Umfrage: Deutsche möchten mehr Kinder


Eine europäische Studie kommt zu überraschenden Ergebnissen. Vor allem deutsche Männer möchten wieder mehr Kinder. Hat die Familienpolitik „gefruchtet“? Die „Süddeutsche Zeitung“ stellt die Studie vor und interpretiert die Ergebnisse:

Ermittelt wurde der Anstieg vom „Eurobarometer“, einer seriösen, groß angelegten Meinungsumfrage, welche die Europäische Kommission seit mehr als dreißig Jahren zu verschiedenen Themen in Auftrag gibt. Im Jahr 2001 wie im Jahr 2006 fragte man, welche Kinderzahl als ideal gilt. Die Antworten von zweitausend Deutschen ergaben 2001 einen durchschnittlichen Kinderwunsch von 1,7 bei Männern und 2,0 bei Frauen.

Plötzlicher Meinungswechsel

Fünf Jahre später, im Frühjahr 2006, sah das anders aus: Der Wunsch nach Nachwuchs war enorm gestiegen – auf durchschnittlich 2,2 Kinder bei Männern und 2,3 bei Frauen. Offenbar entwickelt vor allem der deutsche Mann eine wachsende Begeisterung für den Nachwuchs.

Das dürfte die famlienpolitische Argumentation für eine vermehrte finanzielle Unterstützung der künstlichen Befruchtung nicht unbedingt fördern. Was man bei einer Umfrage antwortet ist aber möglicherweise auch nur die halbe Wahrheit.


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Kommentar

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41 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Malefliz schreibt

    Gewollt haben ich und mein Mann die 2,x Kinder 2001 und auch 2006. Auch 2010 werden wir sie noch wollen, bekommen werden wir sie aber wahrscheinlich nicht!

  2. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    ..wer weiß..

    vielleicht haben ja einige menschen gemerkt, dass sie der hilfe der repromedizin bedürfen und die gehen jetzt offensiver damit um. und sagen auch in umfragen "ja"…statt wie bisher zu tarnen oder auszuweichen.

    ..ich bin eine haltlose optimistin in dieser hinsicht ;-)..schon gut..

  3. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Na, da bin ich mal gespannt, ob sich das irgendwie auf die Geburtenrate auswirkt… Ich glaube nämlich nicht. Denn in diesem Land sind die Probleme doch eigentlich nicht gelöst, Elterngeld hin oder her.
    Ich halte eh diesen sogenannten "Männerstreik" was Kinder angeht für ein Ammenmärchen. Und das "wollen" nicht gleich "tun" oder gar "können" bedeutet, wissen hier wohl viele.

  4. Elmar Breitbach
    ani schreibt

    Tja, da sieht man wieder wie Wunsch und Realitaet auseinanderklaffen.
    Wuenschen kann man sich viel – wenn dann aber die Realitaet einsetzt wie zb. fehlender Partner, finanzielle Unsicherheiten, schlechtes Umfeld und medizinische Probleme, dann wird sich auch an der niedrigen Geburtenrate nichts aendern.

  5. Elmar Breitbach
    Donza schreibt

    "Das dürfte die famlienpolitische Argumentation für eine vermehrte finanzielle Unterstützung der künstlichen Befruchtung nicht unbedingt fördern."

    – Das finde ich nicht, denn zwischen Wollen und (leisten) Können ist ja dennoch ein große Kluft.

  6. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @ donza

    leider teile ich da die einschätzung vom doc.
    politiker zahlen nicht gerne für etwas, was sie auch "umsonst" haben können. das überhaupt noch etwas an förderung für GKVversicherte übriggeblieben ist, ist ein einknicken vor etwaiger prozessbereitschaft von betroffenen (und ggfs politischem gesichtsverlust der entscheidnungsträgerInnen).

    gibt es eigentlich mittlerweile ein urteil vom BGH wie ungewollte kinderlosigkeit nun bewertet wird? lifestyle-problem oder krankheit?

    zwischen wollen und sich leisten können ist sicher eine große kluft – ja und? juckt doch keinen politiker.

    ich gewinne immer mehr den eindruck, dass die unterbrechung der berufstätigkeit zu aufzucht von kindern eh nur noch sehr selektiv gewollt ist (s. erziehungsgeld).

  7. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich habe den Eindruck, unser Familienministerium ist äußerst bestrebt, seine Anstrengungen so zu verkaufen, dass die Leute denken, sie hätten etwas gebracht. Da findet man immer einen Weg, solche Studien hinzubiegen. Wenn auch die realen Geburtenzahlen eine andere Sprache sprechen. Mit den gestiegenen Wünschen läßt sich allemal hausieren gehen.

