Die Empfindlichkeit der Männer


Wie groß ist sie?

Konkret: Macht es einen Unterschied, ob die Spermien für eine intrauterine Insemination zu Hause oder in der Praxis gewonnen werden? Die These: Werden die Spermien in der gewohnten Umgebung zu Hause gewonnen, dann geht die Prozedur leichter „von der Hand“ und die Qualität nimmt im Vergleich zur Spermienabgabe direkt in der Praxis zu.

Dazu gibt es nun auch eine Studie, welche die Richtigkeit dieser Vermutung untersuchte. Eine gruppe von Wissenschaftlern aus den USA untersuchte die Unterschiede in der Qualität im Hinblick auf Spermienkonzentration, Spermienbeweglichkeit, Gesamtzahl der Spermien und Gesamtzahl der beweglichen Spermien.

Die Wissenschaftler kommen zu dem eindeutigen Schluss, dass die Spermienqualität durch den Ort der Spermienabgabe nicht beeinflusst wird. Voraussetzung ist selbstverständlich ein ausreichend kurzer Zeitabstand zwischen Spende und Untersuchung des Ejakulats (Shetty Licht R, Handel L, Sigman M
Site of semen collection and its effect on semen analysis parameters.
Fertil Steril. 2007 May 3; [Epub ahead of print]


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Kommentar

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9 Kommentare
  1. Suse
    Suse schreibt

    wundert mich ehrlich gesagt nicht wirklich. Der Unterschied zwischen psychischer Befindlichkeit und meßbaren Daten ist nicht wirklich neu, wird aber gern ignorriert.
    Beispiel wäre: atypischer herzinfarkt (den die Betroffnen selbst nicht bemerken)

    Emotionen haben halt oft ihre eigene Qualität, und die direkten Auswirkungen sind noch nicht besonders gut untersucht (langfristig gibt es sicher welche, aber eben eher nicht linear udn nicht monokausal)….

  2. fassi
    fassi schreibt

    Interessante Fragestellung.

    Hätte ja sein können, dass durch unbewusst vegetative Wechselwirkungen ( Hormone, Nerven etc.) Unterschiede möglich wären.

    Es sind ja nicht nur die Spermien sondern auch Sekrete (Samenbläschen, Prostata, Cowpersche Drüsen) welche die Samen-Qualität mitbestimmen.

    Ein typisches Gegen-Beispiel wäre z.B Butdruckmessen beim Arzt
    – der Wert ist bei vielen Leuten oft situationsbedingt höher als daheim 😉

    @ Suse, dein Beispiel zeigt das Fehlen oder die (Selbst -Fremd) Fehleinschätzung atypischer oder fehlender Symptome beim Herzinfarkt, messbar wäre der aber aber ganz sicher ..falls jemand untersucht.

    Emotionen, Bewusstsein, Denkvorgänge werden zunehmend durch sehr interessante neue Experimentmöglichkeiten (von Neurobiologen) immer besser u. differenzierter untersucht.

  3. fassi
    fassi schreibt

    ..zum sich neu entwickelnden Verhältnis von Psychologie und Neurowissenschaft:

    http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/852453&_z=798884

  4. reaba
    reaba schreibt

    ..ach das ist nur "schleichwerbung" vom doc für den spenderaum in Bad Münder 🙂

    eine mir nahestehende person hats getestet und hielt es für den kracher schlechthin, das ambiente, die mediale anregung, eben einfach alles 😉

    ernsthaft: ich weiß nicht ob es qualitative unterschiede bei männlichen orgasmen gibt, aber wenn ich überhaupt einen unterschied bei der abgabesituation vermuten würde, dann den zwischen intensität des orgasmus (sicher messbar, oder?) und relativer qualität des ejakulates….aber das mag ja auch ein weibliches vorurteil sein…

    insofern wäre der faktor qualität in abhängigkeit vom "tagungsort" gar nicht so abwegig…aber vielleicht nicht komatibel mit selbsteinschätzung und psyche der ehefrau 😉

    lg reaba

  5. Suse
    Suse schreibt

    hatte grad meine "GEhirn und Geist" abbestellt…
    steht nicht mal dabei, wer den Artikel geschrieben hatte (habs jedenfalls nicht entdeckt)….

    jaja, die Psyche als eigenständige Sparte…
    wer sich interessiert, möge Myrtek lesen (hab leider grad keinen Buch-oder Fachartikel-Titel hier). Myrtek ist Psychologe UND Mediziner (hat den Vorteil, daß er von Psyche mehr versteht als die Psychiater, und von Medizin mehr als die Psychologen normalerweise).
    Myrtek hat mit dem Freiburger Ambulanten Monitoring den ZUsammenhang zwischen Emotionen und Kognitionen untersucht. Ergebnis niederschmetternd…

    Die Psychologie muß in Zukunft einerseits aus ihrer Mottenkiste raus und die Ergebnisse der Neurobiologie nutzen (z B brandneu: Furcht wird auch sozial gelernt – es braucht nicht mal eigenes persönliches Erleben)…

    Andererseits sind die Mechanismen alles andere als trivial. Beteiligt sind an emotionalen "Durchschlägen" in die somatischen Bereiche Hirnregionen wie die Amygdala (so ne Art Sofortumschalter), aber auch das hypophysäre-hypothalamische System, die Nebennierenrinde und wer weiß noch was für weitere Hormonproduzenten, Transmittersysteme udn so weiter….

