Den richtigen Embryo berechnen

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Gestern noch gab es einen Artikel über die richtige Auswahl der Spermien. Nun berichtet „Science Daily“, dass es möglich ist, den richtigen Embryo auch mit Hilfe eines mathematischen Modells zu berechnen.

Von 63 Behandlungen wurde die Entwicklung der Eizellen und Embryonen photographisch dokumentiert und diese dann auf den Bildern vermessen und bestimmte Faktoren bestimmt (Fragmentierungen, Dicke der Eizellhülle, Darstellung der Vorkerne und vieles mehr). Diese Variablen sind alle unter dem Lichtmikroskop erkennbar und wurden nun in einer Formel zusammengefasst, die letzten Endes dazu dienen sollte, die Einnistungswahrscheinlichkeit eines Embryos und einer befruchteten Eizelle zu bestimmen.

Sicherlich ist es interessant, wenn man diese Variablen systematisch analysieren und berücksichtigen kann. Wenn man sich jedoch die Parameter anschaut, die in dieser Studie am meisten einflussnehmend auf denn Ausgang der Behandlung sind, dann trifft man reichlich alte Bekannte: Die Größe und Fragmentierung der einzelnen Blastomere (Zelle des Embryos) und die Dicke der Eizellhülle hatten den größten Einfluss im Embryonalstadium und die Anordung der „Nucleoli“ in den Vorkernen bei der befruchteten Eizelle.

Nichts Neues also im Vergleich zum guten alten Embryonen-Grading oder dem PN-Scoring der befruchteten Eizellen.

Dass eine hohe Korrelation zwischen den Ergebnissen der Berechnungen und der Einnistungswahrscheinlichkeit besteht, faszinierte die Forscher der University of the Basque Country (UPV-EHU) selbstverständlich sehr. Es stellt sich jedoch die Frage, ob das Faszinosum nicht vielmehr darin liegt, dass es Mathematikern gelingt, die gute Auswahl eines ausgebildeten Biologen weitestgehend in mathematischen Berechnungen abzubilden.

Ein weiterer Schritt soll sein, das jeweilige Mehrlingsrisiko einer Patientin einschätzen zu können. Auch das ist einem erfahrenen Reproduktionsmediziner auch durchaus ohne mathematische Formeln möglich. Die Berechnungen verleihen den Variablen jedoch klar erfassbare Parameter, was eine gute Basis für wissenschaftliche Studien sein kann. Denn man kann letztlich nur Zahlen in eine Datenbank eingeben.


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Kommentar

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1 Kommentar
  1. Elmar Breitbach
    Wolfgang schreibt

    Einen Embryo oder bzw. sie Gene oder Spermien zu berechnen was für eine Vorstellung. Was soll denn im Ernst der Sinn und Zweck des ganzen sein ? Wahrscheinlich hat man nicht genügend Arbeit, so sehe ich das. Es ist wichtiger andere Dinge zu erforschen.