    Reaba, das jüngste BGH-Urteil zum Thema Unverheiratete hat doch sowas in der Art enthalten. …

  8. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    ja, rebella, das meinte ich auch noch im hinterkopf zu haben.

    was bedeutet das denn nun ganz genau juristisch? sind kostenÜs und reproduktionsmedizinische behandlungen bei krankheiten (z.b. hodenschäden nach mumps oder eileiterschäden bei endometriose) denn nun einklagbar als kassenleistung oder nicht?
    oder entscheidet der BHG in einer anderen zusammensetzung bei einem anderen paar dann nicht auch wieder anders?

    unter rechtssicherheit verstehe ich die allgemeingültigkeit von identischen oder ähnlichen sachlagen bezüglich der juristischen behandlung; meint: es kann nicht sein, dass ein paar klagt und "glück hat" und ein anderes paar bei einem anderen richter kein "glück" hat.
    das ist bananenrepublik, nicht rechtsstaat!

    unnötig fast zu erwähnen, dass die die reproduktionsmedizin tangierenden gesetze (und vor allem jüngere gesetzesänderungen in vielen bereichen) nur die spitze eines eisbergs an juristischem wischiwaschi sind.

    bei einschätzung der arbeitsweise von PR des familienministerium geb ich dir absolut recht…wahrscheinlich hat vdL einen dackel, der darüber nachdenkt (hauptamtlich mit A16) wie man selbst die absurdesten statistischen erscheinungen als "erfolg" ummüntzen kann 🙂

  9. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    ich habe in meiner Diplomarbeit mit Fragebogen gearbeitet. Fazit: die Leute antworten schon, je nach formulierung derselben Frage aber unterschiedlich, und selbst bei genau nachprüfbaren dingen kann man maximal 33 Prozent der antworten auch glauben.
    ich hatte ne Kontrollfrage drin: hatten sie jemals eine andere Staatsbürgeschaft als die deutsche? ich habe eine westdeutsche, eine ostdeutsche und eine rußlanddeutsche Stichprobe befragt.
    Mal abgesehen vom beklagenswert schlechten rücklauf (da kann man sich fragen, wer dann die Nicht-Antworter waren – die die es nicht betrifft?)…
    die rußlanddeutschen haben zu 66 Prozent geantwortet: wir hatten immer deutsche Staatsbürgeschaft.
    Und das ist Quatsch. Per Definition sind spätaussiedler (hab in deren Community verteilt, die Frage war nur, um Irrläufer rausfischen zu können) IMMER aus einem anderen Land mit anderer Staatsbürgeschaft…

    Was sagt uns das? man soll immer schön mißtrauisch bleiben.

  10. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    reaba, um das mit der Krankheit und Übertragbarkeit auf andere Kiwu-Patienten zu prüfen, müßte ich jetzt noch mal auf das Urteil schauen. Hab aber gerade keine Zeit dafür. Vielleicht tut mir jemand den Gefallen und verlinkt es noch mal.

    Ich muß gerade meine Eindrücke des heutigen Tages verarbeiten und aufschreiben. War bei diesem Kongreß (3rd International Conference on Science and Ethics of Human Reproduction and Stem Cell Research
    )und habe viele interessante Leute getroffen.

  11. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    hallo rebella,

    die mühe musst du dir gar nicht machen – es waren bisher einzelfallentscheidungen.grundsätzlichen charakter haben diese fälle rechtlich nicht, auch wenn man sich auf den tenor einer entscheidung berufen kann (hat in unserem rechtssystem aber nicht viel tradition und ist auch nicht bindend für die urteilsfindung).

    wenn du dich und die eindrücke nach der konferenz etwas sortiert hast…schreib doch mal in den nachbar-thread ;-). fände ich auch interessant.

  12. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    reaba, ich hab das von gestern schon aufgeschrieben – und zwar hier: http://www.klein-putz.net/forum/viewtopic.php?p=2153453#2153453 . Das von heute muss ich erst noch schreiben. Das kommt dann aber auch dorthin.

  13. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    hallo rebella,
    danke für die guten und ausführlichen berichte!
    wenn du nochmal einen dieser kongresse aufsuchst, dann sag mir doch vorher bescheid wenn ich kann komme ich gerne mit.
    englisch ist bei mir in wort und schrift fließend, sogar mit den fiesen medizinischen fachausdrücken 😉

    LG reaba

  14. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Schade, Reaba, ich wäre gern zusammen mit dir dorthin gegangen. Ich hatte einige Leute angemailt, ob sie mitkommen und am Ende leider doch keinen gefunden. Leider habe ich es auch aufgrund persönlichen Zeitdrucks verpaßt, die Sache hier rechtzeitig anzukündigen.

    Ich vermute dich ja mehr im süddeutschen Raum. Wäre denn die weite Anreise kein Problem für dich gewesen? Vielleicht magst du mir mal per PN mitteilen, wie weit du bereit wärst, zu sowas anzureisen. Dann kann ich dich informieren. Ich weiß zum Beispiel jetzt schon, dass es im nächsten Jahr Mitte April eine Veranstaltung zur IVF bei Hannover geben wird.

