Sichere Geschlechtsvorhersage ist ab der ersten Schwangerschaftswoche möglich



Das teilt zumindest die Seite „Baby-Orakel“ mit:

Nach jahrelanger statistisch-empirischer Vergleichsforschung wurde eine neue Berechnungsmethode gefunden, um das Geschlecht Ihres Babys schon im Frühstadium Ihrer Schwangerschaft bestimmen zu können. Ab der 1.SSW können auch Sie jetzt direkt und ohne medizinisches Risiko das Geschlecht Ihres ungeborenen Kindes ermitteln lassen.

Das ist doch mal wirklich etwas Neues, schon ab der ersten Schwangerschaftswoche, also noch vor dem Eisprung. Hut ab! Und wie machen die das? Die Methode ist wissenschaftlich hoch interessant: Erst einmal wird der Name, Schwangerschaftswoche und die Email-Adresse benötigt. Und 19,90 Euro per Pay-Pal-Konto.

Dann konzentrieren Sie sich ca. 20 Sekunden auf Ihr ungeborenes Kind und geben in das erste freie Feld achtzig Zahlen zwischen 0 und 9 ein.
Sodann konzentrieren Sie sich nochmals ca. 20 Sekunden auf Ihr ungeborenes Kind und geben in das zweite freie Feld achtzig Buchstaben von A bis Z ein.

Und das war´s. Nach 1-3 Tagen Bearbeitungszeit wird einem dann das Ergebnis zugeschickt. Die Ersteller der Seite sind sich sehr sicher über die Zuverlässigkeit ihrer Methode und geben sogar eine Garantie:

Wir geben Ihnen eine 100%ige Geld-zurück-Garantie für den Fall, daß wir uns bei der Geschlechtsbestimmung einmal irren sollten. In diesem Fall erhalten Sie bei Vorlage einer amtlichen Geburtsurkunde den von Ihnen gezahlten Betrag ohne Wenn und Aber zu 100% zurück.

Dass ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin, ärgert mich ein wenig. Denn schon lange hätte ich so eine Seite auch selbst machen können. Allerdings hätte ich dazu keine wissenschaftliche Basis benötigt, sondern einfach jede eingehenden Email abwechselnd mit „Mädchen“ oder „Junge“ beantwortet. Irgendwann wären die Kinder dann zur Welt gekommen und in 50% der Fälle hätte ich recht gehabt. Würden dann alle, bei denen die Vorhersage nicht stimmte, mir wirklich eine Geburtsurkunde schicken und ihr Geld zurückfordern, bliebe mir noch die Hälfte der Einkünfte, also ca. 10 Euro pro Anfrage, statt 19,95. Ein unschlagbares Business-Modell. Aber da ist mir nun leider die Wissenschaft zuvorgekommen.

Bareis Consulting (Institut für Empirisch-Statistische Diagnostik) haben da natürlich noch bessere Einnahmen, da sie aufgrund ihrer wissenschaftlichen empirisch-statistischen Methode eine sehr viel bessere Treffer-Quote haben.


Und eins muss man N. R. Bareis lassen. Er beschäftigt sich neben der Wissenschaft auch mit vielen anderen spannenden Themen und verkauft Reisen, Handys, Subunternehmer, Megamin (ich habe nicht herausfinden können, was das ist, kann man aber kaufen), Erfolg und ein Leben auf der Überholspur. Und noch vieles andere. Ein Tausendsassa.


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