Wir schrumpfen weiter. Wird sich noch etwas ändern?


In Deutschland kommen immer weniger Kinder auf die Welt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im vergangenen Jahr nur noch 685 784 Geburten. Damit wurde erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die Marke von 700 000 nach unten durchbrochen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) forderte Konsequenzen aus dieser Entwicklung. Sie betonte: „Die Zahlen zeigen uns, dass jetzt auch der Letzte aufwachen muss.“ Die Ministerin mahnte, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft müssten sich „mit geballter Kraft hinter dem Anliegen versammeln, Deutschland kinder- und elternfreundlicher zu gestalten.“

Löblich. Und sicher auch richtig. Vielleicht gehen sogar einige Massnahmen der Regierung halbherzig in die richtige Richtung, wenn man mal von ideologisch bedingten Merkwürdigkeiten wie dem „Windelpraktikum“ für den Hauptverdiener der Eltern und anderen handwerklichen Fehlern der neuen Gesetze absieht.

Wenn man sich das kürzlich hier veröffentlichte Ergebnis unserer Umfrage zur Finanzierung der Kinderwunsch-Behandlung anschaut, dann ergeben sich für die Politik noch andere Möglichkeiten, dieser Entwicklung engegenzuwirken.

Aber mal ehrlich:


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Kommentar

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6 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    "dass jetzt auch der Letzte aufwachen muss." Die von der Leyen zumindest ist immer noch nicht aufgewacht!

  2. Elmar Breitbach
    Zarah schreibt

    Sorry, aber ich finde (wie häufig) den Beitrag tendenziös.

    Als halbherzig würde ich die Regelung zum Elterngeld nicht bezeichnen. Sicher hätten einige Regelungen besser sein können. Das Elterngeld sollte dennoch nicht verteufelt werden. Es gibt sogar eine Petition, die sich gegen eine Benachteilung von Eltern richtet ("Zweiklassengesellschaft"). Gemeint sind Eltern, die einen Anspruch auf Elterngeld hätten, aufgrund des Entbindungstermines in 2006 aber das ErzGG gilt und danach kein Erziehungsgeld gezahlt wird.

    http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=158

    Ist denn schon vergessen, dass sich die Regelungen zum Erziehungsgeld in der Vergangenheit immer mehr verschlechtert hatten? Die vorige SPD-Familienministerin hat sogar die – in dem Beitrag erwähnte hohe -Selbstbeteiligung mitgetragen (kein CDU-Gesetzesentwurf).

  3. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Natürlich ist die Regelung halbherzig. Sicherlich aus finanziellen Gründen, aber auch aus ideologischen.

    Den Eltern finanziell unter die Arme zu greifen ist eine Möglichkeit. Das alleine ist nicht ausreichend. Wenn die 14 oder 12 Monate vorbei sind…was dann?

    Es wird also finanziell unterstützt, wenn jemand in den ersten Monaten zu Hause bleibt. Mindestens genauso wichtig wäre es, den Eltern die Wiederaufnahme ihrer Berufstätigkeit zu erleichtern. Dass Pläne in dieser Richtung nach kurzer Diskussion wieder in der Schublade veschwanden hat sicherlich finanzielle Gründe. Aber auch ideologische. "tendenziös" formuliert: "heim-an-den-Herd" wird politisch unterstützt.

    Und bitte: Sollte ich auf dieser Seite wirklich eine neutrale Darstellung über Elterngeld und die Geburtenrate abliefern? Also wirklich. Natürlich ägert mich in diesem Zusammenhang die zusätzliche Belastung der Kinderwunsch-Paare und das völlige Desinteresse der Politik dieser meiner Klientel gegenüber am meisten.

    Es geht hier auch nicht um Parteipolitik. Dass zumindest die Hälfte der Kosten für die künstliche Befruchtung von den Kassen getragen wird, haben wir meines Wissens nicht der SPD hzu verdanken. Ich bin da ziemlich parteineutral desillusioniert.

  4. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Ich nehme an der Umfrage nicht teil, weil die Fragestellung nicht objektiv ist.

    Wer immer das eingestellt hat:
    – Warum sollte die Fragestellung objektiv sein?
    – Was ist an der Frage: Glauben Sie, dass sich an der Regelung der hohen Selbstbeiligung bei der künstlichen Befruchtung noch etwas ändern wird?
    subjektiv? Sehe ich es subjektiv falsch, dass die Selbstbeteiligung hoch ist?

    Mag sein, dasss ich heute zu empfindlich bin, ich hatte Wochenenddienst und es hat wieder geregnet, bevor ich meinen Rasen mähen konnte. Und Hannover 96 verliert heute bestimmt auch wieder

  5. Elmar Breitbach
    Andra n.e schreibt

    Was heisst "Selbstbeiligung"?
    Wenn es um Selbstbeteiligung geht, dann denke ich es wird sich bald nichts aendern (Ich schreibe aus dem Ausland, keine Umlaute), weil es niemand wuenscht.
    Neimand versteht das die Kinder erst gezeugt und geboren werden muessen. Warum immer an Eltern mehr Geld geben und nichts fuer KB und Adoption damit sich alle Kinder leisten koennen. Diejenige die KInder kriegen muessen muessen unterstuerzt werden in dem Fall und nicht diejenige die schon Kinder haben. Was nuetzt einem Kindergeld und Kindergarten usw., wenn sie kein Kind haben koennen.
    Und ob die Leute keine Kinder wollen wegen den Kosten mit ihnen, ist es eine Frage. Ich glaube das es andere Gruende gibt wenn die Leute keine Kinder wollen und nicht die Kosten. Da hilft der Staat so wie so.
    Manche kriegen zig Kinder und leben immer noch gut, also sie haben von irgendwo das Geld dafuer und Unterstuezung fuer Haeuser und so.
    Also mehr fuer KB und Adoption und diejenige die sich Kinder wirklich wuenschen.

  6. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    …solange "staat" denkt, dass man den bürgern nur eine mohrrübe vor die nase hängen muss, die fett genug ist (elterngeld für gutverdienende doppelverdiener z.B.), solange werden sich sicher immer noch ein paar leute weigern gerade mit diesem "anreiz" im nacken zu zeugen…eigentlich finde ich es entwürdigend geglückten kinderwunsch finanziell zu entlohnen, wenn die umsetzung (und deren problematik) weiterhin als privatsache gilt.
    würde sich die erkenntnis endlich auch bei den leuten mit regierungsverantwortung durchsetzten, dass ungewollte kinderlosigkeit überwiegend medizinisch (=dysfunktional) bedingt ist…es wäre einfacher, die kosten dafür zu tragen, als weiter so zu tun als fluppt das alles ganz von selbst, wenn man nur den finanziellen anreiz fett genug wählt.

    daher habe ich für punkt 1 abgestimmt…nicht zuletzt, weil ich ein paar sg. pol. entscheidungsträger kenne :-(…nicht nur beratungsresistent, leider auch realitätswahrnehmungs gestört…das tägliche leben muss schon zur ideologie passen – voll banane eben.