  15. Elmar Breitbach
    müllerchen schreibt

    @rebella: Interessanter beitrag im klein-putz-forum. nur die aussagge, daß das eltern-kind-verhältnis in familien, die auf die repro-medizin angewiesen waren, besser wären, als in natürlich entstandenen familien(?) halte ich für ausgemachten nonsense.
    dem steht entgegen, daß gerade frauen, die ihre kinder per repro-medizin bekamen, vielfach unter der postpartalen depression leiden und eine gestörte beziehung zu ihren kindern haben. nachzulesen auf der site schatten-und-licht.de
    oder habe ich etwas mißverstanden, dann kläre mich bitte auf, liebe grüße, annette

  16. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    süddeutsch…nee 🙂
    westlicher westen bin ich – Aachen, falls dir das was sagt ?
    hannover nächstes jahr klingt gut..hab da in der nähe verwandte, ließe sich bei mir verbinden.
    wenn du details kennst gerne per PN.

  17. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Reaba – ich krame noch mal nach den Details.

    Müllerchen – Susan Golombok ist nicht so eine, die irgendwas daher sagt. Die betreibt ganz ernsthafte und professionelle Studien zum Verhalten dieser Kinder. Und daher kann ich ihr das auch sehr gut abnehmen. Der Vortrag war ja auch nur für 20 Minuten möglich. Ihre Untersuchungsergebnisse sind weitaus umfangreicher. Da solltest du erstmal die Studien lesen, bevor du so eine Behauptung: "ausgemachter nonsens" aufstellst. Vermuten können wir ja viel. Und wer sagt dir, ob die Aussagen auf "Schatten und Licht" qualifizierter sind?

  18. Elmar Breitbach
    müllerchen schreibt

    @rebella: diese site beschäftigt sich ausschließlich mit der postpartalen depression. ich selbst bin eine betroffene…
    und soweit ich das beurteilen kann, bekommt die überwältigende mehrheit der menschheit ihre kinder auf ganz natürliche art und weise und ebenfalls der überwältigende teil dieser menschenkinder lebt in gesunden familiären strukturen. ich weiß nicht, welche parameter der forschung der s.colombok zugrunde liegen.
    meine behauptung stütze ich auf meinen sehr gesunden menschenverstand und ein gerüttelt maß an ebenserfahrung…
    zudem hat die natur es so eingerichtet, daß der überwältigende teil dieser menscheit glücklicherweise auf die repro-medizin verzichten kann und ganz normal und entspannt ihre kinderchen zeugen und empfangen kann. insofern glaube ich kaum, daß die natur einer kleinen minderheit das glück einer harmonischen eltern-kind-beziehung exclusiv zur verfügung stellt und die normalos dürfen sich mit einer schlechteren bindung zufrieden geben. das aber ist die aussage dieser s. colomok und das halte ich für nonsense…

  19. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich denke nicht, dass die Aussage ist, normale Eltern hätten eine schkechte Bindung zu ihrem Kind. Eine solche Aussage könnte ich auch nicht unterstützen. Da ich aber einen Teil der Studien von S. Golombok gelesen habe und auch was zu dem Thema, erinnere ich mich, dass es z.B. um stärkerre Interaktionen ging. Wenn sie das heraus gefunden hat, warum sollten wir das negieren? Ich persönlich habe bei mir selbst auch das Gefühl, dass ich stärkere Interaktionen hätte. Wie oft denke ich: "Welch ein Glück, dass ich diese Kinder doch noch bekommen durfte!" Und dann nehme ich sie spontan in den Arm und drücke sie ganz fest an mich. Oder ich fange an zu singen. Es gibt da so ein Lied von Detlev Jöcker: "Ich freu mich, ich freu mich, dass …" – Und das singe ich öfter aus einem Bauchgefühl und setze hinter das "dass" den Namen eines meiner Kinder (in der zweiten Strophe dann den des anderen Kindes), dass ich XXX hab …" Und die Kinder freuen sich dann auch. Nur mal so ein Beispiel. Ich denke, ohne die voran gegangene Geschichte hätte ich bestimmt auch ein super Verhältnis zu meinen Kindern, aber ohne dieses i-Tüpfelchen.

    Hinzu kommt, dass bei den normalen Eltern auch welche dabei sind, die nicht unbedingt Wunscheltern sind. Die werden sicher den Durchschnitt auch nach unten ziehen.

