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„Wie Gesetze den Retortenkindersegen bremsen“ von Andreas Fettig.

Als ich die Überschrift las, dachte ich, dass die nun wieder ein Artikel zum Thema „Kinderwunschbehandlung ind Deutschland lohnt sich nicht“ wäre. Und dann vorzugsweise auch noch unter Ignorieren der wesentlichen medizinischen Zusammenhänge. Weit gefehlt.

Das Embryonenschutzgesetz wird nur am Rand erwähnt, im Fokus des Artikels steht die Kostenproblematik:

Es existieren mittlerweile mehrere Modellrechnungen die nachweisen, dass es volkswirtschaftlich (Steuereinnahmen, Sozialkassenbeiträge) sinnvoll ist, die künstliche Befruchtung voll aus Steuermitteln zu finanzieren. Aber es macht auch aus anderen Gründen Sinn, darüber nachzudenken, ob hier nicht an der falschen Stelle gespart wird: Inzwischen bleibt jedes siebte Paar in Deutschland ungewollt kinderlos. Das hängt auch damit zusammen, dass sich aufgrund der höheren beruflichen Qualifikation der Frauen der Kinderwunsch von vielen Paaren zeitlich verschoben hat. Ab dem Alter von 35 Jahren jedoch nimmt die statistische Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Schwangerschaft ab. Und hier kommen aus Politik und Gesellschaft widersprüchliche Signale: Zum einen wird betont: Ja, wir wünschen und brauchen die Frauen als qualifizierte Arbeitskräfte – wenn aber dadurch der Kinderwunsch für viele Paare medizinisch komplizierter wird, gibt es nur gebremste Hilfe. Logisch ist das nicht.

Und wer bereit ist, sich der strapaziösen, psychologisch belastenden Prozedur einer künstlichen Befruchtung zu unterziehen, um seinen Kinderwunsch zu erfüllen, der tut dies nicht leichtfertig. Einen extremen Zuwachs bei der künstlichen Befruchtung erwarten Reproduktionsmediziner daher nicht. Dafür mache zudem die altmodische Methode einfach zu viel Spaß …

Meine volle Zustimmung.

Hier nochmal der Link zum Artikel


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