Studie: Nur die Hälfte wünscht Ehe und Kinder

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Nach einer Umfrage der Robert-Bosch-Stiftung in 14 europäischen Ländern wollen nur etwas mehr als die Hälfte der Deutschen zwischen 18 und 50 Jahren heiraten und eine Familie gründen. Da man für die Familienplanung nicht unbedingt heiraten muß, bleiben deutlich weniger der Befragten übrig, die sich explizit gegen eigene Kinder aussprachen, ob verheiratet oder nicht. Jedoch betrug dieser Anteil der Befragten immerhin erschreckende (?) 18%. Da werden sich die Umerziehungsmassnahmen der designierten Familienministerien Ursula von der Leyen (Männer sollen zwei Monate zu Hause bleiben, damit das Familiengeld bezahlt wird), wahrscheinlich auch nicht positiv auswirken. Zumal der Untersuchung zufolge ohnehin 13,3% der Befragten das Single-Dasein für die beste Lebensform hielten.

Offenbar ist der wenig ausgeprägte Kinderwunsch aber nicht auf verstärkte männliche oder weibliche Emanzipationsbemühungen zurückzuführen, denn dass Frau und Mann zum Haushaltseinkommen beitragen, befürworten in Rumänien 92,1 Prozent, in Ungarn 88 Prozent. Der niedrigste Zustimmungsgrad findet sich jedoch mit 77,1 Prozent in Deutschland.

Mehr als 30 000 Europäer sind in jahrelanger Arbeit von Experten befragt worden. Auf Basis der Erkenntnisse dieser Studie sollen Handlungsoptionen der Bevölkerungspolitik erarbeitet werden.


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Kommentar

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16 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    Vielleicht hilft das http://www.welt.de/data/2005/11/21/806828.html ja weiter….alles, was ich zu dieser Entwicklung in sozio-kultureller Hinsicht zu sagen hätte, wäre leider nicht politisch korrekt – deshalb zensier ich mich jetzt einfach selbst ;-).

  2. Elmar Breitbach
    Fassi schreibt

    Man muss sich einfach nur die Trennungsraten, auch bei Leuten mit vielen Kindern, auch bei christlich konservativen, auch bei älteren Paaren,.. anschauen, das schreckt viele Leute ab.

    Wegen der Umerziehungsmaßnahmen fiel mir auf, daß es als gottgegeben angesehen wird, daß die Frau möglichst jahrelang zuhaus bleiben will, der mann keinen Bock auf Kinderpflege hat, daß Frau es o.K. findet weniger zu verdienen.
    Dass Frauen einstellen für Chefs " Risiko" des " Mitarbeiterinnenausfalls" darstellt, bei Männern nicht.

    männer die zuhause bleiben, beweisen mangelnden beruflichen Ehrgeiz usw..

    Gegen dieses Gesellschaftsmodell steuert Frau v.d. Leyen offiziell an.
    Inoffiziell erspart das dem Staatshaushalt einiges an Transfer-Leistungen für Familien.
    Denn sicher ist doch (?) …aufgrund solcher Massnhamen wird sich so gut wie nichts an der Realität der Vater-Mutter-Rollen und den Mann-Frau-Entgelt-Unterschieden ändern.
    Auch wenn Männer die ungleiche Bezahlung auch nicht o.k. finden und therotisch/ prinzipiell schon gern irgendwie mehr für ihre Kids dasein wollen, aber daran gehindert werden… 🙂

    @ Reabas : interessanter Artikel,..aber ob Hormone gegen tatsächlich gegen Lust-Defizite helfen ?
    Da habe ich Zweifel
    Ein Problem sind auch hier eher die "Normen beim Lustigsein" ..
    da müssten die Hormone schon einiges abschalten..im Hirn
    oder gar "unpassende" Partner wegswitchen 🙂

    http://www.zeit.de/zeit-wissen/2005/05/Orgasmus.xml

  3. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    @Fassi

    natürlich tun die Hormone das nicht alleine…ist auch eher sarkastisch zu verstehen.