  20. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Da ich die wichtigsten Aussagen aus den o.g. Studien auf meinem Rechner in eigener Übersetzung zusammen gefasst habe, kann ich dir Auszüge daraus kopieren:

    Susan Golombok und ihre Mitarbeiter führten dazu drei Studien durch.
    Die erste wurde 1995 publiziert und untersuchte die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung, sowie die soziale und emotionale Entwicklung von Kindern, die infolge donogener Insemination und IVF gezeugt wurden. Beide Gruppen wurden mit einer Kontrollgruppe von Familien mit natürlich gezeugten Kindern sowie einer Gruppe von Adoptivfamilien verglichen. Alle Kinder waren zwischen vier und acht Jahren alt.
    Die meisten ehelichen Schwierigkeiten gab es bei Paaren mit einem natürlich gezeugten Kind. Diese Eltern wiesen im Vergleich zu den anderen Gruppen auch höhere Werte von Ängstlichkeit und Depression auf.
    Die Mütter, die ihr Kind durch assistierte Befruchtung bekommen hatten, zeigten mehr emotionales Engagement als die Mütter mit einem natürlich gezeugten Kind. Mütter und Väter von DI- und IVF- Kindern zeigten auch mehr Interaktion als Eltern natürlich gezeugter Kinder und berichteten über weniger Stress, wobei IVF-Mütter wiederum über mehr Stress als DI-Mütter berichteten.
    Die Autoren fanden heraus, dass es in der Eltern-Kind-Beziehung keine Rolle spielt, ob das Kind genetisch nur mit einem oder beiden Elternteilen nicht verwandt ist. Daneben betonten sie aber auch den entscheidenden Unterschied: Das DI-Kind war zu jeder Zeit ein gewolltes Kind.

  21. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    1996 publizierte Susan Golombok eine weitere Studie zur kindlichen Entwicklung nach donogener Insemination und IVF. Im Mittelpunkt standen die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung, sowie die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder. Wie in der vorhergehenden Studie wurden die Familien mit zwei Kontrollgruppen (natürlich gezeugte Kinder und Adoptivfamilien) verglichen. Dieses Mal jedoch wurde die Kultur vergleichende Perspektive mit berücksichtigt. An der Untersuchung nahmen zwei nordeuropäische und zwei südeuropäische Länder teil (Großbritannien, Niederlande, Spanien und Italien).
    Die Mütter natürlich gezeugter Kinder zeigten auch hier höhere Werte für Depression, mehr Stress und geringeres emotionales Engagement als die DI-Mütter. Mütter von Kindern, die durch eine reproduktionsmedizinische Behandlung entstanden sind, und Adoptivmütter zeigten sich ihrem Kind gegenüber wärmer als die Mütter natürlich gezeugter Kinder.
    Die Väter von Kindern, die nach assistierter Befruchtung entstanden waren, interagierten mehr mit ihren Kindern. Bei der Erziehung zeigten sich diese Väter engagierter als Väter von natürlich gezeugten Kindern.

  22. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Im Juni 2002 publizierte Susan Golombok mit ihrem Team eine Follow-Up-Studie der Untersuchung von 1995, die sich der Frage nach der Qualität der Elternschaft sowie der psychologischen Ausgeglichenheit von DI-Kindern widmet. Die Kinder waren mittlerweile im Durchschnitt zwölf Jahre alt. Verglichen wurden die Familien dieses Mal mit solchen Familien mit natürlich gezeugten Kindern nach einer langen Zeit ungewollter Kinderlosigkeit.
    Die DI-Mütter zeigten signifikant höhere Werte im Ausdrücken von Wärme dem Kind gegenüber als Mütter natürlich gezeugter Kinder und Adoptivmütter. DI-Mütter gingen gegenüber den Adoptivmüttern sensibler auf ihr Kind ein. Sie waren in die Belange ihrer Kinder signifikant höher emotional involviert als die Mütter der beiden anderen Gruppen. Auch die Begeisterung für die Mutterschaft war bei DI-Müttern höher als bei den Müttern natürlich gezeugter Kinder. Von den Kindern selbst wurden die DI-Mütter zuverlässiger empfunden als die Mütter natürlich gezeugter Kinder.
    Die DI-Väter berichteten signifikant weniger Streitereien als Väter natürlich gezeugter Kinder. Des Weiteren argumentieren sie während einer Auseinandersetzung weniger als Väter natürlich gezeugter Kinder.
    Die Autoren vermuten unter anderem, dass das stärkere Engagement der DI-Mütter auf ihren starken Wunsch, ein Kind zu gebären und ihre stärkere Motivation, Mutter zu werden, zurück zu führen ist.

  23. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Nun, das waren die älteren Ergebnisse von 1995 – 2002. Nach dem Vortrag zu urteilen mussten diee Aussagen bis jetzt aber auch nicht revidiert werden.

