„Babymach-Sex“

12


Die Abende werden länger (Uhrumstellen nicht vergessen!) und daher wird es auch bei der BILD gemütlich. Vorschläge zur Unterhaltung für lange Winterabende werden gemacht. Und es wäre nicht die Bild, wenn es da nicht auch ganz schnell um Sex ginge. Und da die Bild-Zeitung dem kleinen Mann und seiner Frau sagt, wo es langgeht, kommen auch gleich bevölkerungspolitische Aspekte zum Tragen. Und damit der kleine Mann auch versteht, worum es geht, wird der Geschlechtverkehr zum Zwecke der Fortpflanzung als „Babymach-Sex“ bezeichnet. So etwas kann man eigentlich nur störungsfrei lesen, wenn der IQ unter 50 liegt. Und schreiben sowieso.

Eingerahmt von den Bild-Girls der Woche („Alena ist abergläubisch“, „Mandy träumt vom Haus am Meer“, ich habe naürlich NICHT draufgeklickt) werden die 8 besten Tipps für nachkommensreichen Sex gegeben:

  1. Der Sex muß gut sein. Orgasmus ist Pflicht (Blödsinn)
  2. Die gute alte Missionarsstellung ist am fruchtbarsten, belegen Studien (Blödsinn)
  3. Bei einem Monatszyklus von 28 Tagen sind der zehnte bis 16. Tag nach dem ersten Tag der Periode am kinderträchtigsten. (Kann man so gelten lassen)
  4. Je näher der Eisprung, desto höher ihre Stimme. (Stimmt tatsächlich)
  5. Sex zwei Tage vor dem Eisprung erhöht die Chance auf ein Mädchen. Sex wenige Stunden vor dem Eisprung, erhöht die Wahrscheinlichkeit auf einen Jungen. (Mythos)
  6. Kalorienreiche Kost begünstigt die Geburt von Jungen (Stimmt)
  7. Stress ist Gift für die Empfängnis (Quatsch)
  8. Ein Zeitraum von einem Jahr „Training“ ist normal. (stimmt uneingeschränkt)

Wir fassen zusammen: 4 der genannten Punkte sind entweder unbewiesene Mythen oder völliger Quatsch. Zwei Punkte beschäftigen sich nur mit der Geschlechtswahl des Kindes, nicht mit der Verbesserung der Schwangerschaftswahrscheinlichkeit. Bleiben die Punkte 3 und 8. Ok, man hätte jetzt auch nichts anderes vermutet. Wobei selbst die Bildzeitung gelegentlich für Überraschungen gut ist.

Aber über den Begriff „Babymach-Sex“ komme ich nicht hinweg…


Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

12 Kommentare
  1. saro schreibt

    Köstlich! Ach was sich diese Klatschzeitung zusammenspinnt.
    Trotzdem danke

  2. Anh schreibt

    Hast Du nicht Punkt 4 auf der Haben-Seite vergessen? Wenn man den Stimmunterschied hört, kann das doch auch bei der Bestimmung der fruchtbaren Tage helfen 😉

    Bei Punkt 5 habe ich allerdings schon mal was anderes gehört – nicht von der Bild 😉
    Und zwar daß die Spermien mit dem Y-Chromosom schneller schwimmen, aber dafür nicht so lange leben, während die X-Spermien langsamer und längerlebig sind. Was also bei Sex 2 Tage vor dem Eisprung zu einem höheren Anteil von X-Spermien führt und damit die Wahrscheinlichkeit auf ein Mädchen erhöht.

  3. Elmar Breitbach schreibt

    Der Stimmunterschied ist sicherlich bewusst nicht zu vernehmen und daher als aktive Maßnahme nicht zu gebrauchen. Dass er einen unbewußt (ver)leiten kann, ist durchaus möglich 😉

    Das mit den X- und Y- Chromosomen liest man überall, ist jedoch trotzdem dummes Zeug, auch wenn´s jeder schreibt. Mal auf „Mythos“ klicken.

