Landesweite Psychopharmakatherapie


Die Japaner haben haben nach Litauen und Russland eine der höchsten Selbstmordraten weltweit. Was liegt also näher, als diesen Umstand zu ändern? Man würde nun denken, dass nach den Ursachen dafür geforscht wird und man versucht, diese abzustellen.

Japanische Wissenschaftler haben mit einer für dieses Land typischen Form von Verdrängung und dem Wunsch nach schnellen einfachen Lösungen nun den Vorschlag gemacht, Lithium ins Trinkwasser zu geben:

Für ihre Studie haben sie haben sie das Trinkwasser der 18 Gemeinden der Präfektur Oita auf der Insel Kyushu auf die natürlich vorkommenden Lithium-Konzentrationen untersucht. Die unterschiedlichen Werte, die erheblich variierten und zwischen 0.7 bis zu 59 Mikrogramm pro Liter lagen, verglichen sie mit den Selbstmordraten der Gemeinden. Das Ergebnis für die Jahre 2002 bis 2006: Die Gemeinden mit den höchsten Lithium-Werten im Trinkwasser hatten die geringsten Selbstmordraten. Auch wenn die Konzentration sehr gering ist, könnte nach der Vermutung der Wissenschaftler die konstante Aufnahme eine kumulative Wirkung haben.

Das ist schon ein ziemlich kruder Lösungsansatz. Man fühlt sich an schlechte Science Fiction Stories erinnert. Wer sich also in Zukunft in Japan wirklich umbringen möchte, der sollte bis dahin am besten auf Mineralwasser aus der Flasche umsteigen.

vollständiger Artikel, via „Leben ohne Diät„.


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Kommentar

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12 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    Letztlich ist der Lösungsansatz Medikamente ins Trinkwasser zu geben doch nicht neu .
    Wo ist allerdings der Anfang und das Ende des Legitimen?
    Es fängt doch bereits mit der Chlorierung an um die Keimbildung zu verhindern, geht weiter mit der Fluorierung (z.B. in der Schweiz) um die Qualität der Zähne in der Bevölkerung zu verbessern.
    Diese Maßnahmen werden dann nicht "Beimischung" genannt sondern verstecken sich in diesem Fall – so wie eine Vielzahl anderer und wirklich notwendiger Maßnahmen – leicht euphemistisch in der "Aufbereitung" versteckt.

  2. Elmar Breitbach
    Xanthippe73 schreibt

    … interessantes Konstrukt. Der antisuizidale Effekt von Lithium ist bekannt und wird auch hier oft therapeutisch genutzt. Allerdings frage ich mich, ob bei der Studie auch BLutspiegelkonzentrationen gemessen wurden, um zu sehen wie hoch die Wirkstoffkonzentrationen überhaupt sind und wie die SChilddrüsen- und NIerenfunktionen der Bewohner sind, wenn sie immer mit "viel Lithium" leben müssen.
    Abgesehen davon ist Li (im Ggs zu Fluor/Chlor) eine psychisch wirksame Substanz und derartige kautzige Ideen werden sich wohl (hoffentlich) eher nicht durchsetzen.

  3. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    ..hätten wir das selbe problem damit, wenn ein land mit häufig vielen fehl – oder missgebildeten kindern (offener rücken, LKGS etc) das trinkwasser mit folat anreichern würde..?
    was ich am japanischen beispiel so "krank" finde, ist dass nicht erstmal kulturelle (da kommt harakiri her) oder zivilisatorische (5 tage urlaub im jahr) gründe hinterfragt werden, von soziologischen dingen (familienstruktur etc) ganz zu schweigen. das macht lithium im trinkwasser besonders nachdenkenswert, finde ich, nicht die tatsache an sich, dass man mineral/vitamin oder ähnlich harmlose zusätze beimengt.
    grundsätzlich finde ich jedoch, dass man die bevölkerung informieren und abstimmen lassen sollte ob prävention vor krankheiten in dieser form überhaupt gewünscht ist.

    jeder psychiater der mit lithium arbeitet, wird jedoch aufgrund der dosierung wohl einen anfall akuter erheiterung erleiden, denn die dosis ist eher homöopathisch.

  4. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Tja, mit Medikamente löst man alle Probleme (?!).
    Aber wie reaba sagt, die Gründe werden nicht untersucht (Stress, zu viel Arbeit, usw.).
    Und hat Lithium keine negative Wirkungen?

