Die Qualität eingefrorener Eizellen

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Wie groß das Potential eingefrorener befruchteter Eizellen für eine Einnistung ist, hängt nachvollziehbar davon ab, wie der Zyklus verlief, in dem die Punktion durchgeführt wurde.

Die fand man in einer Studie heraus, in der 3368 Eizellen in 702 Kryozyklen (Rückgabe zuvor eingefrorener Eizellen in die Gebärmutter) untersucht wurden.

Obwohl die Überlebensrate der Embryonen nach dem Auftauen und gleicher Zahl transferierter Embryonen, waren die Ergebnisse unterschiedlich. Kryozyklen mit Embryonen aus „frischen“ Zyklen, die zu einer Schwangerschaft geführt hatten Kryozyklen, bei denen die Embryonen aus einem Zyklus stammten, in denen eine Schwangerschaft eintrat (436), wiesen eine höhere Schwangerschaftsrate auf als Kryozyklen mit Embryonen Behandlungen, die ohne Schwangerschaft endeten (180). Sehr interessant waren die Ergebnisse, wenn im Punktionszyklus alle Eizellen aufgrund eines drohenden Überstimulationssyndroms eingefroren wurden. Die Ergebnisse entsprachen in diesen Fällen nämlich denen in einem normalen zyklus mit „frischen“ Embryonen und dies, obwohl die Schwangerschaftsraten mit Kryoembryonen normalerweise nur ca. halb so hoch sind wie mit frischen Embryonen.

Urman B, Balaban B, Yakin K
Impact of fresh-cycle variables on the implantation potential of cryopreserved-thawed human embryos
Fertil Steril. 2007 Feb;87(2):310-5


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Kommentar

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9 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Nella schreibt

    Erstaunlich die Sache mit der Überstimulation. Ich dachte immer, dass diese Frauen eher mehr unreife EZ produzieren. Und dann schlechtere SS-Raten haben.
    Oder gilt dieser Unterschied nicht mehr, wenn die EZ mal befruchtet sind? Also, wenn sich die EZ befruchten läßt, dann hatte sie auch (relativ) gute Qualität?

    Wobei es bei mir zutrifft: Überstimulation. Erster Kryozyklus: SS (Einling), zweiter Kryozyklus (Zwillinge). Obwohl mir mehrfach geraten worden war, eher noch einen frischen Versuch anzugehen, weil die Kryo-Erfolge niedriger sein…
    Na, gut dass es Menschen gibt, die das untersuchen! Und schön, wenn die Daten mal auf einen selber zutreffen.

    Nella

  2. Elmar Breitbach
    paprika schreibt

    Klasse, das find ich ja mal eine gute Meldung… Macht mir Hoffnung für unsere Kryoversuche ab ca. 2008/2009. 😉

    lg
    paprika

    (mit Baby aus erstem ICSI-Versuch inklusive heftiger ÜS und 12 Polarbärchen)

  3. Elmar Breitbach
    Merlelil schreibt

    Eigentlich dachte ich, ich sei des sinnentnehmenden Lesens mächtig, aber das verstehe ich nicht? Ein Kryozyklus mit "frischen" Embryonen, ist das nicht en Widerspruch in sich? Und der Rest ist auch kein Satz, oder? (Sorry, überarbeite gerade mal wieder ein Buch für einen befreundeten Autor, vielleicht ist mein Blick einseitig fokussiert…) Ich zitiere mal:

    "Obwohl die Überlebensrate der Embryonen nach dem Auftauen und gleicher Zahl transferierter Embryonen, waren die Ergebnisse unterschiedlich. Kryozyklen mit Embryonen aus „frischen“ Zyklen, die zu einer Schwangerschaft geführt hatten (436), wiesen eine höhere Schwangerschaftsrate auf als Kryozyklen mit Embryonen Behandlungen, die ohne Schwangerschaft endeten (180). "

    Hülfe!

    Merle

  4. Elmar Breitbach
    Ciara1975 schreibt

    … muss mich merlelil anschliessen….
    ich hab den Satz nun 4 Mal gelesen,
    und irgendwie verstehe ich ihn nicht?!?!

    häh?

    lg Ciara

  5. Elmar Breitbach
    Morgenstern schreibt

    Also, ich denke das heisst Folgendes: wenn der Frischversuch zu einer Schwangerschaft geführt hat, dann hat man später mit den übriggebliebenen Kryos eine grössere Chance schwanger zu werden, als wenn der Frischversuch auch schon negativ war.

    LG,
    Morgenstern

  6. Elmar Breitbach
    fassi schreibt

    es war wohl so gemeint.

    wenn man bei drohender Überstimulation "alle Eizellen" einfriert, anstatt wie sonst, die ausgewählten zu übertragen ..

    dann hat man etwas Überraschendes festgestellt:

    Normalerweise haben Kryos ja viel schlechtere Chancen, die sind oft nur " nur ca. halb so hoch"

    bei diesen, wegen drohender Überstimu eingefrorenen, Kryos aber nicht, denn:

    " Die Ergebnisse [ = Schwangerschaftsraten] entsprachen in diesen Fällen nämlich denen in einem normalen Zyklus mit “frischen” Embryonen"
    waren also genauso hoch.

  7. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Kryozyklen mit Embryonen aus „frischen“ Zyklen, die zu einer Schwangerschaft geführt hatten (436)

    = Kryozyklen, bei denen die Embryonen aus einem Zyklus stammen, in denen eine Schwangerschaft eintrat.

    Ich finde den Satz gar nicht soooo verschwurbelt. Aber gut, ich habe ihn ja auch geschrieben…

  8. Elmar Breitbach
    Sara schreibt

    Ich hoffe, dass dieses Untersuchungsergebnis bei mir auch zutrifft. Bei mir wurden alle EZ eingefroren wegen Überstimulation. Bin gerade in der WS des 1. Kryozykluses. AM 24.12. ist Bluttest; danach weiß ich, ob ich glücklicherweise zu der positiven Rate gehöre…
    Werde dann wieder einen Kommentar hier hinterlassen – zur Info und als Teil der Studie 🙂

  9. Elmar Breitbach
    Sara schreibt

    … ergänzend zu meiner Mail vom 15.12.2007 muss ich leider mitteilen, dass der BT negativ ausfiel. – Aber ich habe ja noch 6 tiefgefrorene Exemplare…