  4. Ich schreibt

    @ Doc – haben Sie die Bewertungen daneben gegeben?
    Und sind Sie sicher dass es Blödsinn ist?
    Ich frage nur weil ich diese Sachen oft gelsen habe/bzw. im TV gehört habe.
    Ich meine jetzt die Sache mit der Missionarstellung (überall, auch auf Kiwuseiten wird das so empfohlen) und die mit dem Orgsamus.
    Ein wissenschaftliches Doku im TV erklärte das Orgasmus sehr gut ist für die Empfängnis, weil durch die Bewegungen des Bereiches die Bewegung der Spermien unterstützt ist und sie werden so besser gesteuert.
    Nun habe ich auch gehört dass auf der anderen Seite (vaginales)Orgasmus bei Frauen ziemlich selten ist, also würde das ein Problem sein.
    Ich kann beide Sätze irgendwie nachvollziehen.
    Vielleicht erklären Sie uns was dagegen spricht.
    Das mit der Stimme habe ich nicht beobachtet, kann man sich aber aufnehmen und vergleichen. Finde es aber nicht so wichtig (man kann ja auch heiser sein an den Tagen…)
    Ansonsten ist es sehr verunsichernd. Es werden überall verschiedene Ratschlägege gegeben für Empfängnis und Fruchtbarkeit.
    Wer kann nun wissen was tatsächlich gut ist und was nicht.
    Und wenn man medizinisch bewiesene Fruchtberkeitseinschränkung hat, nützt ja (fast)alles nichts.

  5. Nixe schreibt

    „Zeugungs-Liebe“ allein wäre wohl zu gewählt und vernünftig gewesen, allerdings geht Babymach-Sex echt nicht, obwohl der Bild durchaus noch Schlimmeres zuzutrauen wäre..
    Etwas Positives kann man dem Ganzen doch abgewinnen, es lässt sich so herrlich darüber schmunzeln!
    Grüße Nixe

  6. Elmar Breitbach schreibt

    @ Nixe: ich denke auch nicht, dass es wirklich sehr ernst gemeint ist, aber vielleicht reicht es auch für den durchschnittlichen BILD-Zeitungsleser 😉

  7. Nixe schreibt

    Bei der BILD fallen mir immer gleich „Die Ärzte“ (also die Musikgruppe) 😉 ein, da sie das Niveau dieser Zeitung so treffend mit nur vier Wörtern beschreiben. 😉

  8. Elmar Breitbach schreibt
  9. Nixe schreibt

    Natürlich, alles nur zum Schutz des Künstlersongs! Plausible Erklärung.. 😉

  10. Nadja schreibt

    Die Ärzte sind mir spontan auch gleich eingefallen! 🙂 Was ich fast noch besser finde, als Babymach-Sex ist „damit seine Zuchtqualitäten verbessert werden“. Männer sind also doch Schweine! *lol* Wo wir schon bei den Ärzten sind…
    Ach und lieber Doc: bitte her mit dem Daumen für die Kommentare, ich fange auch sofort an ganz oft abzustimmen! hihi

  11. AnnetteEllen schreibt

    Plausibel, die Erklärung.
    Was müssen die Moderatoren MEINES Radiosenders für Genies sein, den Ärzte-Text ungekürzt zu spielen und TROTZDEM immer pünktlich die Nachrichten zu senden *wow* !
    Da weiß man doch, was man hat ;-).

  12. Rebella schreibt

    Das BILD-Marketing hat doch auf einen werbeträchtigen Begriff gesetzt, wenn jetzt der Begriff „Babymach-Sex“ sogar wieder im Kinderwunschforum dafür sorgt, dass man über ihre Zeitung schreibt. :-)Und gerade das ist ja der Sinn und Zweck solcher Formulierungen: Dass man aufmerrksam wird und drüber spricht.

    Punkt 1 und 2 erinnern mich irgendwie an die sexuelle Bevormundung durch das Christentum. Da wird ja teilweise sehr detailliert vorgeschrieben, wie der eheliche Verkehr abzulaufen habe. Eben auch, in welcher „Stellung“. Und von der Vorschrift: „Orgasmus darf ausschließlich zum Kinderzeugen erfolgen“ bis hin zu der Vorstellung: „Ohne Orgasmus kein Kind“ ist es doch auch nur ein kleiner Schritt.

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: @@post_notification_header. @@post_notification_header

Zurück