Film: Frozen Angels

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Frozen Angels ist ein Film von Frauke Sandig und Eric Black, der auf dem Sundance Film Festival 2005 uraufgeführt und mit dem Prix du Public der Visions du Reél in Nyon ausgezeichnet wurde. Er porträtiert eine Reihe von Menschen in Los Angeles, die einen Einblick in die neusten Techniken der Reproduktionsmedizin gewähren – und in die Schicksale, die damit verbunden sind.

Naturgemäß geht es hier nicht um eine normale Kinderwunsch-Behandlung. Leihmutterschaft, Eizell- und Samenspende sind Themen des Films. Ein Film über *ivf* oder *icsi* wäre wahrscheinlich zu langweilig oder zumindest für das größere Publikum nicht interessant genug.

Zu den Hauptfiguren des Films gehören Menschen, die dem Ziel der machbaren Perfektion dienen: die Leihmutter, die ihre Beziehung zu dem Ehepaar mit Kinderwunsch als „Arbeitsverhältnis“ bezeichnet und die behauptet, keine Empfindungen für das Baby zu haben. (Ihr Gesicht nach der Geburt, eine der stärksten Szenen des Films, sagt etwas anderes.) Die blonde Eizellen-Spenderin, die etwas Sinnvolles tun will: „Andere spenden Geld für Arme oder die Opfer von Katastrophen. Ich spende Eizellen.“ Der Reproduktionsarzt, der Cabrio fährt, Golf spielt, ein riesiges Haus hat und die neuen Methoden für den Kindersegen mit der Hundezucht vergleicht. Und zwar ernsthaft. [critic.de]

Frauen, die in Erwartung der Geburt ihres Kindes -ausgetragen von einer anderen- mit ihrem eigenen und dem Mutterbild des Partners kämpfen („Sie ist nur die leibliche Mutter, die Mutter bin ich„) sprechen für sich selbst, mit Kommentaren hält sich der Film zurück.

Der Film „mag manchen Zuschauer durch die Verbindung von großem Ensemble, komplizierter Struktur und komplexem Inhalt überfordern. Aber mit seiner adäquaten Bildsprache und seiner dramaturgisch interessanten Erzählhaltung nähert er sich auf künstlerisch anspruchsvolle Weise einem Thema, das den meisten Menschen – zumindest noch hier in Europa – einen kalten Schauer über den Rücken jagt[critic.de] “

Der Film läuft gegenwärtig in Deutschland, jedoch wie bei Dokumentarfilmen oft üblich, nicht im regulären Film-Programm der Kinos, sondern in speziellen Vorführungen. Termine und Veranstaltungsorte finden Sie auf der Webseite zum Film. Hier findet sich auch eine Liste interessanter Zitate aus dem Film-Interviews lesenswert!

[Via: Pressemitteilung und ZOM]


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