  24. Elmar Breitbach
    müllerchen schreibt

    @rebella: danke für die ausführungen.
    nun, wir 4 geschwister wurden auf natürlichem wege gezeugt und mit uns wurde ebenfalls viel gesungen und getanzt;-) genauso gehe ich auch mit unserem sohn um. das nennt man wohl: erlebtes weitergeben…
    auffällig ist halt, daß ein indikator für die postpartale depression ein langer kinderwunsch ist. und daß frauen, die auf künstliche befruchtung angwiesen sind, eine lange kiwu-karriere hinter sich haben, steht ausser frage-ausnahmen bestätigen die regel…
    zudem steht fest, daß gerade frauen, die jahrelang auf ihr kind warten mussten, das mittels repro-medizin enstand, mitunter überaus ängstlich sind und zur überbehütung neigen- vor dem hintergrund, daß diese/s kind/er unter dramatischen bedingungen gezeugt wurde/n.
    insofern mag ich dieser studie der colombok nicht wirklich glauben schenken.
    Zitat:"Die Autoren fanden heraus, dass es in der Eltern-Kind-Beziehung keine Rolle spielt, ob das Kind genetisch nur mit einem oder beiden Elternteilen nicht verwandt ist. Daneben betonten sie aber auch den entscheidenden Unterschied: Das DI-Kind war zu jeder Zeit ein gewolltes Kind." ein kleiner treppenwitz, denn das DI-kind war wohl von den sozialen eltern gewollt, aber nicht von den *leiblichen" und ausserdem sind die IVF/IUI etc. kinder ebenfalls gewollte kinder. also, ich frage mich schon, wer diese susan colombok ist, wer sie und ihr team finanziert, wer dahinter steckt…

  25. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    ohne die rohdaten gesehen zu haben, kann man im Grunde keine Aussage über die Güte der interpretationen machen…
    die aussage kann auch nur sein: in den erhobenen Stichproben wurde folgendes festgestellt (innere Validität vs externe Validität)….
    es hängt auch in großem Maße von den Stichproben selbst ab (wie sie erhoben wurde, ob – wie in den sozialwissenschaften gelegentlich üblich – Datenausreißer einfach "eliminiert" wurden etc pp)

    ob eine eltern-Kind-Beziehung gut ist, hängt nicht nur von der Art der Verwandschaft ab, von der Zeugung, und so, sondern auch von der eigenen Kindheit – und den Bewältigungsfähigkeiten.

    ich kenne kaum eltern durch KiWuBehandlung (kann auch daran liegen, daß sie sich nicht zu erkennen geben), aber pflege- und Ado-Eltern. Und bei denen gibts solche und solche, wie auch bei natürlichen eltern. Und das, obwohl es Ausleseverfahren gibt (was wiederum etwas über die Ausleseverfahren besagt…)

  26. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Müllerchen, ja, die IVF Eltern bestimmt auch. Was ich die kopiert habe, ist eine Übersetzung von mir in einer Abhandlung über HI. Daher vielleicht ein kleines Mißverständnis.

    Naklar gibt es überall solche und solche. Aber in einer größeren Stichprobe kann man eben einen Durchschnitt ermöglichen. Ja, kann sein, dass wir zur Überbehütung neigen. Das hat auch keiner abgestritten. Zumindest hält sich die Überbehütung bei uns so in Grenzen, dass ich denke, unsere Kinder haben davon keinen Schaden genommen. 🙂 Überbehütung und höhere Interaktion sind ja auch kein Widerspruch.

  27. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    ähm…. eine große Stichprobe hat vor allem eine folge: es wird jeder kleine Pups, den man anvisiert, signifikant…
    zumal ganz bestimmt (ich gehe zumindest davon aus) nur korrelative Zusammenhänge gefunden wurden. eine Korrelation ist ein gleichzeitiges Auftreten von Merkmalen, kann aber nicht als Nachweis von Zusammenhängen dienen (habs schon mal irgendwo geschrieben, der Benzinpreis korreliert hoch mit meinem Lebensalter…!)

    Natürlich geht man davon aus, daß erschwertes Kinderkriegen (mehr Investitionen, mehr Wartezeiten, mehr bewältigte Schwierigkeiten) zu einer bewußteren elternschaft führen sollte. allerdings kann ich persönlich mir auch vorstellen, daß dann für die Investitionen auch gefälligst ein ideales Kind zu kommen hat (bitte nicht persönlich nehmen, ich kenne solche Fälle halt aus der P- und A-Szene, und auch da ist es keinsfalls ein durchgängiges Muster – aber es gibt halt auch das {und dann besonders tragisch}, und das hängt von anderen Faktoren ab als den grad genannten der Investition).