    Ich weiß ncihtmehr genau, wie das mit dem Orgasmus in der nervalen Ansteuerung war, aber ab einem bestimmten Erregungspunkt wird der vom Rückenmark aus gesteuert. Das ist der Punkt, an dem der Prof lustig meinte, da könnte man dem Mann das Hirn entfernen, und es würde theoretisch trotzdem noch funktionieren. Bei Frau wußte er es auf nachfrage nicht so ganz genau, aber vermutete Ähnliches….

  6. Suse
    Suse schreibt

    ach so, Myrtek hat auch die ZUsammenhänge zwischen Emotionen und Körperlichen REaktionen untersucht. (Ergebnis ähnlich bedauerlich)
    Er sprach immer von bewußtseinsfähigen, aber nich bewußtseinspflichtigen Vorgängen…

  7. Suse
    Suse schreibt

    schleichwerbung?

    :-O

  8. fassi
    fassi schreibt

    "Gehirn und Geist" hab ich erst kürzlich online entdeckt und Suse bestellt schon wieder ab …
    das Autorenkollektiv ist zu Beginn d. Artikels, 6 Fotos oben links, anklickbar..

    zur Samenabgabe: Daheim kann man ( wer mag ) gemeinsam abgeben "spielen", und Frau geht dann z.B mit dem Töpfchen zur Praxis, in Wintermonaten irgendwie mögliches Auskühlen körpernah vermeidend … absurd- lustig- bizarr..laut Studie weder besser noch schlechter..
    vorausgesetzt man schafft´s dann auch in 30 Min
    😉

    Faszinierend zu solchen Gehirn /Geist-Fragen finde ich z.B :
    z.B dass Russen, welche nur die Begriffe Hell- oder Dunkelblau kennen, BLAU (messbar) anders wahrnehmen, als Menschen, die auch den neutralen Begriff Blau in ihrer Sprache kennen:
    http://www.welt.de/wissenschaft/article843143/Russen_sehen_Blau_anders_als_Amerikaner.html?page=2

    Viel wird ja zu diesen bewußtseinfähigen/- pflichtigen Vorgängen diskutiert zur Grundfrage "freier Wille" und den Unklarheiten der Definitionen bezüglich Willensfreiheit vs Handlungsfreiheit.. zumindest auf Letztere legen wir ja vermutlich mehrheitlich Wert …

    " aber vermutete Ähnliches…." Oh je, wenn das ehrlich war ? 😉

  9. Suse
    Suse schreibt

    grinsel… doch, ich denk schon, daß der Prof da ehrlich war…man darf jedoch nicht übersehen, daß er zeit seines Lebens mit dem Konzept "eheliche pflicht" als Normalzustand – äh – lebte… Gab auch bei wissenschaft.de mal nen Artikel, der behauptete, vergewaltigte Frauen würden signifikant häufiger schwanger (halte ich für einen Störeffekt, bzw eine Korrelation über weitere Faktoren wie Nicht-Verhüten, wenn man keine sex. Kontakte anstrebt)

    ja, über die Sache mit der Farbbenennung (Wahrnehmung nebst kognitivem Konzept plus Trainingseffekte und Kapazitätsproblemen, 7 plus minus 2 bit Parallelverarbeitung ) gab es auch früher schon untersuchungen mit irgendwelchen Völkerstämmen im Urwald…
    (Goluboi bedeutet übrigens nebenbei auch noch schwul….zwar nur Jargon, aber versteht jeder Russe…)

    Die Diskussion zum Freien Willen ist schlicht verfehlt. Die Überlegungen sind faszinierend, aber methodisch nicht sauber durchgetestet. Zur Methodik gehören auch ordentliche Begriffsbildung, Hypothesenbildung etc pp.
    Witzisch wäre ja, gäbe es keinen freien Willen. Justiz, soziales Zusammenleben, bis hin zum gezielten lernen wären sinnlos und hinfällig….

    und was das Ejakulat betrifft… ja, der Spaßfaktor ist sicher nicht zu unterschätzen, unabhängig von der Qualität des Ejakulats. Spätestens wenn das Kind da ist und einem die Nerven raubt (meine waren Experten darin, jedes potentielle weitere dürfte mindestens genauso sein 😉 ) merkt man genau, wieviel einem "Spaß an einer Sache" wert ist….
    das ist die Wahrheit, nichts als die Wahrheit…

    ist doch ein ermutigendes Ergebnis, daß das Ejakulat selbst nicht leidet.