Widergänger: Männliche Fruchtbarkeit und Handy-Nutzung

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Es ist interessant, wie immer wieder die gleichen und eher dünnen Studien zitiert werden, wenn es darum geht, seine Weltanschauung zu belegen. Denn ähnlich wie bei der Diskussion um den Klimawandel, wo sich die sogenannten Klimaskeptiker beharrlich auf wissenschaftlich dünnem Eis bewegen und belegbare Fakten ignorieren (zugegebenermaßen vereinfacht durch die Dummheit der Klimaforscher), so gibt es ebenso beharrlich und ignorant agierende Verfechter der These, dass Mobilfunk krank und unfruchtbar macht.

Dass nicht nur Laien im Hinblick auf die Nutzung von Handys Schauerszenarien Glauben schenken, sondern auch Fachgesellschaften, ist einem Artikel der Wiener Zeitung zu entnehmen: Die österreichische Ärztekammer warnt vor den Gefahren des Mobilfunks mit Hinweis auf eine Studie aus dem Jahre 2006. Sie

legt seit Jahren nahe, dass das Handy ja nicht in der Hosentasche getragen werden sollte und dass Kinder es so sparsam wie möglich verwenden sollten. Nach wie vor sei die Datenlage „zu dünn“, um eine Entwarnung zu geben, sagte Ärztekammerpräsident Walther Dorner.

Frühere Studien widerlegen zudem die Sicht des WBF. Etwa publizierte die renommierte „American Society for Reproductive Medicine“ 2008 eine Untersuchung an 361 Männern im Alter zwischen 31 und 37 Jahren Die Männer wurden in vier Gruppen unterteilt je nachdem, wie oft sie mobil telefonierten. Im Beobachtungszeitraum von einem Jahr zeichnete sich eine klare Abnahme in der Anzahl, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Lebensdauer von Spermien ab, je öfter Mobiltelefone benutzt wurden, und zwar bei allen Probanden, unabhängig von der ursprünglichen Spermienqualität.

Dass es sich hierbei nur um eine Beobachtungsstudie mit eher geringfügiger statistischer und wissenschaftklicher Aussagekraft handelt, wie in diesem Blog bereits 2006 erläutert, wird dabei wohlweislich verschwiegen. Auch dass andere Studien zu anderen Ergebnissen kommen und weiter Studie, welche die Gefahren belegen z. T. ein noch viel fragwürdigeres Studiendesign aufweisen ebenfalls.

Hier mal eine kleiner Zusammenfassung der Artikel in diesen News zum Thema Fruchtbarkeit und Handynutzung:

Und wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, der kann sich eine strahlensichere Unterhose zulegen. Wenn ich recht darüber nachdenke, vielleicht doch lieber mehrere…


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