  5. Elmar Breitbach
    Leya schreibt

    Mir hat ein Professor mal erzählt dass genau das selbe nur mit einer Antibabypille einmal in einem Land(irgendwo in Südamerika)von der Regierung "veranstaltet" wurde. Folge dieses "Experiments" war, dass es ganze zwei Geburtenjahrgänge dort gar nicht gibt, weil keine Kinder geboren wurden. Ob das so ganz stimmt weiss ich nicht, da ich bei meiner Internet-Recherche leider nicht weit gekommen bin. Ich finde es schon sehr krass,und wer weiss schon wie wir so über unser "Trinkwasser" beeinflusst werden*malebenbisselparanoidwerd*

  6. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    Warum wird mein Beitrag offensichtlich so interpretiert, daß ich eine Medikamentöse Behandlung via Trinkwasserversorgung befürworte – so muss ich leider die (indirekten) Reaktionen darauf deuten. Das sage ich mit keiner Silbe und lehne es auch in jedem Fall ab! Trinkwasser gehört *nichts* zugesetzt – weder Chlor, Fluor noch Lithium. Allenfalls kann man darüber nachdenken mit entsprechenden Verfahren schädliche Substanzen zu entfernen (z.B. Uranoxid, hohe Kalkgehalte, Nitrate, usw.)
    http://de.wikisource.org/wiki/Der_Zauberlehrling

  7. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Ich finde, gerade bei Trinkwasser muss man extrem sensibel sein, was die Zusätze betrifft, einfach, weil es sehr schwierig ist, ohne das Wasser aus der Leitung zu leben (wer schon mal in den Tropen war und da das Trinkwasser wegen der darin potentiell enthaltenen Krankheitserreger nicht benutzen durfte, weiss das). Ich finde deshalb auch den Vergleich mit Folsäure, Fluor und ähnlichem nicht sehr treffend, da ich selbst das bedenklich finde (genauso wie das massenhafte Zusetzen von Vitaminen in Nahrungsmitteln). Dann lieber Folsäure oder Fluor umsonst verteilen, dann hat jeder die Wahl, ob und wie viel er davon zu sich nehmen möchte.

  8. Elmar Breitbach
    Xanthippe73 schreibt

    noch ergänzend:

    "Wer sich also in Zukunft in Japan wirklich umbringen möchte, der sollte bis dahin am besten auf Mineralwasser aus der Flasche umsteigen."

    … oder ne Überdosis aus der Leitung nehmen *g* (Lithium ist nämlich nicht nur antisuizidal sondern auch sehr toxisch)

  9. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    @ xanthippe – Hm, man würde da wohl Lithium-Crabonat beimischen. Die toxische Dosis bei der 50% der Spezies sterben würden (LD50) beträgt 718 mg/kg-Körpergewicht. Nehmen wir mal ein Leichtgewicht von 50 kg und runden großzügig ab – die tödliche Lithiumcarbonatdosis dementsprechend mal mit 30g angenommen. So, nun noch die höchste gemessene Lithium-Konzentration in Japan mit 59 µg/l (0,000059 kg/l) zugrunde legen. Mensch müsste also gute 500 Kubikmeter Trinkwasser zu sich nehmen.

    Ich empfehle daher den Verzicht auf Leitungswasser und die Wahl von Lithiumarmen Mineralwasser. 😉

  10. Elmar Breitbach
    Hasenohr schreibt

    Das ist heftig!
    Mal abgesehen von der Ignoranz der Entscheidungsfreiheit eines jeden Menschen ist so eine Numemr nicht ungefählrich. Denn was ist mit den Leuten, die ohnehin Lithium nehmen (müssen)?

    Die sind mit einer L-Vergiftung dann das kleinere Übel???

  11. Elmar Breitbach
    Xanthippe73 schreibt

    @remis: interessante Rechnung. Das mit dem Wasser war aber der Versuch eines kleinen Scherzes 😉
    Abgesehen davon kommen bei den Dosierungen, die im Trinkwasser sind, auch keine eigentlich wirksamen Dosen zusammen (zumindest keine, wie sie in der Psychopharmakotherapie Anwendung finden)

  12. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Meinungsmanipulation durch unfreiwillige Zuführung bestimmter Stoffe (da man sich dem Trinkwassernetz ja kaum entziehen kann) – das ist hart!

    Ich bin auch für die Forschung nach den sozialen Ursachen und nach dem Abstellen der Probleme. Und wer sich selbst dafür entscheidet, seine Depressionen mit Lithium zu behandeln, der wird gewiss die Möglichkeit haben.