    Jeder politisch Beteiligte meint, ein/sein Gesellschaftsbild sei das richtige – die "Lufthoheit" über Familienfragen haben Politiker, die damit entsprechende eigene Ideologie den Leuten versuchen durch die Hintertür/finanzielle Anreize reinzudrücken. Sorry, aber diese manipulativen Techniken ekeln mich einfach nur noch ein Stück weit an – egal wie sinnvoll oder sinnlos ich sie persönlich bewerte. Bin mittlerweile auf dem Standpunkt angekommen, daß es der allgemeinen Situation von Familien/Demographie in Gänze fast nur dienlich sein kann, wenn fast alle staatlichen Leistungen zurückgefahren werden oder zumindest ideologiefrei gewährt werden auf breitester Basis gesellschaftlichen und grundgesetzlichen Konsenses – aber selbst die paar "Basics" lösen sich gerade in Existenzangst, Konsumanspruch und Egoismen auf.

    Eine Gesellschaft, wo sich jeder drauf verlassen kann – egal wie hoch der Eigenanteil am persönlichen Scheitern auch ist – aufgefangen und staatlich alimentiert zu werden, ist meiner Meinung nach nicht lebensfähig.
    Der relative Reichtum der 60er, 70er und frühen 80er Jahre wurde sozial falsch angelegt…die Konsequenzen sind jetzt sichtbar.

  4. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    [Fortsetzung von Reabas Artikel, der wegen Überlänge das Layout sprengte]
    Dagegen sind v.d. Leyens Bemühungen eher harmlos, naiv und ein Stück weit auch ärgerlich, weil bevormundend und die freie, bürgerliche Entscheidung der persönlich wünschenswerten Familienform einschränkend.

    Ich bin auch nicht der Ansicht, daß eine mehr staatlich übernommene und kontrollierte Früh(st)betreung der späteren sozialen Bindungsfähigkeit und Kompetenz z.B. bei der Partnerwahl zuträglich sein sollte…sorry, aber das halte ich den traditionellen Angang nach wie vor für die beste Lösung in der Phase der Früh(st)erziehung (von dem Partner zu gewähleisten, der dazu die besten Qualifikationen und Voraussetzungen hat). Die "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" halte ich in dieser Phase für einen heftigen ideologischen Gag, weil Ansprüche geweckt werden, die real und faktisch nicht übereingehen….das schafft Frust und Stress bei allen Beteilgten.

    Aufrichtiger wäre es, den Frauen zu sagen: ihr seit jetzt Mutter und habt Verantwortung, daher fallt ihr 2 Jahre aus – danach kümmern wir uns als Politiker um wesentliche bessere und genauere Gesetzte und Wiedereinstiegsroutinen in den alten Job….das wäre wenigstens ehrlich und würde den Stress der Doppelbelastung zeitweise nehmen.

    Steinigt mich bitte nicht für diese Meinung, die ich nun doch getippt habe….wie gesagt, ist keinesfalls politisch korrekt ;-)!

  5. Elmar Breitbach
    Fassi schreibt

    @ Reaba,

    war schon klar 🙂 mit dem Welt-artikel, ich kannte den schon, den von der Zeit hatte ich zufällig schon vorher gelesen, wobei auch selbst die "Zeit Wissen" blöde Exotik-Klischees über afrikanische Frauen übernimmt.. ( die aufgrund grausamer Traditionen körperlich oft nicht " intakt " sind)

    Die absurde Normierung von aussen, bezüglich Elternrolle, der Sexualität per Pharmakick.. war ja die Gemeinsamkeit der absurden Beispiele.
    so lobenswert gesellschaftpolitische Ziele auch sein mögen – mir geht das mit den Eingriffen ins Privatleben der Elternpaare auch zu weit – es müssen Wahlmöglichkeiten und nihct Eltern-Verhaltenssubventionierung existieren, was können hierbei die Kids für ihre Eltern?

    Die einzig gute Politiker-Idee finde ich, alle Transferleistungen an Familien in die Verwaltung einer Behörde zu geben, als diese Geldhinundherschieberei – Rechnerei.
    Die "2 Jahre Daheimbleiben" finde ich eine ebenso respektable Privatsache, wie die Entscheidung von Müttern, wieder früher in Teilzeit zu arbeiten, die DDR-Kinder und die Französischen Kinder scheinen mir jedenfalls nicht prinzipiell ärmer dran zu sein als das vollzeitumsorgte Mamikind ( wie ich zugegeben als West-Kind selbst eins war).