    Die innere Gelassenheit, seine Kinder zu ertragen, wenn gerade recht unerträglich (auch das gehört zum normalen spektrum von Kindesverhalten) und zu genießen, wenn gerade besonders wunderbar, habe auch ich erst erreichen müssen…
    die Gratwanderung, ihnen ihre eigenen Fehler zuzulassen (aus denen sie gut lernen können – und sie dabei nicht zu beschämen, leider tat das mein alter Herr mit mir gern, was wiederum über SEINE Kindheiit was aussagt) und sie vor ihren Fehlern zu behüten, die ihnen gefährlich werden könnten…
    sie ausleben lassen, was ihnen gerade wichtig erscheint und dennoch seine eigene Integretät zu schützen…
    ihre Fähigkeiten zu unterstützen, aber ihre Defizite nicht in den Mittelpunkt zu stellen,s ondern ihre fortschritte zu vermehren…

    für mich war es eine Entwicklung, bis dahin zu kommen. Und ich gebe zu, als letzten Winter mein Ältester seine Schulausbildung schmiß, konnte ich nichts dagegen tun, aber ich war ziemlich fertig auf die Mütz…
    inzwischen hab ich meine Gelassenheit wieder, und er ne Lehrstelle in Aussicht.
    tja….
    Der Weg ist das Ziel…
    😉

  28. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Suse, ich kann mir vorstellen, dass das in Adoptiv- und Pflegefamilien etwas schwieriger ist, da gerade diese Kinder aufgrund ihrer Vorgeschichte wohl eher zu Verhaltensauffälligkeiten neigen, was zwangsläufig zu Streß führt. – Sicher werden alle Eltern irgendwann die Erfahrung machen, dass ihre Kinder was anderes wollen, als sie selbst. Ich denke jedoch, im Durchschnitt gibt es in Familien, wo die Kinder nicht in ihrer frühesten Kindheit schon den Streß des Abgeschobenseins erfahren haben, weniger Konflikte.

    Ich kann das nicht auf meine Familie beziehen, dass wir unseren Kindern eine bestimmte Lebensweise aufzwingen wollten. Natürlich bin ich stolz darauf, wenn ich eigene Merkmale in meinen Kindern wieder finde. Aber wir haben uns als Eltern nach donogener Befruchtung ganz bewußt von vornherein gesagt, dass wir unsere Kinder so, wie sie sind, akzeptieren wollen. Und mir wird der Vorsatz immer wieder dann bewußt, wenn einer meiner Söhne eben was anderes will, als ich. Ich denke, ich bin durch meinen Vorsatz eher dazu geneigt, nachzugeben.

  29. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    ..es kursierte vor einigen jahren mal eine statistik wonach jedes 10 kind in einer festen partnerschaft nicht vom männlichen partner stammt, sondern ausser beziehungsmäßig gezeugt wurde … weiß nicht ob sich die daten so manifestiert haben, aber selbst wenn es nur für die hälfte der kinder gelten würde – würde das nicht alle aussagen über die relevanz der art der zeugung und sich später anschließenden konflikten/nicht-konflikten relativieren 😉 ?
    denn dann weiß einer der erziehungsrelevanten menschen ja gar nicht, dass er nicht der biologische vater ist.

  30. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Reaba, ich denke nicht, dass das mit ehemals ungewollt Kinderlosen vergleichbar ist. Der Punkt, z.B. ganz besonders dankbar für dieses Kind zu sein, fehlt da vollkommen. Auch der Punkt, dass einem Kinder sehr wichtig aind, könnte in vielen Fällen fehlen, wo das eben "Unfall"-Kinder sind.

    Reaba, hast du meine PN erhalten?

  31. Elmar Breitbach
    raise schreibt

    In dem Bericht ist nicht genau gesagt, was gefragt wurde."Im Jahr 2001 wie im Jahr 2006 fragte man, welche Kinderzahl als ideal gilt", das würde bedeuten, dass die Leute befragt wurden, was sie allgemein für eine ideale Kinderzahl halten. In unserer Gesellschaft herrscht ein Konsens darüber, dass es besser ist, nicht als Einzelkind aufzuwachsen – wenn möglich – , deshalb wäre in dem Fall die Antwort etwa 2, egal ob die Befragten selbst welche wollen oder nicht. Später in dem Bericht wird das dann der "Wunsch nach Nachwuchs" genannt, dann hätte der Satz oben aber heißen sollen : ."Im Jahr 2001 wie im Jahr 2006 fragte man, wieviele Kinder sich die Befragten wünschen".Hier ist zumindest der Bericht über die Untersuchung ungenau, vielleicht sogar die Untersuchung selbst, wenn sie "ideale Kinderzahl" mit "persönlich gewünschter Kinderzahl" gleichsetzt.

    @Suse: Das nennt man das "Phänomen der sozial erwünschten Antwort", d.h. die Leute antworten auch in anonymen Befragungen nicht so gern Dinge, die sie für peinlich halten. Ich habe das im Marketing kennengelernt: Wenn man die Deutschen fragt, wie oft sie sich die Zähne putzen, und das auf die Zahnpasta-Menge hochrechnet, dann müßte man um ein vielfaches mehr Zahnpasta verkaufen können, als es tatsächlich der Fall ist. Wer würde schon in einen Fragebogen eintragen, dass er sich nur jeden 2. Tag einmal die Zähne putzt…? – Ich frage mich aber, ob dieses Phänomen bei einer solchen Umfrage greift, denn in unserer Gesellschaft ist es – glaube ich – nicht mehr peinlich, irgendeine Kinderzahl zwischen 0 und 12 für ideal zu halten und das in einen Fragebogen einzutragen.

