ICSI: Lesenswerter Austausch


Ich verlinke eher selten auf einzelne Beiträge unseres Forums, habe dort aber gerade eben eine Diskussion gelesen, die ich sehr interessant fand (auch aus meiner, also der ärztlichen Sicht):

ich habe einmal eine grundlegende Frage: Ich habe hier in einigen Beiträgen gelesen, dass sich einige „keine ICSI vorstellen können“, „noch nicht für ICSI bereit sind“ oder so. Bei mir war/ist es so, dass ich mir über die ICSI ansich keine großen Gedanken gemacht habe….ich möchte halt ein Kind und wenn eine iCSI mir eins „schenken“ kann, dann mach ich halt eine ICSI.

Daher würde mich mal interessieren, woher diese Skepsis gegenüber einer ICSI kommt? Habt ihr Vorbehalte dagegen, und wenn ja warum? Habt ihr schlechtes über ICSIS gehört? Findet ihr eine ICSI moralisch bedenklich?

Wie gesagt, ich habe mir da keine großen Gedanken drüber gemacht und bin jetzt nur neugierig, was ihr über das Thema denkt. Ich möchte damit niemanden auf den schlips treten.

Es fühlte sich niemand auf den Schlips getreten.


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Kommentar

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8 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    sa be schreibt

    die icsi an sich finde ich völlig in ordnung und ich bin dankbar für diese methode. natürlich, regt es zum "nachdenken" an wenn ich später weiß dass gerade jener biologe / embryologe genau mein baby unter all den möglichen "zukünftigen babies" ausgesucht hat und somit schicksal gespielt hat. but on well… was ich allerdings viel viel fraglicher finde und worüber sich allerdings niemand äußert ist die tatsache wenn nach einer geburt – ein geschwisterchen (also hinterbliebene kryos aus dem zyklus der entstanden SS) aufgetaut werden sollen.
    da sind die kinder ja später zwillinge. und wie erkläre ich dann meinen töchtern, söhnen dass sie quasi zwillinge sind?

    da ich mir diesem thema bewusst bin, wäre auch das für mich keine moralische einschränkung.

    hier liegt die verantwortung ganz klar bei den ärzten die patienten hierauf auf zu klären, was bei mir so nicht passiert wäre und ich bin mir sicher viele wissen dies nicht einmal.
    (sorry, anderes thema aber auch sehr interessant)

  2. Elmar Breitbach
    Leyana schreibt

    @sa be

    Ich glaube, das ist eher eine Frage des persönlichen Empfindens. Ich würde das Geschwisterchen nicht als Zwilling betrachten, da es zwei verschiedene Schwangerschaften und zwei verschiedene Entbindungen wären.

    Über ihre "Herkunft" würde ich mein/e Kind/er allerdings grundsätzlich aufklären, wenn das Thema der Sexualität zB in der Schule aufkommt. Niemand sollte sich schämen, wenn man so eine Behandlung durchführen lässt und auch unsere Kinder sollten wissen, dass das längst kein Tabuthema mehr ist bzw. sein sollte! Und wahrscheinlich wäre mein Kind damit dann nichtmal alleine in der Klasse ;o)

    LG Ley

  3. Elmar Breitbach
    Steffi1984 schreibt

    Ich finde diese Hilfe nicht unmoralisch!!!

    Unmoralisch finde ich solche icsi´s wo man Geschlecht Augenfarbe und so wählen kann!!!

    Aber das ist für viele Paare die einzige Chance auf eigene Kinder!!

    ich persönlich gehöre auch dazu und bin froh das es sowas heute gibt!!

    In ein paar Jahren gibt es bestimmt eine neue Methode über die sich die, die das nicht durch machen aufregen können!!! Da kräht kein Hahn mehr nach icsi!!!

    LG STEFFI

  4. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ist jetzt die ICSI gegenüber herkömmlichen Behandlungsmethoden, wie z.B. Insemination gemeint oder gegenüber der IVF?

    Gegenüber weniger invasiven Behandlungsmöglichkeiten ist die ICSI auf jeden Fall eine Steigerung, zu der nicht jeder sofort bereit ist. Es wird deutlich höher stimuliert und man hat die Punktion – ein Eingriff, der meist unter Narkose stattfindet.

    Ich z.B. hatte vor meiner Behandlung eine Abneigung gegen Hormone. Ich hätte das Zeugs nie genommen, wenn ich keinen anderen Ausweg gesehen hätte. Das kann man auch so sehen, dass ich nicht zu dieser Behandlung bereit gewesen wäre, wenn es eine Alternative ohne Hormone gegeben hätte.

  5. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Uns hat sich diese Frage nie gestellt, aber bei uns ging aus auch nicht mit weniger invasiven Methoden los, sondern die Frage war einfach, wollen es versuchen mit einem eigenen Kind oder nicht. Wenn ja, dann ist ICSI der einzige mögliche Weg. Ich denke, dann hat man es leichter zu sagen, okay, dann machen wir halt was möglich ist.
    Schwieriger ist es sicher, wenn es theoretisch auf dem normalen Weg klappen könnte. Da wüsste ich auch nicht genau, wie ich dann entscheiden würde.

  6. Elmar Breitbach
    felicitas schreibt

    Ich schließe mich "atonne" vollkommen an. Mein Kinderwunsch war riesengroß und ich habe lange gelitten, bis endlich klar war, dass nur eine ICSI Aussicht auf Erfolg bieten würde. Natürlich hätte ich mir einen ganz normalen Weg zur Schwangerschaft gewünscht, da es aber nun einmal keine andere Chance gab, mußten wir eben das volle Programm nehmen. Niemand hat Freude daran, sich Spritzen zu geben, mit Überstimulation im Krankenhaus zu liegen und alle diese Schmerzen zu haben, aber ich habe nun 3 gesunde Kinder durch ICSI und habe nicht eine Spritze bereut!

  7. Elmar Breitbach
    Maja schreibt

    ich wede mich in diesem jahr einer icsi unterziehen. ja , und ich habe grosse angst was ich meinem körper da so antue. aber unser wunsch nach einem eigenem kind ist einfach so groß das wir es wagen. leider ist das unsere einzigste chance.!

  8. Elmar Breitbach
    m*g*ms schreibt

    Maja: Du tust deinem Körper da nichts sooo schlimmes an- deshalb gibst du dich ja in die Händen von Ärzten die sich gut auskennen und nicht von Scharlatanen, hoffe ich;-)
    Es gibt natürlich schöneres, vorallem, wenn es dann geklappt hat, aber du stehst das schon durch! Es ist/war bei vielen von uns die wohl Einzige Chance!
    Alles Gute!
    Wenn du Fragen hast guck mal ins Forum und frag nach!