Eckehardt Fuhr ist genervt


Eckehardt Fuhr ist genervt. Akademikerinnen sind es, die ihn nerven.
In der Welt lässt sich er sich zum Thema „kinderlose Akademikerinnen“ aus. Als Pseudo-Alt-68er habe ich „Die Welt“ bisher nur beim Friseur gelesen (wg. Springer-Presse), daher kann ich nur vermuten, dass die Rubrik „Fuhrs Woche“ eine Glosse ist. Vielleicht ist der Artikel sogar komisch, wenn man nicht betroffen ist. Und zweifelsohne sind Sätze wie dieser: […]“ So sehr sie der Gedanke schmeichelt, exklusiv zur Weitergabe der eigenen Gene eingeladen zu werden, so erkennen sie doch am Horizont die Möglichkeit, dass diese Exklusivität zur Last werden könnte, wenn sie partout auf Gegenseitigkeit beruhen soll“ […] sehr unterhaltsam formuliert.

Ob die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen an den hohen Ansprüchen bei der Partnerwahl scheitert? Das sieht zumindest E. Fuhr so. Er hat seine Kinder gezeugt, wie es gerade kam: „Aus Lebenserfahrung weiß ich, dass die wenigsten Kinder geplant sind.„. Man kann nur vermuten, wann Herr Fuhr von seinem Fortpflanzungstrieb „übermannt“ wurde. Auf dem Heimweg vom Stammtisch, an dem er üblicherweise seine Recherchen durchführt? Und er findet es begrüßenswert, wenn die Lust „die Kraft hat, einen Lebensplan durcheinander zu bringen und so Platz für Nachwuchs zu schaffen„. Die Mütter seiner Kinder sind keine Akademikerinnen, so viel wird klar, wenn man weiterliest:“Kommen Akademikerinnen seltener als andere Frauen in Situationen, die solche Folgen zeitigen?“

Wir fassen zusammen: Die Erfüllung des Kinderwunsches scheitert bei Akademikerinnen an deren hohen Ansprüchen im Hinblick auf den Vater ihrer Kinder. Und an der Lebensplanung, die mit einer akademischen Karriereplanung zwangsläufig einhergeht. Und das unterscheidet sie von Frauen ohne eine akademische Ausbildung.

Hut ab, der Mann ist mutig. Aber bevor nun Akademikerinnen und Nichtakademikerinnen aus unterschiedlichen aber verständlichen Motiven den Kopf von Herrn Fuhr fordern und von Männern, die nicht „exklusiv zur Weitergabe der eigenen Gene eingeladen“ wurden, die ersten Fanclubs gegründet werden:“Indem ich diese Frage stelle, weise ich sie auch schon empört zurück, denn sie fährt unweigerlich in die Zone eines trüben Primitiv-Chauvinismus„. Ach so, dann ist es ja gut. Fast hätte man ihn missverstanden.


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