  32. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @ rebella

    bisher hab ich noch nichts im postfach hier. schreib doch an reaba@t-online.de, die ist für meine kiwu-korrespondenz. hab ich eh öffentlich zugägnlich fürs forum hinterlegt.

    wer sagt denn, dass ausserbeziehungsmäßig gezeugte kinder keine gewünschten kinder sind 😉 ? ich kann mir vorstellen, das diese lösung mindestens genauso oft versucht wird, wie DI. und ich bin weit davon entfernt das moralisch bewerten zu wollen. kinderwunsch hat viele gesichter, und das ist sicher ein verstecktes, aber denn noch auch eines davon.
    und es ist dann durchaus denkbar, dass die frau ihren kiwu auf die art erfüllt hat und den ihres festen partners auch (manchmal auch sicher ohne sein wissen)…und dann relativiert das eben ein bisschen die aussagekraft solcher studien – in die eine, wie in die andere richtung.

    persönlich find ich das eigentlich auch eher unerheblich, wie und unter welchen umständen denn nun gezeugt wurde. ich glaube in der wahrnehmung der elternrolle spielen eingene erziehung, die analyse derer und das richtige verhältnis von distanz und kopie erlebter erziehungsmuster, eine viel wesentlichere rolle als nun gerade die art der zeugung. z.b. werden muster von gewalt, gestörter körperwahrnehmung, gestörter aggressionskontrolle einfach so weitervermittelt. bis mal einer in einer erziehungssituation in so einer generativen abfolge auf die idee kommt erziehungsverhalten zu analysieren und bewußt zu verändern.
    also ehrlich, die fähigkeit finde ich für gelungene erziehung viel wichtiger als wer von wem wie gemacht wurde.
    und da nähere ich mich wohl wieder der position von susan golombok – ich denke, dass menschen denen die vermehrung nicht so einfach gegeben ist, die um ihr kind kämpfen müssen, vielleicht geneigter sein könnten diese erziehungsrelevanten dinge schon im vorfeld zu bedenken. halte ich jedenfalls für etwas wahrscheinlicher als in der umgekehrten situation (die sicher wesentlich häufiger vorkommt). und das ist gar keine wertung – höchstens eine bewertung der wahrscheinlichkeit 😉

  33. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    hab ich eh öffentlich zugägnlich fürs forum hinterlegt.

    Hoppla: Wenn man im Forum eine Email-Adresse bei der Registrierung angibt, dann kann ich sie herausfinden und Stefan. Sonst niemand.

    @ raise: Solche Fragen sind natürlich auch immer suggestiv. Wenn aber bei beiden Umfragen die gleiche Frage, im gleichen Kontext gestellt wurde, dann ist der Fehler auch der gleiche und der Anstieg der Zahl signifikant.

    Lediglich die aktuelle Diskussion über den schwindenden Kinderwunsch in Deutschland kann als äußerer Einfluss die Antwort dann beeinflusst haben: "Alle klagen über zu wenig Kinder, also beantworte ich die Frage mal so, wie es von mir erwartet wurde".

    Darin sehe ich eher einen möglichen Fehler

  34. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    uuups…war anders gemeint, doc 😉

    wenn man mir als user eine mail schicken will, dann kann man das. viele haben die möglichkeit ausgeschaltet und nur die PN-funktion aktiviert. ich hab beides am laufen. wenn man die möglichkeit nutzen will, dann sieht man die mailadresse doch eh…von daher hab ich da kein problem mit (und eine gute firewall + spamfilter)..

  35. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Der/diejenige, die/der eine Mail schickt, gibt natürlich seine/ihre Mailadresse preis. Nicht der/diejenige, der/die sie empfängt. Es sei denn, er/sie antwortet per Mail 😉

    Über dieses Posting freut sich jede/r Gleichstellungsbeauftragte 😀

  36. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    “Alle klagen über zu wenig Kinder, also beantworte ich die Frage mal so, wie es von mir erwartet wurde”. – Das kann ich mir auch gut vorstellen.