    Politische Utopien ( Zeugen für die Rente..)und Wahlversprechen..Irreale Gags..können uns " Bürger" doch nicht mehr überraschen, oder ? 🙂

  6. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    @Doc…sorry für die Überlänge und danke fürs teilen – werde versuchen mich zu mäßigen 😉

    @Fassi: Sowas http://www.welt.de/data/2005/11/22/807033.html läßt mich einfach heftig nachdenklich werden und die "Super-neuen Erziehungskonzepte für Kleinstkinder" doch in einem anderen Licht betrachten….und es macht auch etwas zornig auf jede/n "Volksvertreter/in", der es immer noch nicht geschnallt haben, daß man Menschen am besten die Wahl läßt, wie sie Familie gestalten und leben wollen. Das sehe ich eigentlich bei keiner Partei gewährleistet…..und ja, so eine dreiste Realitätsleugnung erstaunt mich als "Bürgerin" immer wieder aufs neue :-(.

    Lg Reaba

  7. Elmar Breitbach
    Fassi schreibt

    @ Reaba,

    die schrecklich traurige Situation der in den ersten Lebensjahren vernachlässigten Kinder erscheint auch mir unannehmbar und als eine Art " Körper- & Seelenverletzung" (Deprivation)mit möglicherweise lebenslanger Nachwirkung oder Prägung ?

    Bin mir jedoch nicht sicher, ob diese Extrem-Beispiele( – > Rumänische Kinderhieme..) mit den früheren DDR-Erfahrungen ( wobei das Eltern nicht frei entscheiden konnten) und in Frankreich tatsächlich vergleichbar sind.

    In D gibt es Berichte über nicht wenige alleinerziehende und arbeitslose Mamis, die zwar theoretisch Vollzeit beim Kind sind, jedoch völlig zurückgezogen leben, dem Kind wenig Reize, wenig soziale Kontakte bieten, wenig mit dem Kind sprechen..spielen… Kinder die dann später bewegungs- sprachgestört sind, nicht auf einem Bein balancieren können,…und es sind nicht nur die ganz armen ungebildeten Schichten in denen "sowas" vorkommt.

    Mich stören die Extreme, dieser überfrachtete Mütterlichkeitswahn, der Väter und andere wichtige soziale Bezugspersonen ausblendet sowie ein Kinder-staatliche-Verwaltungs/Verwahrungs-Ideal à la Ostblock.
    Viele Mütter entsprechen nicht der Rolle die so "heilig" vorgegeben wird – die Super-TV-Nannys sind doch trauriges Indiz dafür ( abgesehen davon, daß ich derartiges Menschenvorführen, bei den Privaten, sowieso ablehne, das 2 Mal geschaut habe..Menschenzoo..*grusel* )
    Meine Vermutung ist, daß die staatliche Fokussierung auf die relativ vernachlässigten, wenig geförderten Kinder und wenig Aufmerksamkeit erhaltenden Kinder ausgerichtet ist – traurig, dass dies notwendig scheint.

  8. Elmar Breitbach
    Fassi schreibt

    …zum Thema Krippen/ Kleinkindbetreuung fand ich einen interessanten Artikel, der historische Entwicklung, Situation in anderen Ländern und Analysen darlegt, was für mich sicher nicht heisst, daß ich zum Kinderkrippen-Fan mutiere, aber zumindest zweifle ob Kinderkrippenmütter ganz sicher " Rabenmütter" sein müssen, weil sie andere Vorstellung von " Verantwortung" haben (?)
    http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Kindheitsforschung/s_1815.html

  9. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    Hi Fassi,

    mir geht die ganze Diskussion um das "beste" Betreuungsmodell und die damit verbundene ideologische Überfrachtung, nur noch auf den Keks :-).

    Es kollidieren – platt gesagt – persönliche Ansprüche (Fun, Karriere, Selbstverwirklichung) mit optimalen Heranwachsensbedingungen (Geborgenheit, Sicherheit, anregendes und stabiles Umfeld). Wer da wo seinen Standpunkt (auch aus der eigenen Biographie) sucht und findet, ist mir relativ egal. Nicht zuletzt ist "Erziehung" auch immer eine Vermittlung von eigenen, wiederum anerzogenen Verhaltensweisen. Das hat über Generationen mit relativem Erfolg funktioniert…seit einigen Generationen treten immer häufiger Störungen auf – bedauerlicherweise.
    Eine unaufgeregte, analytische Tatsachenfeststellung wäre erforderlich…und die gelingt weder politsch noch gesellschaftlich, weil gewisse Automatismen, die sich als "politisch korrektes Verhalten" in unsere Denk-und Verhaltensweisen etabliert haben, einfach schon vor der kritischen Analyse greifen: "Es kann nicht so sein, weil es nicht so sein darf."

