AMH


Das Anti-Müller-Hormon – kurz AMH – wird von den Granulosazellen der Follikel gebildet. Sie ernähren und versorgen die Eizellen in den Eibläschen Follikeln. Da diese Zellen das AMH auch schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt produzieren – zum Zeitpunkt der Antralfollikel – kann man durch eine Bestimmung des AMH-Wertes aus dem Blut die Aktivität der Eierstöcke einschätzen. Bei niedrigen AMH-Werten sind auch weniger Eibläschen im Eierstock vorhanden.

Oft wird auch gesagt, dass die AMH-Werte die Wechseljahre voraussagen. Das ist nachweislich nicht der Fall. Auch nicht bei sehr niedrigen Werten. Es gibt keine Normwerte für das AMH. Oft werden jedoch diese Interpretationen der Befunde genannt:

Normale Fertilität 1 bis 5 ng/ml
Verminderte ovarielle Funktion 0,8 bis 1,0 ng/ml
Menopause < 0,1 ng/ml
Polyzystisches Ovarsyndrom 5,0 bis 15,0 ng/ml

Der AMH-Wert ist im Vergleich zu anderen Hormonen (zum Beispiel das FSH), mit denen man versucht, die Aktivität der Eierstöcke einzuschätzen, sehr viel weniger abhängig vom Zyklus. Und auch unter der Pille ist die Bestimmung durchaus möglich, wenngleich hier niedrigere Werte gemessen werden, je länger die Einnahme erfolgte.

Wenn der AMH-Wert niedriger ist als normalerweise, dann bedeutet das nicht, dass auch die Eizellqualität schlechter ist. Diese ist unabhängig vom Anti-Müller-Hormon und vor allem vom Alter der Frau abhängig.

Wenn es darum geht, die Aktivität der Eierstöcke wirklich richtig einschätzen zu können, dann sollte man sich nicht ausschließlich auf den AMH-Wert verlassen, sondern auch im Ultraschall die Antrafollikel bestimmen, die diesbezüglich oft noch aussagefähiger sind.

 


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