Achterbahnfahrt macht schwanger


Es wird ja oft im Forum darüber spekuliert, was man nach einem Eisprung nicht tun darf, um den Eintritt einer Schwangerschaft nicht zu gefährden. Achterbahnfahren können Sie jetzt von dieser Liste streichen, wie die Internet-Nachrichten-Agentur INAR berichtet:

Nach einer Fahrt auf einer der größten Achterbahnen der Welt ist eine Frau aus Hamm (Westfalen) schwanger geworden und hat ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Der bekannte Hamburger Gynäkologe Dr. Thomas Gent (der Landesverbandsvorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte begleitete mehr als 4.000 Geburten): „Es ist nicht auszuschließen, daß die Befruchtung durch die auftretenden Beschleunigungskräfte der Achterbahn erfolgt ist.“

Seit vielen Jahren hatte sich das Ehepaar Elbing ein eigenes Kind gewünscht. Doch die Ehe blieb kinderlos. Arnold Elbing (37): „Wir haben uns bei verschiedenen Ärzten untersuchen lassen – niemand konnte uns eine plausible Erklärung geben. Schließlich begannen wir sogar, über eine künstliche Befruchtung oder eine Adoption nachzudenken.“ Dann der 18. September 2004: An diesem Tag besuchte das Paar im Holiday Park Hassloch (Rheinland-Pfalz) ein „Anti-Angst-Achterbahn“ Seminar. Grund: Nayade Elbing (28), gebürtige Kubanerin, wollte endlich angstfrei rasante Fahrattraktionen in Freizeitparks genießen. „Selbst in Disneyland wollte meine Frau nirgendwo einsteigen“, erinnert sich Ehemann Arnold.

Vorangegangen war dem Seminartag eine romantische Liebesnacht – und dann, am Nachmittag, als Höhepunkt des Anti-Angst-Seminars – kam es zur Fahrt in einer der spektakulärsten Achterbahnen der Welt. Bei Tempo 120 km/h stürzen die Passagiere der „Expedition GeForce“ im Holiday Park Hassloch aus über 60 Metern Höhe senkrecht in die Tiefe – siebenmal erleben sie auf der 1,3 Kilometer langen Strecke sogar Schwerelosigkeit durch den Wechsel von positiven und negativen G-Kräften, die in der Differenz der sechsfachen Erdbeschleunigung entsprechen.

„Ich habe bei dieser verrückten Fahrt an überhaupt nichts gedacht“, lacht Nayade Elbing. „Schon gar nicht daran, daß in diesen Sekunden unser Familienglück perfekt werden könnte!“ Gewißheit brachte eine Woche später der Test: Die junge Frau war tatsächlich schwanger! Dr. Thomas Gent: „Spermien sind mehr als 48 Stunden lebensfähig. Bedenkt man, was eine Beschleunigungs-Differenz von sechsfacher Erdanziehung im Körper alles bewerkstelligen können, ist es möglich, daß während der Fahrt die Spermien durch die Eileiter gedrückt wurden. Der Abbau von Ängsten durch das Seminar könnte zusätzlich positiv für eine Schwangerschaft gewirkt haben, weil häufig auch psychische Ursachen Grund für Kinderlosigkeit sind.“

Einen endgültigen Beweis für die Achterbahn als Schwangerschafts-Garant gibt es natürlich nicht. Familie Elbing ist’s egal: Der kleine, jetzt sieben Wochen alte Leandro Elias hat von Papa Arnold längst den Spitznamen „GeForce“ bekommen. Und Parkdirektor Wolfgang Schneider freut sich über das Glück der jungen Familie: „Wann immer der kleine Elias in Zukunft den Park besucht – der Junge hat freien Eintritt!“ Ein Versprechen, mit dem der Parkdirektor vielleicht nicht allzu voreilig sein sollte: „Eigentlich wollen wir noch ein zweites Kind“, sagt Arnold Elbing. „Vielleicht werden wir den nächsten Urlaubs-Sommer in der Nähe des Holiday Park verbringen und dort sehr viel Achterbahn fahren….“

Ich habe schon viele verrückte Sachen gelesen, wenn es um ungewöhnliche Methoden ging, seinen Kinderwunsch zu erfüllen. Diese steht in der Liste aber ganz oben. Übrigens habe ich diese Nachricht sonst nirgends finden können. Die Spekulation ist ja schon ziemlich wild, aber ob diese Geschichte überhaupt so passiert ist, vermag ich daher nicht zu verifizieren.

Wenn es stimmt, wäre mein Vorschlag, Achterbahnfahrten auf Rezept zu erstatten. Billiger als Inseminationen ist es für die Krankenkassen bestimmt.


