Barcode gegen Verwechslung von Embryonen

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Nicht wenige Paare, welche sich in einer Kinderwunschbehandung befinden, befürchten Verwechslungen bei Spermien, Eizellen oder Embryonen. Obwohl natürlich in jedem IVF-Zentrum die Arbeitsabläufe im Labor so gestaltet sind, dass Verwechslungen praktisch ausgeschlossen sind, bleibt ein minimales Restrisiko bestehen.

Laut Pressetext.at Wissenschafter entwickeln derzeit ein Verfahren, das einen Alarm auslöst, sobald eine falsche Eizelle und falsches Sperma zu nahe platziert werden. Die Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA) erwägt derzeit die Einführung von Barcodes zur Markierung der Gefäße, in denen sich Eizellen und Spermien befinden.

2002 wurden im Leeds General Infirmary nach einer künstlichen Befruchtung ein weißer und ein schwarzer Zwilling geboren. Dieser Fehler wurde auf eine Missdeutung der Spermaproben im Krankenhaus zurückgeführt. Ähnliche Vorfälle wurden laut BBC aus den USA und den Niederlanden gemeldet.

New Scientist berichtet, dass IMT International ein Barcodesystem für die Vorgänge bei einer künstlichen Befruchtung entwickelt hat. In die Arbeitsflächen eingebaute digitale Kameras zeichnen die Barcodes auf den Gefäßen mit den Eizellen auf. Ein Computer liest diesen Code und löst einen Alarm aus, wenn diese Daten nicht mit denen des Patienten übereinstimmen.

Ein ähnliches Verfahren mit elektronischen Markierungen wird derzeit von Research Instruments entwickelt. Die Markierung wird auf dem Boden der Schale angebracht, die einen Embryo enthält. Die Aktivierung erfolgt durch Radiowellen. Die aktivierten Markierungen reagieren durch das Übermitteln eines einzigartigen Codes. Passen die Proben nicht zueinander, wird ein Alarm ausgelöst.


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