    Das nervt mich zutiefst – ich finde deshalb, besonders in den politischen Parteien die Debatte und vor allem die Tatsachenfindung (=politische Person mit bestimmter Ideologie nimmt Steuergelder in die Hand um eine "objektive Studie" zu beauftragen bei politisch nahestehendem Institut mit vorhersehbarem Ergebnis) und die daraus abgeleiteten Maßnahmen und Gesetze ziemlich fragwürdig.

    Daher, möchte man überhaupt staatlich Geburtenpolitik positiv belegen und fördern: alle Kinder sollten Staat gleichviel wert sein ohne Eltern den ideologischen Kottau abzuverlangen….denn das motiviert vielleicht auch nicht zur freudigen partnerschaftlichen Bindung nebst Vermehrung :-).

    LG Reaba

  10. Elmar Breitbach
    Fassi schreibt

    Na ja, die Diskussion um das "beste Betreuungsmodell" heisst übersetzt:
    Vollzeit-Alleinbetreuer-Mami, nicht berufstätig versus zeitweise berufstätige Mami die sich private Mitbetreuung irgendwie organsiert
    privat: wahlweise Omi, Familie, Nachbarn, Freunde
    oder gegen Entgelt:
    a)für Reiche, das legale,
    b) für Ärmere, das illegale Kindermädchen.

    1.wenn die Rabenmütterklischees weiterhin bestehen
    2.wenn Alleinerziehende/ Geschiedene/Getrennte wegen dieser " Berwertung" arbeitslos sein müssten, um gute Mütter zu sein
    3.wenn Alleinerziehende nicht so gern eingestellt werden, weil sie überlastet sind oder öfter beruflich wegen der Kids ausfallen.

    ..dann werden sich (leider)viele Frauen/ Paare weiterhin gegen Kinder entscheiden.

    Die staatlichen Transfer-Leistungen sollten sich nur an der tatsächlichen finanziellen Bedürftigkeit der Familie ausrichten und nicht als eine Art Elterngehalt, das wegen Ideologie nur an "Emanzipierte" Paare gezahlt wird – darin stimmte ich dir bereits zu.

    Wenn Kinderbetreuung aber auch Privatsache ist, dann sind Elterngehaltforderungen auch nur bedingt umsetzbar, weil ein Teil der staatlichen Mittel ebenso für Betreungseinrichtungen aufgewendet werden sollte, nämlich für Mütter/ Paare, mit anderen ebenso respektbalen Lebensentwürfen, die Familie und Beruf vereinbaren möchten – welche die Sicherheit wünschen, dass es für Alleinerziehende kein viel höheres Arbeitslosigkeits- und Armutsrisiko ist, wie erwiesenermaßen für viele heutzutage, was hinter dem Schlagwort " Armutsriko Kind" tatsächlich steckt.

    Solche Analysen der Politiker scheinen mir durchaus plausibel und nachvollziehbar – besonders im Vergleich mit Nachbarländern – grundsätzlich fragwürdig finde ich diese Studienergebnisse nicht.

  11. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    "Armutsrisiko Kind" halte ich für eines der übelsten politischen Parolen, die seit langen herausgegeben worden sind! Wieviele Menschen wären davon in welchem Umfang wohl betroffen – bestimmt nicht soviele, wie die Parole suggeriert. Zudem finde ich die dort zu grunde gelegte Definition von "Armut" in unserer ökonomischen Situation mehr als fragwürdig…ist man "arm", wenn man weniger Luxusartikel konsumieren kann?

    Auch wenn es nicht leicht zu verdauen ist…in gewissen Situationen gibt es kein "entweder-und"…nur ein "entweder-oder". Und ich will keine politischen Spinner am Bein haben, die mir das "entweder-und" als realistische Option verkaufen wollen – mal ganz einfach formuliert.

    Ich bin in Gänze gegen etwas wie "Elterngehalt"….absurd!
    Anstatt Zeugungswilligkeit zu kaufen, sollte man sich doch wirklich zuerst überlegen, warum sie denn wohl verloren gegangen ist….ja wo isse denn?

