Befruchtung ohne Spermien


Schlechte Nachrichten für Männer: Sie werden nicht mehr gebraucht, denn es scheint tatsächlich zu funktionieren: Die Weiterentwicklung einer Eizelle ohne eine Befruchtung durch ein Spermium. Britische Forscher haben das Enzym Phospholipase C-Zeta (PLC-zeta), welches zuerst in Samenfäden entdeckt wurde, in eine unbefruchtete Eizelle injiziert und diese entwickelten sich anschließend weiter bis hin zu Blastozysten

In diesem Entwicklungsstadium könnte man diesem „Embryo“ embryonale Stammzellen entnehmen. Mit diesen Stammzellen hofft man viele bisher nicht behandelbare Erkrankungen therapieren zu können, die Herstellung aus menschlichen Embryonen ist jedoch umstritten bzw. ethisch bedenklich. Das neue Verfahren könnte die bisherigen Bedenken umgehen, da es sich hierbei nicht um einen „echten“ Embryo handelt.

Andere Wissenschaftler, wie Josephine Quintavalle von der britischen Lebensschutzorganisation Comment on Reproductive Ethics sehen das kritischer. Eine Weiterentwicklung der Blastozysten zu menschlichem Leben sei nicht ausgeschlossen.

Wer bis hier aufmerksam gelesen hat, der stellt sich sicherlich die Frage, wo denn der zweite Chromosomensatz herkommt, der sonst durch die Spermien in die Eizelle eingebracht werden. Der SPIEGEL hat es erklärt:

Männliches Erbgut war für das Wachstum des Zellhaufens nicht notwendig, da jede Eizelle bereits zwei weibliche Chromosomensätze besitzt. Bei der Reifung der Eizelle wird normalerweise einer dieser Sätze ausgestoßen und bei der Befruchtung durch den männlichen ersetzt. Swann und seine Kollegen unterdrückten das Ausstoßen jedoch mit einer chemischen Behandlung


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