliche Statusbestimmung für das vorgeburtliche Dasein sieht Luc Boltanski in seiner Studie/Buch: „Soziologie der Abtreibung – Zur Lage des fötalen Lebens „
    „..das Scheitern eines Experiments mit sich selbst, einem Partner und einem Lebensentwurf der Grund war, dem inzwischen so sichtbaren Fötus den Status des Menschen, der Person abzuerkennen – die man auch als Morula unter anderen Umständen adoptiert und sofort mit Namen versehen hätte. Der Fötus, das mit der Eizelle verschmolzene Sperma muss heute nicht legitim sein, sondern das Zeug zu einem "elterlichen Projekt" haben, um von der Wucherung zum Kind zu werden…“
    Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/spezial/kritiken/buecher/78238/index.php

  10. Elmar Breitbach
    fassi schreibt

    @ Andra,:

    bei einer Adoption sorgt man für einen bereits exisiterenden Menschen, die Zeugung menschlichen haben andere zu verantworten, man sieht sich als passiven Ermöglicher, da nur Austräger(Brutkasten-metapher) v. menschlichem Leben..

    beim Nutzen von Keimzellspenden hat man die Absicht aktiv -voll verantwortlich- selbst menschliches Leben zu zeugen.

    Nach meiner Weltanschauung und Gefühl ist diese passiv/aktiv- Unterscheidung eine Art Selbstbetrug – aber verständlich.

  11. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @ doc

    die motivation der paare ist sicher nachvollziehbar, auch wenn ich die haltung persönlich nicht teile. klingt so als wäre "embryonenadoption(..oder spende)" irgendwie hochwertiger als eizellspende oder gar samenspende. finde ich nicht.

    mich stört der begriff adoption bei der ganzen sache erheblich…uns schöner als fassi kann ich es auch nicht erklären.

  12. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich habe den Begriff "Adoption" bisher auch in dem Zusammenhang benutzt. Einfach deshalb, weil es ja zumindest ein "Etwas" gibt, das genetisch von zwei fremden Personen abstammt und was damit eben angenommen wird.

    Gut aber zu wissen, dass der Begriff Embryoadoption in Verbindung mit einer bereits existierenden Person benutzt wird. Um da Verwechslungen zu vermeiden, sollte ich mich in meiner Formulierung zukünftig besser abgrenzen. Denn als eine Person mit Menschenrechten betrachte ich den frühen Embryo noch nicht.

  13. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    rechtlich ist es in D doch so: die Frau, welche das Kind austrägt, ist die legitime Mutter. Nix mit Ado…
    Polemik, um wie immer die Begriffe und das Denken zu verwirren…

    ich frag mich schon ernsthaft,wie Kinder in fundamentalistischen Familien glücklich sein können und ihre Potentiale entwickeln…

    Insgesamt wäre aber eine embryonenspende für KiWu-eltern ne prima Sache (unabhängig von ideologischem Kram…)
    Grüßle
    S.

  14. Elmar Breitbach
    fassi schreibt

    Fundamentalismus äussert sich heute doch in so vielerlei Spielarten, denn er gibt doch Sinn u Halt, zudem haben die dazugehörigen Feindbilder eine gute Stabilisierungsfunktion für solche Gruppen.. 😉

    Das modernste sinnstiftende Feindbild ist für mich das "spezielle Risiko" ( = Politik der Angst) für die Gesellschaft..klar immer das düstere Risiko, welches gerade am schicksten ist, diverse Interessen unterfüttert .. funktioniert genauso .. nur weniger offensichtlich wie diverse Fundiideologien.
    Damit kann man politisch gut ab-umlenken und fast alles begründen für DIE GUTE SACHE seitens selbstloser fürsorglicher Beschützer, besser Entmündiger 😉

    die Haltung, daß Paare eine EmbryoSpende für sich als Adoption sehen, finde ich allein noch nicht fundi..
    solang es nicht in solchen manipulativen PR_Aktionen wie bei Bush mündet.

    zum totalen (Fundi-)Übergriff werden bei uns möglicherweis andere diversen Bestrebungen:
    die Zeugung von Kindern für symbolische ( Kiwu = patriarchale Gesellschaft/ Reprotechnik = Behindertenfeindlichkeit) oder praktische Kollektivinteressen ( Ideologie stabiler Idealsysteme .. mit Kinderquote wegen Öko bis hin zu Demograpie-Rentenformel) Politik /Ideologie zu instrumentalisieren ( = sg. "Verzwecken", einspannen..)
    welche klar einem Menschenbild widersprechen für das eine freiheitliche Demokratie steht !

    zu fundi gehört oft ein geschlossenes Weltbild: "Engstirnigkeit, Voreingenommenheit und Eingleisigkeit eines Denkens bedeutet, das sich mit Immunisierungsstrategien gegen irritierende Erfahrungen verpanzert" ( Kurt Lenk; bpb.de ) und diese angeblich einzig wahren Deutungen ( samt Dammbruchargument) dann der Gesellschaft politisch aufzwängen wollen, oder seine Kinder/Familie zwingt, dieses geschlossene Weltbild in Isolation zu leben.

    Dass es verschiedene Auffassungen darüber gibt, ob Embr.-spende nur für Eltern und Embryo, nur für den Embryo nur für die Eltern ´ne prima Sache ist – akzeptiere ich völlig ( auch wenn ich/wir für uns dasanders sehen)
    Man sollte m.E. hier endlich Keimzell- und Embryospenden zulassen und gleichstellen – immer unter der Bedingung,angemessene u. neutrale Beratung der Spende-Vermittler über den Erfahrungststand zu psychosozialen Folgen für Spendekinder, ausreichende Inforechte über die genetische Herkunft Abstammung müsste den (Spende)Kindern unbedingt rechtlich gewährt werden

  15. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    wie meistens stimme ich Deinem treffenden Beitrag zu – nur ist es halt nicht neu, daß Fundamentalismus in vielen spielarten auftritt, daß eine gute Idee pervertiert werden kann (genauso kann eine "schlechte Idee" durchaus auch positive folgen haben, ist halt kompliziert).

    Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden. hat auch nen pferdefuß – Freiheit für Intolerante? Man muß halt auch da hingucken, daß deren Freiheit nicht wieder andere beschneidet….

    Oder sagen wir: Freiheit für die schwächsten Beteiligten an der Sache. In dem maße, wie es ihnen nicht schadet…

    Mein Ältester hat übrigens im Alter von ca 5 Jahren das thema "Respekt" auf den tisch gebracht. recht hatte er. respektvolles Verhalten auch zu seinen Kindern schließt alles das, was Du oben aufgezählt hast, mit ein. Denke ich…

    grüßle
    S.