Über 40 wird nur die Hälfte schwanger


In der aktuellen „Süddeutschen Zeitung findet sich ein Artikel zum Thema: Künstliche Befruchtung: “Die Hälfte kriegen wir nicht mehr schwanger“, auch anlässlich der Tatsache, dass die ältesten in München per IVF gezeugten Zwillinge demnächst 20 werden.

Es wird in diesem Artikel erneut auf das Problem der in Deutschland üblichen späten Familienplanung mit altersbedingt verminderten Chancen hingewiesen.

Erst kommt das Studium, dann der Beruf. „Gegen Ende 30 bemerken dann viele Paare, dass in ihrem Leben etwas wichtiges fehlt“, berichtet Frauenarzt Walter Bollmann, der mit seinen Praxispartnern im Tal das Münchner „Zentrum für Reproduktionsmedizin“ betreibt.

Immer mehr Frauen entscheiden sich heute erst spät für Nachwuchs. Doch mit höherem Alter wird es schwieriger, sich den Kinderwunsch auch zu erfüllen. „Jedes siebte Paar hat Probleme, auf natürlichem Weg schwanger zu werden“, sagt Bollmann, was übrigens nur zur Hälfte an den Frauen liege.

„Der Erfolgsdruck ist groß“, findet Bollmann. Schon weil die biologische Uhr tickt. 80 Prozent der Frauen, die jünger als 39 Jahre sind, würden in der Spezialpraxis nach drei bis vier Behandlungszyklen mit Hilfe der Reagenzglas-Befruchtung schwanger.

Später jedoch, von 40 Jahren an, sinken die Chancen für das Wunschkind deutlich. „Die Hälfte der älteren Patientinnen kriegen wir nicht mehr schwanger“, sagt Bollmann. 45 Jahre sei für ihn und seine Kollegen die persönliche Behandlungsgrenze.

Auch auf die Gesundheitsreform und ihre Folgen wird in dem Artikel eingegangen.

„Wir alle erleben jetzt, dass der Erfolgsdruck auf die Paare und die Ärzte wächst“, sagt Professor Christian Thaler von der Uni-Frauenklinik Großhadern. Man versucht womöglich, rascher zum ersehnten Kind zu kommen – auch auf die Gefahr hin, dass die Zahl der risikoreichen Drillingsschwangerschaften wieder ansteigt.

Der vollständige Artikel ist hier nachzulesen


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3 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Nella schreibt

    Erfreulich, dass auf der Titelseite des Münchenteils der SDZ über das Problem ungewollter Kinderlosigkeit berichtet wird.
    Allerdings hat mich schon der zweite Satz des Artikels gestört: "Weil es im fortgeschrittenen Alter schwieriger wird, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, boomen die Zentren für künstliche Befruchtung." Immerhin sind die Hälfte der Frauen jünger als 33! Und wenn man dann noch bedenkt, dass meist Monate bis Jahre vorausgehen, bevor Paare sich zur Repromedizin entscheiden, dann ist die Aussage der Süddeutschen doch einfach falsch. Von den Frauen über 40 könnten die vier Zentren in München nicht leben!
    Der Satz ärgert mich sogar doppelt: er ist falsch, und den "älteren" Frauen wird auch noch irgendwie in die Schuhe geschoben wird, sie würden ihr Leben falsch planen.
    Schade, dass die Berichterstattung meist nur die Volksmeinung wiedergibt.
    Servus,
    Nella

  2. Elmar Breitbach
    Epha schreibt

    Also, ich muss schon sagen, wenn man in diese spezielle Praxis geht, wird einem ja ganz was anderes erzählt. Alles kein Problem, was "Sie sind schon 40" — kein Problem! Das ärgert mich jetzt aber wirklich!

  3. Elmar Breitbach
    Gloria schreibt

    Die Schwangerschafrten ab 40 nehmen Heutzutage wieder vermehrt zu, Grund dafür ist einfach der spätere Kinderwunsch, da erst einmal Beruf und Privatleben unter einen Hut gebracht werden müssen