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Kommentar

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13 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Sylvie schreibt

    Als ich den Text gelesen hatte musste ich schmunzeln. Letztes Jahr im September hatten wir für das Jahr unseren letzten Hormonversuch. Ich habe die 2 Wochen der Warteschleife ehrlich gesagt nicht mehr so Ernst genommen und wir waren im Heidepark Soltau. Nach langen überlegen bin ich auch mit der Achterbahn gefahren. Ich dachte damals wenn ich schwanger werden sollte dann auch mit Achterbahnfahrt. Und siehe da 2 Wochen später war ich schwanger. Heute ist unser Sohn 3 Monate alt und ich dachte nie das ich so einen Artikel mal lese. Vielleicht war es auch bei uns diese Fahrt.

  2. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Nicht zu fgassen 🙂

    Nur zur Ergänzung der Information: Limit oder Collossus? Oder beides?

  3. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    das "Phantasialand" ist keine 30 Autominuten entfernt…wir fahren hin in der nächsten WS ;-)!

    Endorphinausschüttung als Einnistungsfaktor? G-Zusatz bis zue Eileiter nur so flattern und aufgehen? Ein Krümelchen, daß sich vor lauter Angst festbeißt, weil es sonst den "Drehwurm" bekommt?

    Göttliche Vorstellung :-)))))!

  4. Elmar Breitbach
    Sylvie schreibt

    Hallo Herr Dr. Breitbach!

    Beides natürlich – ich habe lange davor gestanden aber es dann doch gemacht und finde es urkomisch heute so einen Artikel zu lesen.

  5. Elmar Breitbach
    Lisa schreibt

    Wie kann denn eine Woche nach der Achterbahnfahrt (und der GV war ja wohl am Tag davor…) schon ein Test positiv anzeigen???

    Wahrscheinlich wurde die befruchtete Eizelle noch während der Fahrt in die Gebärmutter geschleudert und hat sich sofort dort eingenistet…
    ;-)))

    Mal sehen, was ich in der nächsten Warteschleife so alle anstelle…

  6. Elmar Breitbach
    Sylvie schreibt

    Hallo Lisa,
    da hatte ich mich wohl komisch ausgedrückt: Eine Woche nach GV waren wir im Heidepark und am 6.-7. Tag ist ja die Einnistung. Ob es an der Fahrt gelegen hat kann leider nur der liebe Gott beantworten. 2 Wochen nach dem GV war der Bluttest beim Doc. Also nicht einen Tag danach.

  7. Elmar Breitbach
    Lectorix schreibt

    Oh nein… was für ein Horror. Wo ich absolut nicht achterbahntauglich bin und mir danach die Seele aus dem Leib kotzen würde… Ich darf das bloß nicht meinem Mann zeigen, der versucht schon die ganze Zeit, mich zum Achterbahnfahren zu animieren… Au weia… Der macht das im nächsten Versuch echt wahr… 🙂

  8. Elmar Breitbach
    Ichbins schreibt

    Hallo!

    Ich kann das bestätigen. Unglaublich aber wahr.

    Allerdings keine Achterbahnfahrt, sondern ein Besuch in der Münchner Bavaria.

    Dort gibt es ein 4D Kino (damals nur 3 D 😉 ). Man wird ähnlich wie bei einer Achterbahn im Sitz hin- und hergeschleudert.

    Jedenfalls war ich dort am 27. Mai 2002 und am 13. Juni hatte ich einen positiven Test. Und das nach 10 Jahren Kinderwunsch.

    Obs am Kino lag? Man wird es nie wissen.

  9. Elmar Breitbach
    lexi74 schreibt

    Ach herrje, irgendwas hab ich da wohl falsch gemacht 😉

    Waren in der 1. WS im Europapark, aber vielleicht hätte ich NUR Achterbahn fahren sollen.

    Wäre mir zwar tierisch schlecht geworden, aber was mach man nicht alles 😉

    Aber über den SST in dem Bericht,der nach 1 Woche schon positiv anzeigt, hab ich mich auch gewundert!! Durch das 7x schwerelos sein hat sich sicher alles beschleunigt *LOL*

  10. […] oher See vornehmen möchte. Nicht aufgrund des schaukelnden Untergrundes, der hier ja auch kürzlich als fruchtbarkeitsfördernd beschrieben wurde [Edit: […]

  11. Elmar Breitbach
    Stefan schreibt

    Wie wirkt denn dann wohl der höchste freie Fall in Soltau beim Kinder zeugen? ( PS der Turm ist echt klasse ).
    Nur *hmm* haben die nun in der Achterbahn gezeugt um die Angst zu überwinden oder fand dort wirklich "nurnoch" die Befruchtung statt? *grübel*

  12. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Der ist wirklich Klasse, da kann ich nur zustimmen 🙂 Eins weiß ich sicher, in dem Turm haben die ihr Kind nicht gezeugt 😉

  13. […] erinnerte mich an den Artikel „Achterbahnfahren macht schwanger„, der auch hier verlinkt wurde, ebenso wie eine Reihe Kommentare von Kollegen zu dieser […]