Film: Frozen Angels


Frozen Angels ist ein Film von Frauke Sandig und Eric Black, der auf dem Sundance Film Festival 2005 uraufgeführt und mit dem Prix du Public der Visions du Reél in Nyon ausgezeichnet wurde. Er porträtiert eine Reihe von Menschen in Los Angeles, die einen Einblick in die neusten Techniken der Reproduktionsmedizin gewähren – und in die Schicksale, die damit verbunden sind.

ZDF, 24. November 2008, 0.05 Uhr
Dokumentarfilm, Deutschland/USA 2005
Länge: 89 Minuten
Naturgemäß geht es hier nicht um eine normale Kinderwunsch-Behandlung. Leihmutterschaft, Eizell- und Samenspende sind Themen des Films. Ein Film über IVF oder ICSI wäre wahrscheinlich zu langweilig oder zumindest für das größere Publikum nicht interessant genug.

Zu den Hauptfiguren des Films gehören Menschen, die dem Ziel der machbaren Perfektion dienen: die Leihmutter, die ihre Beziehung zu dem Ehepaar mit Kinderwunsch als „Arbeitsverhältnis“ bezeichnet und die behauptet, keine Empfindungen für das Baby zu haben. (Ihr Gesicht nach der Geburt, eine der stärksten Szenen des Films, sagt etwas anderes.) Die blonde Eizellen-Spenderin, die etwas Sinnvolles tun will: „Andere spenden Geld für Arme oder die Opfer von Katastrophen. Ich spende Eizellen.“ Der Reproduktionsarzt, der Cabrio fährt, Golf spielt, ein riesiges Haus hat und die neuen Methoden für den Kindersegen mit der Hundezucht vergleicht. Und zwar ernsthaft. [critic.de]

Frauen, die in Erwartung der Geburt ihres Kindes -ausgetragen von einer anderen- mit ihrem eigenen und dem Mutterbild des Partners kämpfen („Sie ist nur die leibliche Mutter, die Mutter bin ich„) sprechen für sich selbst, mit Kommentaren hält sich der Film zurück.

Der Film „mag manchen Zuschauer durch die Verbindung von großem Ensemble, komplizierter Struktur und komplexem Inhalt überfordern. Aber mit seiner adäquaten Bildsprache und seiner dramaturgisch interessanten Erzählhaltung nähert er sich auf künstlerisch anspruchsvolle Weise einem Thema, das den meisten Menschen – zumindest noch hier in Europa – einen kalten Schauer über den Rücken jagt[critic.de] “

Der Film lief vor ca. 3 Jahren in Deutschland, jedoch wie bei Dokumentarfilmen oft üblich, nicht im regulären Film-Programm der Kinos, sondern in speziellen Vorführungen. Hier geht es zur Webseite zum Film. Hier findet sich auch eine Liste interessanter Zitate aus den Film-Interviews

Ankündigung im ZDF


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Kommentar

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6 Kommentare
  1. Donza
    Donza schreibt

    Das hört sich ja interessant an!
    Leider ’ne doofe Uhrzeit.
    (Nein, ich kann meinen Videorecorder nicht programmieren.)

  2. Junipa
    Junipa schreibt

    Blöde Uhrzeit!! Wir haben leider gar keinen funktionierenden Videorekorder! So was blödes! Vielleicht schaff ich es irgendwie!

  3. Rebella
    Rebella schreibt

    Danke für den Programmhinweis. Da kann ich mir mal eine realistischere Meinung zu dem Film machen, über den bisher nur geredet wurde.

    Heißt 24.11. 0:05 Uhr eigentlich, dass das gleich am Morgen des 24.11. kommt oder gehört das nur zum Programm vom 24.11. und läuft eigentlich erst am 25.11.? Tschuldigung, da ich immer nur vor dem Rechner sitze, kenne ich mich gar nicht mehr so gut mit dem Fernsehprogramm aus. 🙂

  4. Pat
    Pat schreibt

    »Heißt 24.11. 0:05 Uhr eigentlich, dass das gleich am Morgen des 24.11. kommt oder gehört das nur zum Programm vom 24.11. und läuft eigentlich erst am 25.11.?«

    Heißt eigentlich am 25.11.2008. Der Sendetag geht immer bis zum Morgenprogramm. Zumindest bei den meisten Sendern. Also Sendetag läuft bis ca. 4-5:30 Uhr. Erst dann beginnt der neue Tag. Beim ZDF um 5:30 Uhr mit dem Morgenmagazin. Alles Wissen dank kostenlosem TV-Browser. Ich liebe das Programm. Sorry für die Schleichwerbung.

  5. Rebella
    Rebella schreibt

    Herzlichen Dank, Pat!

  6. kekskeks
    kekskeks schreibt

    Danke für den Tip mit der website! Ich hab´s mir tatsächlich angesehen, habe aber die 1. Hälfte verpaßt. Ich hätte ihn gern mit meinem Partner, einem USA-Kenner und vertraut mit akt. life-sciences-Entwicklungen, angesehen, aber ich musste es wegen der blöden Uhrzeit alleine tun. Ja, die Aussagen der Porträtierten sprechen oftmals schon für sich… auf jeden Fall ein Film, der zum Nachdenken anregt… man möchte sich direkt in die Materie einarbeiten, sowohl wissenschaftlich als auch soziologisch – erschreckend ist m.M. nach vor allem, wie unglaublich naiv manche "an vorderster Front" Beteiligte zu denken scheinen, und weniger das, was heutzutage schon möglich ist… ob die Freiheit der Amerikaner in Sachen Repromed. nicht vielleicht letztlich doch zum "Einheitsbaby" führt, eben auf dem vorherrschenden "Schönheitsideal" basierend? Stimmt es wirklich, daß Schönheit der Vorzug gegenüber Intelligenz gegeben wird? (in Sachen Samen/Eizellspende?) Die Filmmusik war übrigens auch klasse!