    Reaba, ich habe nicht allgemein gesagt, "dass ausserbeziehungsmäßig gezeugte kinder keine gewünschten kinder sind". Mit Sicherheit gibt es unter denen solche und solche. Allerdings vermute ich, dass der größere Anteil davon unerwünscht ist, da es für die Frau eine Belastung sein muss, damit entweder ihre Beziehung kaput zu machen oder aber ihrem festen Partner das Kind unterzujubeln. Sowas bedeutet auch Stress. Stress, der sich auch auf die Eltern-Kind-Beziehung auswirken kann. Sich bei Unfruchtbarkeit des Partners einen fremden Erzeuger selbst suchen, das gestaltet sich meist als äußerst schwierig. Bei uns im HI Forum haben zwar viele Frauen schon mal kurz an eine solche Möglichkeit gedacht – das war´s aber auch schon. Die wenigen im Forum, die das ernsthaft versucht haben, kann ich in den 6 Jahren an einer Hand abzählen. Und von keiner von denen ist bekannt geworden, dass es auch realisiert wurde. Möglicherweise tun sich solche Menschen ja damit leichter, die nicht in Internetforen schreiben. – Ich möchte mit meinen Vermutungen ebenfalls keine Wertung abgeben. …

  37. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    @ doc: repromediziner, serverwartungsdienst und gleichstellungssensitiv…WOW 😉
    also ich seh immer an wen ich eine mail schicke, auch wenn ich die mail dann letztlich vielleicht gar nicht abschicke. spätestens im postausgang (wenn gesendet) erscheint doch dann eine mailaddy, oder nicht?

    @rebella: du magst recht haben. es ist sicher ein sehr tabubehaftetes thema. da ich ja nun auch länger im kiwuforum unterwegs war hat mich dann da doch so manches "wunder-posting" ,vorsichtig formuliert, erstaunt 😉
    tut aber ja letztlich nix zur sache.

    @ all: "Alle klagen über zu wenig kinder, also beantworte ich die frage mal so, wie es von mir erwartet wurde."
    Hält das entsprechende ministerium dann aber auch nicht davon ab, das als erfolg zu werten? 🙂 🙂 🙂
    ich brech ab – das ist surreal. verbalisierte zeugungsabsicht als erfolgreiche familienpolitik. herrlich!

  38. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    och, ich hab dran gedacht, mir einen anderen Erzeuger zu suchen….
    😉
    ernsthaft. nach der vorhandenen, jedoch nicht hinreichenden Vermutung meines Gynäkologen (und mit vorgelegter Temperaturkurve) dürfte die chance für mich, mit einem anderen schwanger zu werden, nicht grad gering sein.
    Ich hab das ernsthaft mit meinem Partner besprochen, der keine Lust hat auf Diagnostik seinerseits.
    Aber wir haben den Gedanken verworfen. Nicht aus moralischen Gründen (mit meinem Jüngsten bin nicht mal ich blutsverwandt – das hebt uns nicht an…), sondern aus ganz praktischen.
    Einen Dritten, der eventuell noch in der Beziehung mit herumkrebst, wollten wir einfach nicht, und meine Bessre Hälfte konnte sich auch mti dem Zeugungsgedanken nicht anfreunden.
    einen Kandidaten hätte ich durchaus gehabt (Studenten gibts wie Sand am Meer – zu unintelligent sollte der ja auch nicht sein), und der eine oder andere hat im Laufe der jahre durchaus mal ein Auge riskiert (aber mehr auch nicht, spinnenmännlein müssen halt sehr vorsichtig sein…)

    Also, die Idee war vorhanden, wurde aber ad acta gelegt.
    schlagt mich, aber immer schön gewaltfrei… 😉

  39. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    Familienpolitik? wo???
    schein-familienpolitik.

  40. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Suse, du liegst mit deinen Erwägungen, "es" nicht zu tun, durchaus im Schnitt der geäußerten Gründe der Frauen aus dem HI-Forum …

  41. Elmar Breitbach
    Suse schreibt

    nun ja, ich wollts meinem wirklich lieben Mann nicht antun, wenns ihm solche schmerzen bereiten würde.
    Dabei unterscheidet mich eventuell von den Forenfrauen, daß ich ihm ja schon meine beiden wirklich schwierigen Söhne untergejubelt hab 😉
    spruch des SChwiegervaters damals (der dann sich auch ein Bein rausriß für die Jungs… so kann sich manches ändern…):"wirst sehen, die hängt dir nur die Kinder auf, nimmt dein Geld und verschwindet…"
    ERwähnte es ja schon, mein Ältester ist ein Hypie (sehr anstrengend, sehr charakterfest) mein Jüngster schwarz (man sieht also den Fehltritt ganz deutlich) und behindert (auch sehr anstrengend).
    und die Zuneigung (und gelegentlichen wutanfälle) ist beidseitig, meine Söhne sprechen nur von ihm wenn sie von Papa reden.
    Vielleicht hätte ich mich leichtfertiger über die Bedenken meiner Bessren Hälfte hinweggesetzt, wenn er nicht schon so viele gute seiten demonstriert hätte (hätte ihn sonst ja auch nicht geehelicht 😉 )

    und wer weiß, vielleicht findet sich für uns ein anderer Weg. Mir laufen Kinder und Hunde ja mehr oder weniger zu 😉