Die Suche der „Spenderkinder“ nach ihrem Erzeuger


Rebella wies mich auf einen bemerkenswerten Artikel in der ZEIT hin, in der es um die Suche eines durch Samenspende gezeugten Kindes nach seinem „Erzeuger“ geht. Und um die Beziehung zu den Eltern, die es nicht aufklärten, sondern dies dem Zufall überließen.

Die Suche endet bei dem behandelnden Arzt, der die Daten nicht herausgeben wird. Er hat seine Gründe, denn er möchte vermeiden, dass die Zahl der Spender sinkt, weil sie Angst vor der Konfrontation mit den Kindern scheuen, die aus ihrer Spermienspende entstanden sind.

Es sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass die Aufklärung der Kinder über ihre Herkunft sinnvoll und notwendig ist. Was nützen jedoch solche guten Vorsätze, die ohnehin schon schwer genug umzusetzen sind, wenn einem Kind dann der Weg zu weiteren Nachforschungen versperrt wird? Ich bin mir selbst nicht darüber im Klaren, was das höhere Gut ist: Information der Spenderkinder über ihre Herkunft oder ausreichend Spermien für die Behandlungen. Ich tendiere zu Ersterem.


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Kommentar

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52 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Übrigens habe ich neulich mit einem adoptierten Jungen gesprochen (über 20 Jahre alt) und ihn gefragt.
    Er sagte mir dass es für ihn kein Unterschied macht. Er ist wütend auf seine Erzeuger (Mutter vor allem), dass sie ihn abgegeben haben, will nichts von ihnen wissen und egal unter welchem Umstände, würde er sein Kind niemals weggeben.
    Er ist glücklich wo er ist.
    Das ist schon mal sehr klar für mich.

  2. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Ich hatte vergessen: der Junge wurde schon sehr früh aufgeklärt, weil er anders sah als die Eltern (kein Europäer). Ihn stört also nicht die Aufklärung (wann sie geschah), sondern die Tatsache an sich.
    Ich denke das sollte man (auch) in Kauf nehmen.
    Ob die Kinder nun wann sie aufgklärt werden oder die Herkunft/Erzeugung mehr traumatisiert, ist die Frage.