Kinderwunsch-Witwe: Trauriges Ende der Geschichte


Ines S. hat einen langen Kampf durchgestanden. Nach dem Tod ihres Mannes, mit dem sie sich einer künstlichen Befruchtung unterzogen hatte, forderte sie die Herausgabe der eingefrorenen Eizellen. Vor dem Landgericht wurde diesem Wunsch nicht entsprochen, woraufhin sie die Revision vor dem Oberlandesgericht einreichen ließ.

Sie bekam dort schließlich das Recht an ihren Eizellen zugesprochen und plante eine Behandlung im Ausland. Jetzt berichtet der NDR über das traurige Ende dieser langen Geschichte:

Im Krankenhaus habe sich jetzt herausgestellt, dass keine der neun konservierten Eizellen überlebt hatte, um sich nach dem Auftauen weiterzuentwickeln. Gegenüber NDR 1 Radio MV sagte die jetzt 30-jährige Frau, dass sie zwar enttäuscht und traurig sei, aber auch wisse, alles versucht zu haben, ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Nichts unversucht gelassen zu haben kann man Ines S. wirklich nicht vorwerfen.


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

14 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    "Dass keine von 9 Eizellen das Auftauen überlebt" – gibt es sowas überhaupt unter normalen Umständen?

    Da hat doch jemand nachgeholfen, meine ich. …

    Mitfühlende Grüße an Ines S.

  2. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    oh mann 🙁

    hoffentlich ist da alles mit rechten dingen zugegangen….

    sehr traurig 🙁

  3. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    Warum soll es das nicht geben, daß sich keine von 9 weiterentwickelt? Muss man immer und überall gleich eine Verschwörung vermuten? Die Realität der Statistik ist oft ziemlich bitter.
    Klar besteht bei 9 Kryos die Wahrscheinlichtkeit > 99% (wenn sich 70% weiterentwickeln sind’s 99,998 %), daß sich wenigstens eine weiterentwickelt, aber nicht 6 Richtige zu bekommen ist 99,99993% – und trotzdem hoffen viele Menschen ständig darauf.

    Auch ich wünsche Ines S. für ihre weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute

  4. Elmar Breitbach
    Lectorix schreibt

    Oh nein, was für ein fieses Pech 🙁 Ich bewundere nach wie vor die Standhaftigkeit und hoffe, dass sich neue und zufrieden stellende Wege auftun. Für Frauen, die traurigerweise in einer ähnlichen Situation sind, wie sie war, ist der Weg jedoch leichter, dank Ines S.

  5. Elmar Breitbach
    Stina72 schreibt

    Ach man- das ist sehr traurig. So gekämpft und doch verloren! Aber sie hat wirklich alles getan…eine sehr starke Frau.
    Und ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass keine von den neun Eizellen das Auftauen überlebt hat *ja*. Bei uns hat genau nur EINER von neun Kryos überlebt- und das waren Kryos aus verschiedenen ICSIs, u.a. auch aus dem Versuch aus dem unsere Tochter entstand- also möglich ist das schon…leider.

  6. Elmar Breitbach
    Viktoria1 schreibt

    Wie schade.
    Hier hatte ich sehr auf ein Happy-End gehofft, auf ein modernes Märchen…..
    also ein Ende mit Geburt.
    Das war ein unwahrscheinliches Szenario,ich weiß…… aber manchmal werden Träume ja auch wahr.

  7. Elmar Breitbach
    11schnappi schreibt

    wie schade!!
    und dennoch denke ich, es war für sie wichtig, es zu probieren, um damit abschließen zu können.
    Auch, wenn ich ihr so sehr einen anderen Ausgang gewünscht hätte!

  8. Elmar Breitbach
    Charlotta-Marlene schreibt

    Das tut mir sehr leid für sie, ich hätte es ihr anders gewünscht. Allerdings glaube ich nicht, dass da was schief gelaufen ist. Die Biologin, die die Eizellen eingefroren hat, wusste ja zu dem Zeitpunkt noch gar nicht, welcher Rechtsstreit auf sie zukommt. Und gut ist sie auch, wir haben ihr unsere erste Tochter zu verdanken. Ich hab mich mal mit ihr über den Fall unterhalten und die hätten sich in der Klinik eher eine Hand abgehackt, als dass da irgend etwas während des Prozesses schief läuft und die Kryos vernichtet werden. Auch der Prof. sah das alles ziemlich emotionslos, er wollte lediglich für sich Rechtssicherheit. Und die auftauende Klinik war ja meiner Ansicht nach Stettin, die hatten mit der ganzen deutschen Rechtslage ja gar nichts zu tun.

    Aber mutig und toll, wie sie gekämpft hat.

  9. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Liebe Charlotta-Marlene,

    ich kann mir gut vorstellen, dass bestimmte Leute in dieser Klinik, mit der du so gute Erfahrungen gemacht hast, sowas nicht tun würden.

    Mich interessiert das nur mal so, wie häufig es vorkommt, dass ca. 9 Embryonen alle das Auftauen nicht überleben. Und hätte es – mal so theoretisch – die Möglichkeit gegeben, die Emrys kurz aufzutauen, sterben zu lassen, dann wieder einzufrieren? Irgendeine Person, die eben auch Zugang hatte? Wäre das den Emryonen anzusehen gewesen?

  10. Elmar Breitbach
    Charlotta-Marlene schreibt

    Hallo Rebella,

    nunja, ich habe es in der Klinik, in die wir anschließend gegangen sind erlebt, dass alle 6 Kryos sich nicht auftauen ließen. Der Biologe meinte, sie wären regelrecht zerfallen und konnten sich nicht erklären, woran es gelegen hat. Man weiß es nicht, man steckt halt nicht drinne – war die Antwort meines Docs. Aber da ich vom Prof. weiß, dass er menschlich überhaupt kein Problem mit der Vorgehensweise der Kiwu-Witwe hatte, wollte ich die Spekulationen in diese Richtung halt unterbinden. Und mit Sicherheit kann man das den Kryos ansehen, die gesamte Zellstruktur ist ja zerstört, wenn die unprofessionell aufgetaut wurden und dann abgestorben sind.

  11. Elmar Breitbach
    Charlotta-Marlene schreibt

    achso, nur noch mal zur Klarstellung. Die Klinik, wo meine Kryos nicht aufgetaut sind, ist nicht mehr die Klinik, in der die Kiwu-Witwe in Behandlung war. Das war allerdings auch eine sehr renomierte Klinik mit modernster Technik.

  12. Elmar Breitbach
    Mikama schreibt

    Das ist wirklich traurig…:-(

  13. Elmar Breitbach
    Kamikaro schreibt

    Also entweder kann man ihr "vorwerfen", nichts unversucht gelassen zu haben – oder man kann ihr nicht vorwerfen, etwas unversucht gelassen zu haben. 😉
    Was das eigentliche Thema angeht: auch wenn ich persönlich noch nicht zu einem Schluss gekommen bin, ob ich das Gerichtsurteil gut finde, tut die Frau mir leid. Ich hoffe, sie findet einen anderen Weg, mit allem abzuschließen.

  14. Elmar Breitbach
    Manulein schreibt

    Hallo

    oje, das ist wirklich traurig *schnief* die arme
    Das ist bitter, das alle das auftauen nicht überlebt haben, aber es kann passieren auch wenn das selten ist das gar keiner schafft.
    Nach so einen hin und her, auf und ab…so ein ende

    Ganz liebe Grüße
    Manu