333 Eizellen 3 Schwangerschaften


it is in the seed, not in the soil

Gestern habe ich hier einen Artikel eingestellt, der aufzeigte, dass die hormonelle Stimulation der Eierstöcke im Rahmen einer künstlichen Befruchtung auch Einfluss auf die Chromosomen der Eizellen haben kann.

Eine Artikel der Zeitschrift „Reprod Biomed Online“ zeigt einmal auf, wieviel letztlich bleibt, wenn man mit 333 Eizellen ins Rennen geht. Wichtig ist der Hinweis, dass es sich dabei um Eizellen von Patientinnen mit wiederholten Fehlversuchen bei IVF, Fehlgeburten in der Vorgeschichte oder einem höheren Alter handelt.

Es wurden 333 Eizellen nach hormoneller Stimulation entnommen. Bei 183 der Eizellen (55%) kam es zu einer Befruchtung und Entwicklung von Embryonen, die einer PID zugeführt werden konnten. Es wurden dabei Zellen dieser Embyonen entnommen und genetisch untersucht.

Von den untersuchten Embryonen wiesen schließlich lediglich 33 (18%) einen normalen Chromosomensatz auf, was 9,9% der Eizellen entspricht. Davon entwickelten sich jedoch nur 26 so weiter, dass man sie in die Gebärmutter zurückgeben konnte.

5 der Embryonen nisteten sich ein aber lediglich 3 davon führten zu einer Lebendgeburt.

Eine ungeheure Verschwendung, ganz ohne Zweifel. Sicherlich ist dies nicht als echte Studie zu werten, sondern eher als anekdotische Schilderung bei Patientinnen mit ungünstigen Voraussetzungen. Im Zusammenhang mit der eingangs erwähnten Theorie stellt sich dennoch mehr denn je die Frage, wie es um die chromosomale Verteilung bei Eizellen aus einem unstimulierten Zyklus bestellt ist und ab welcher Eizellzahl pro Punktion diese möglicherweise leidet.

Patrizio P, Bianchi V, Lalioti MD, Gerasimova T, Sakkas D
Reprod Biomed Online. 2007 Jan;14(1):92-5
High rate of biological loss in assisted reproduction: it is in the seed, not in the soil.


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Kommentar

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7 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Emilia schreibt

    Dies war schon immer meine These. Die Chancen schwanger zu werden bei einem nicht stimmulierten Zyklus ist meines erachtens nach viel höher. Umso mehr Eier umso mehr leidet die Qualität der Eizellen. Für mich kommt nach 5 Versuchen auch nur ein Spontanzyklus in frage, da ich einfach meinen Köper kennen gelernt habe. Pummt man mir höhere Dosen an Hormonen ein, hab ich zwar viel mehr Eizellen aber bringen tut mir das nicht viel. Den besten Versuch hatte ich mit 2 entnommenen Eizellen und einer Befruchtung, dieser war auch mein erster Versuch.

  2. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Naja, das würde ich so jetzt nicht stehen lassen. Aber möglicherweise ist die Chance besserm wenn man vorsichtiger stimuliert. Und es gibt sicherlich auch einzelne Fälle, bei denen die IVF ohne Stimulation vielleicht auch die bessere Alternative ist.

  3. Elmar Breitbach
    LeeLee schreibt

    Ist es dann unter dem Gesichtspunkt eher schlecht oder eher gut, wenn man auf eine niedrige Stimu-Dosis mit vielen Eizellen reagiert?

  4. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    LeeLee: Es gibt Ausnahmen 😉
    Im Ernst: Eine zu starke Reaktion ist sicherlich besser als eine zu schwache (low responder). Aber am besten funktioniert es wohl – auch nach meiner Erfahrung – bei Frauen mit einer normalen Reaktion der Eierstöcke, die man eher mild stimuliert. Wobei man das nicht so pauschal sagen kann. Gelegentlich ist die Befruchtungsrate eher schlecht oder Ähnliches und dann sind ein paar Eizellen mehr sicherlich auch nicht von Nachteil.

  5. Elmar Breitbach
    Merry schreibt

    Ist ein Eiersprung möglich nach einer Hormonstimulation ohne HCG Spritze?

  6. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    @ Merry: Ja, aber diese Frage ist hier völlig fehl am Platz, der Artikel geht um etwas anderes. Solche Fragen sind im Kinderwunsch-Forum wesentlich besser aufgehoben.

  7. Elmar Breitbach
    Merry schreibt

    Danke