    Entweder Staat stellt allen, die kindliche Früh(st)betreuung wünschen, das auch kostenfrei zur Verfügung oder die entsprechende Eigenbetreuung wird analog honoriert (was ja durch z.B. Splittingvorteile der Fall ist). Warum soll darüber hinaus etwas gezahlt werden? Würde die freie Entscheidung Kinder zu bekommen doch nur wieder manipulieren. Was bedeuten Kinder, die aus finanziellen Erwägungen der Eltern in die Welt gesetzt wurden – ohne große entsprechende Motivation der Eltern für adäquate Fürsorge für den Nachwuchs – denn für eine Gesellschaft? In der Regel generationenübergreifende Sozialhilfebedürftigkeit/Anspruchsdenken "der Staat wird schon alles richten"….letztlich persönliche Unfreiheit, weil Eigenverantwortung nur noch sehr begrenzt erlebt werden kann.

    Kann man als Ziel politisch und ideologisch sicher verfolgen – hat man ja auch lange so gemacht. Das Ergebnis ist die derzeitige soziale und ökonomische Realität (natürlich nicht ausschließlich in diesem Punkt begründet!)….finde ich wenig prospektiv.

  12. Elmar Breitbach
    Fassi schreibt

    " Zeugungswilligkeit….Wo isse denn" ?

    Tja 🙂 ich vermute verschiedene Gründe:

    Zukunftsängste:
    1.romantische Ideale versus instabile Partnerschaften/ Lebensabschnittspartner/ Lebensabschnittskinder/ Patchworkfamilien sind als Wahlmöglichkeit nicht wirklich verlockend, aber oft Realität

    2.Thema "Risiken und Nebenwirkungen" für Alleinerziehende, s.o.
    3. Hier im "Männer"-Blog verlautbart: finanzielle und emotionale Risiken für Väter nach Trennung

    – negative Erfahrungen eigener Familien-Biographie mit dem Modell Ehe/Kinder

    -Individualisierung / Freiheitsbedürfnis

    nicht zu vergessen !!
    UNGEWOLLT KINDERLOSE :

    – medizinisch durch Krankheit
    -medizinisch-soziologisch bedingte Unfruchtbarkeit
    a) bei Frauen wegen Alter wegen typischer Biographien mit zu langer Ausbildung, mit beruflicher Etablierung= zu lang aufgeschobener Kinderwunsch
    b)bei Männern Abwarten/ Nichterreichen zu erfüllender Karriere-Einkommens-Erwartungen als Alleinernährer

    gesellschaftlich:

    – homosexuelle Paare
    – unfreiwillige Singles mit Kinderwunsch
    – grundsätzlich ..
    wegen der gut funktionierenden Verhütung, muss das Menschenpaar sich bewusst entscheiden – will ideale Zeitpunkte suchen,..war vorm Pillenknick "so" nicht möglich.

    @ Reaba, Deinem letzen Absatz über freie Entscheidung stimme ich völlig zu !

  13. Elmar Breitbach
    Lord der Sith schreibt

    Jedoch betrug dieser Anteil der Befragten immerhin erschreckende (?) 18%.

    Wenn ich das schon wieder lese, kriege ich echt die Krise. Wieso überhaupt erschreckend? Sind etwa Leute unnormal, die sich keine Kinder wünschen?

  14. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    "Sind Leute unnormal, die sich keine Kinder wünschen?"

    Nö. Spannender finde ich aber auch die Frage, warum sich manche Menschen keine Kinder wünschen.

    Die 18% haben wohl "Schreckpotential" in beide Richtungen, nicht ;-)?

  15. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    @ Lord,

    Habe ich ein Fragezeichen hinter diese Aussage gesetzt? Warum werde ich das wohl gemacht haben? Weil ich es wirklich erschreckend finde?

    Ich glaube nicht, dass Sie das Fragezeichen nicht gesehen haben und ich glaube auch nicht, dass Sie den Text wirklich missinterpretiert haben. Ich glaube jedoch, dass Sie es einfach passend fanden, es so zu lesen, wie Sie ihn verstehen wollten, um mal wieder ein wenig das Fähnchen der bewußt Kinderlosen hochzuhalten.

    Und ich finde die Frage, warum sich manche Leute keine Kinder wünschen völlig uninteressant, um Reaba mal zu widersprechen und langatmigen und vor Selbstmitleid triefenden Erklärungen Ihrerseits vorzubeugen.

  16. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    @Doc

    …wenn es darauf hinaus laufen würde, dann kann ich mit ihrem Widerspruch leben :-). Das wär zu öde.