Filmtipp: „Unser Kind“ heute (7.11.2018) in der ARD

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Die Forderung nach einem Fortpflanzungsmedizingesetz ist ja keine neue. Und das nicht nur, weil das Embryonenschutzgesetz bereits mehr als ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hat und den Realitäten und Möglichkeiten von heute nicht mehr genügt. Dass es weiterhin nur die Gerichte sind, die für Regelungen sorgen, die dann letztlich auch verbindlich sind, zeigt, dass der Gesetzgeber keine Lust hat, dieses – aus seiner Sicht – heiße Eisen anzufassen.

Für bestimmte Aspekte der Reproduktionsmedizin hat es jedoch noch nie eine gesetzliche Regelung gegeben. Über die Gründe möchte ich hier gar nicht erst spekulieren. Nur so viel: Sie werden irgendwo in Moral- und Ethikvorstellungen des vorletzten Jahrhunderts zu finden sein.Die Behandlung mit Spermien eines Samenspenders ist zwar eine etablierte und auch in Deutschland häufig durchgeführte Behandlung, aber die Rechte der Eltern und Kinder sind immer noch unzureichend geregelt. Schon auf heterosexuelle Paare trifft dies zu. bei lesbischen Paaren ist dies jedoch noch wensentlich problematischer. Das Kind muss, auch wenn das Paar verheiratet ist, von der Ehepartnerin der leiblichen Mutter adoptiert werden.

Das ist schon kompliziert und für alle Betroffenen schlimm genug, Der Film, der heute abend in der ARD läuft, stellt ein noch schlimmeres Szenario dar: Die leibliche Mutter des Kindes stirbt, bevor ihre Ehefrau das Kind adoptieren konnte. Diese Zuspitzung zeigt auch den nicht selbst betroffenen Zuschauern den Handlungsbedarf.

Zudem soll hat der Film auch gute Kritiken bekommen und ist offenbar nicht nur wegen (oder trotz) der Thematik auch für ein größeres Publikum sehenswert.

Die ARD zum Film:
Der Fernsehfilm „Unser Kind“ stellt auf emotional packende Weise die Frage nach der gesetzlichen Grundlage der Elternschaft in gleichgeschlechtlichen Ehen – und thematisiert eine Ungleichbehandlung, an der auch das neue Gesetz zur „Ehe für alle“ nichts ändern wird.

Filmtipp: Unser Kind Mi, 07.11.18 | 20:15 Uhr Das Erste


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