IVF-Behandlungen: Leicht ansteigende Tendenz


An diesem Wochenende findet in Frankfurt das 22. Jahrestreffen der Deutschen IVF-Zentren in Frankfurt statt, bei dem auch die Ergebnisse des Deutschen IVF-Registers veröffentlicht werden. Aktuell sind die Zahlen noch nicht einsehbar, der Vorsitzende Dr. Klaus Bühler berichtete dem Nachrichtenmagazin Focus jedoch bereits vorab, dass 29 Prozent aller Behandlungen im Jahr 2007 zu einer Schwangerschaft führte, eine leichte Steigerung gegenüber den 28 Prozent vom letzten Jahr.

Es konnte darüber hinaus über einen leichten Anstieg der IVF-Behandlungen berichtet werden, wobei ich aus den Zahlen der Pressemitteilung nicht so recht schlau werde: Es sei ein leichter Anstieg der künstlichen Befruchtungen auf 65.000 Behandlungen zu verzeichnen gewesen und 10.000 Kinder seien in Folge dieser Behandlungen geboren worden. 65.000 wäre ein extrem hoher Anstieg und 10.000 Kinder entsprächen einer Schwangerschaftsrate von 15%. Irgend etwas stimmt bei diesen Angaben nicht.

Man wird also abwarten müssen, bis die endgültigen Zahlen im Deutschen IVF-Register veröffentlicht werden, was vermutlich in den nächsten Tagen der Fall sein wird. Dann mehr dazu an dieser Stelle.


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Kommentar

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4 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    10.000 Kinder entspräche einer Geburtenrate pro begonnenem Zyklus von ca. 15%, keiner Schwangerschaftsrate. Wo ist da das Problem?

    Die Schwangerschaftsrate von 29% bezieht sich ja nicht wirklich auf alle Behandlungen, sondern auf die erfolgten Embryotransfere.

  2. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    65.000 ist doch gar nicht so ein extrem hoher Anstieg. 2006 hatten wir 61.581 dokumentierte Behandlungszyklen.

  3. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @Rebella: Das ist natürlich ein Problem, wenn man die Zahlen so veröffentlicht. Weil damit mal wieder fast 40% lost to follow up nicht erwähnt werden.

    Aber die Zahl 65.000 beinhaltet auch die Kryozyklen, wie mir erst jetzt auffällt, was aber die Statistik dann wieder völlig unsinnig werden lässt, da die Ergebnisse bei Kryo deutlich niedriger sind und dann die Erfolgsrate sich vermutlich nur auf die "frischen Zyklen bezieht. Das waren 2006 nämlich nur 39.000 Zyklen. Plus fast 15.000 Kryozyklen (mit einer Schwangerschaftsrate von 18%).

    So darf man seine Zahlen nicht an die Öffentlichkeit bringen. Das bietet jedem wie auch immer motivierten Gegner der (deutschen) Reproduktionsmedizin genügend Futter für Kritik. Das ist anfängerhaft rumgestümpert. Dann lieber gar keine Presseerklärung.

  4. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Allerdings sollte man nie Zahlen an die Öffentlichkeit bringen, die mit großer Sicherheit falsch interpretiert werden. Aber das passiert überall. Nicht nur mit dem IVF Register. Ärgert mich auch immer wieder.

    Übrigens ist das DIR 2007 jetzt online.