Sachsen-Anhalt: Eine gute und eine schlechte Nachricht


Im November des letzten Jahres hatte das Land Sachsen-Anhalt angekündigt, das sogenannte Sachsen-Modell zu übernehmen, also aus den Länderfinanzen einen Teil der Kosten für IVF und ICSI-Behandlungen zu übernehmen.

Die Volksstimme berichtete kürzlich nun, dass diese Ankündigung noch nicht umgesetzt wurde, sich aber in der „hausinternen Abstimmung“ des Sozialministeriums befinde. Nun weiß man ja, dass die deutsche Bürokratie nicht die schnellste ist.

Ees bleibt zu hoffen, dass dieser Gesetzesentwurf schnell umgesetzt wird, denn für die Patienten, die auf die neue Regelung hoffen, ergibt sich dadurch eine Wartezeit und auch die Kinderwunschzentren haben aktuell unterdurchschnittlich viel zu tun. Sollte man dann in der zweiten Jahreshälfte versuchen, diese Rückstände wieder aufzuholen, dann kann dies nicht nur zu organisatorischen Problemen führen, sondern auch zu Lasten der medizinischen Qualität gehen, wie es Ende 2003 bereits einmal aus anderen Gründe der Fall war. Damals wurde die Selbstbeteiligung durch die Patienten eingeführt.

Die gute Nachricht

Offenbar sollen auch unverheiratete Paare von der Unterstützung durch das Land profitieren. „von den Zuschüssen [sollen] nicht nur ungewollt kinderlose Ehepaare, sondern auch eheähnliche Gemeinschaften profitieren. “ Da sind wir sehr modern. Es ist gesellschaftliche Realität, dass Familien in vielfältigen Formen existieren „, erklärte der Sprecher des Sozialministeriums Holger Paech.

Allerdings gilt dies nur für den anteiligen Zuschuß des Landes. Für die Kostenübernahme des Rests durch die Kasse wird weiterhin bundesweit eine Heirat notwendig sein.


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