Viel Sex macht fruchtbar


Regelmäßiger Sex erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Das ist ja zunächst einmal keine unerwartete Erkenntnis. Sie bezieht sich aber auf die gängige Meinung, dass sich die Qualität des Spermas durch sexuelle Abstinenz verbessert und das ist nach neuesten Erkenntnissen falsch. Denn die lange Wartezeit reduziert die Zahl der fruchtbaren Spermien. Dieses Ergebnis präsentieren die Forscher des Soroka University Hospitals, auf einem derzeit in Dänemark stattfinden Europäischen Fruchtbarkeitskongress der European Society for Human Reproduction and Endocrinology.

„Manche Männer bleiben wochenlang abstinent und glauben sie bewirken damit etwas Gutes. Dabei wäre eine regelmäßige Praxis – so alle zwei Tage – am besten für die Fruchtbarkeit“, erklärte Studienleiter Eliyaho Levitas. Für die Studie analysierten die Forschermehr als 9.000 Spermienproben. Dabei konnten sie feststellen, dass bereits ein Tag ohne Sex die Qualität des Spermas signifikant reduziert. Die Beweglichkeit der Spermien nahm ab und der Akrosomenindex – der bestimmt, ob eine Eizelle erfolgreich befruchtet werden kann – sank ebenso.

Möglicherweise ist diese Erkenntnis auch auf die Methoden der künstlichen Befruchtung übertragbar. Was also bedeuten würde, dass bei einer *iui*, *ivf* oder *icsi* die Pause vorher auch nicht zu lang sein darf.

Levitas E, Lunenfeld E, Weiss N, Friger M, Har-Vardi I, Koifman A, Potashnik G:
Relationship between the duration of sexual abstinence and semen quality: analysis of 9,489 semen samples
Fertility and Sterility, Volume 83, Issue 6, Pages 1680-1686 (June 2005)


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Kommentar

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4 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    miez34 schreibt

    Oh mann. Alle naselang ne andere Meinung. Woran soll man sich halten?
    Wir machen Sex, wann wir wollen und es uns Spaß macht. So.

  2. Elmar Breitbach
    stefan schreibt

    nun weiß ich endlich was ich jahrelang verkehrt gemacht hab 😉

  3. Elmar Breitbach
    Luis schreibt

    Wir halten uns an diesen Artikel, ich danke den Wissenschaftlerin für diese Erkenntnis 🙂
    Hatte denn die vorherherrschende Theprie keine Beweise?

  4. […] der auch von anderen Arbeitsgruppen bereits so nachgewiesen werden konnte [3] und damals bereits Eingang in dieses Blog fand. Auch die Befruchtungsfähigkeit wurde durch kürzere Ejakulationsintervalle verbessert: […]