Noch ein Bundesland für Kostenübernahme


Auch Mecklenburg-Vorpommern plant nun eine Bundesratsinitiative zur Kostenübernahme bei künstlicher Befruchtung berichtet die Ostseezeitung. Dann gibt es ja kaum noch Länder, die dagegen wären. Denn eine solchwe Initiative wurde auch von anderen Bundesländern bereits eingebracht.

Die letztlich zuständige Familienministerin ist auch dafür, drei Länder haben schon eigene Modelle in die Tat umgesetzt. Wo ist jetzt eigentlich noch das Problem, liebe Politiker? Man kann den Eindruck gewinnen, dass praktisch jeder für eine Kostenübernahme ist, aber jeder Angst davor hat, sich zuerst zu bewegen.


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Kommentar

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20 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    die merken wohl langsam, dass ihnen die kinder aus familien, in denen sie nicht verwahrlost aufwachsen, ausgehen…..also die wählerschaft….

  2. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    @greta: Wenn überhaupt haben die Angst vor den betroffenen Eltern. Bis deren Kinder die Volljährigkeit erreicht haben sind doch die verantwortlichen Politiker längst im Ruhestand.

    Ehrlich gesagt überrascht mich die Gesetzesinitiative der Bundesländer. Glauben werde ich das erst, wenn es verabschiedet ist. Erklären kann ich mir das eigentlich nur so, dass sich auch im persönlichen Umfeld der Politiker die Fälle ungewollter Kinderlosigkeit häufen, und diese dadurch stärker für das Thema sensibilisiert werden.

  3. Elmar Breitbach
    greta schreibt

    natürlich meinte ich auch die (un-)geneigte wählerschaft, die eltern… klar, oder die POTENZIELLEN eltern 🙂

    die kinder KOMMEN ja gar nicht auf die welt ohne lockerung der richtlinien…. ok, viele viele pünktchen, gedankenpünktchen 😉

  4. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ich finde das interessat zu beobachten, dass bei so manchem Thema erst so gut wie alle Politiker dagegen sind oder nichts unternehmen wollen. Sowie das Thema jedoch "in" wird, wollen sie alle mitmischen.

    Man konnte das sehr schön beim PID Thema beobachten, wie sich noch vor 2 Jahren kein einziger Politiker ran getraut hat. Ich habe das zuvor edoch schon an anderen Themen beobachtet.

    Vermutlich haben viele Politiker gar nicht so schlechte Ideen, um das Leben unserer Bevölkerung zu verbessern. Sie werden nur in ihrer eigenen Reihen unterdrückt, ihre Ideen raus zu lassen. Oder aber es liegt daran, dass Politiker einfach fast immer nur bestrebt sind, ihre Karriere zu sichern und deshalb grundsätzlich nur auf Themen fliegen, mit denen man derzeit Punkte machen kann.

    Schön jedoch, wenn ungewollt Kinderlose davon mal profitieren. Allerdings haben wir bisher noch nicht die Schwelle zu konkreten Taten übertreten. Da ist die Gefahr noch groß, dass solche Bestrebungen ausschließlich der Profilierung dienen und recht bald wieder fallen gelassen werden.

  5. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    @Rebella: Politiker, die ihre Meinung ändern, müssen aber nicht zwangsläufig Trittbrettfahrer sein. Das Kiwu-Thema wird ja auch zunehmend enttabuisiert, und die betroffenen Paare reden zunehmend offener mit ihren Freunden und Verwandten darüber. Da statistisch gesehen jeder Politiker mindestens ein oder zwei Kiwu-Paare kennen müsste, nimmt dann auch die persönliche Anteilnahme der Politiker automatisch zu.

  6. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ Buntspecht: Daran mag es zum Teil liegen. Veränderte Wahrnehmung. Aber eben auch an dem Effekt, den Rebella beschreibt und der mich an einen Vogelschwarm erinnert. Nehmen wir mal Krähen im Feld. Immer mal fliegen ein zwei Krähen auf und lassen sich anschließend nieder. Dann 4-5 und es passiert weiterhin nichts. Die Krähen reihen sich wieder in der große Gruppe der Sitzenbleiber ein. Aber irgendwann ist eine kritische Masse überschritten und sofort fliegt der gesamte Schwarm auf.

    Politiker unterliegen meiner Beobachtung zufolge auch solchen Mechanismen. Lobbyarbeit bedeutet, dass man die Krähen nicht in Ruhe sitzen lässt und hofft, das der ganze Schwarm irgendwann in Schwung kommt.

  7. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Ich glaube ja eher, dass unsere Politiker endlich auch gemerkt haben, dass mit Elterngeld und anderen finanziellen Anreizen, die ja vielleicht für die Familien gut sein mögen, aber nichts an der demographischen Entwicklugn geändert haben, nur viel kosten, aber nicht mehr Kinder hervorbringen.

    Die ganze Politik der letzten Jahre war doch darauf ausgerichtet, die Besserverdienenden dazu zu bringen, mehr Kinder zu bekommen (Stichwort: mehr Elterngeld für die, die mehr verdient haben, die sich meist die Behandlung trotz der hohen Kosten leisten können) und die nicht so gut Verdienenden ein wenig zu bremsen (wieder Stichwort Elterngeld, für diese Gruppen meist weniger als vorher und zudem unerschwinglich Kinderwunschbehandlungen).
    Dass das nach hinten losgeht, dass war ja irgendwie klar. Denn die Logik, die dahinter steckt, ist nicht nur falsch, sondern auch noch menschenverachtend – wäre unser Bildungssytem nicht so starr wie es ist, dann hätten auch Kinder von Geringverdienern gute Chancen, später zu den Besserverdienenden zu gehören.

    Jedenfalls sind wir wohl jetzt endlich nach vielen unnützen Experimenten an dem Punkt, dass langsam durchsickert, dass man *alle* Paare, die überhaupt Kinder wollen (und dazu zählen insbesondere die ungewollt Kinderlosen) kräftigst unterstützen muss, während es eigentlich vergebliche Mühe ist, denen, die eh keine Kinder wollen, das mit noch mehr Geld schmackhaft zu machen.

    Auch im Umgang mit kinderlosen Paaren zeigt sich die Kinderfreundlichkeit einer Gesellschaft, das wird leider in den Vergleichen (z.B. mit Skandinavien) gern mal vergessen – schade eigentlich…

  8. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    @atonne: Wenn ich mich mal im Wartezimmer unserer Kiwu-Praxis umsehe, dann denke ich, dass die sogenannten "Besserverdienenden" unter den Kiwu-Patienten extrem überrepräsentiert sind.

  9. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Der Vergleich mit den Krähen gefällt mir. 🙂

  10. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    @Buntspecht: Das widerspricht sich nicht mit meiner Aussage. Die Besserverdienenden, die Kinder wollen, aber auf normalem Weg keine bekommen können, die findet man auch in den KiWu-Pxen wieder. Die, die keine wollen, wird man auch nicht in den KiWu-Pxen wiederfinden – egal wie viel Elterngeld und sonstige Anreize man ihnen gibt. Diejenigen, die sich die Behandlung nicht leisten können, sind bei der aktuellen Politik die Leidtragenden. Dafür spricht, dass die Behandlungszahlen nach der Gesetzesänderung 2004 zurückgegangen sind und die Geburtenrate weiter sinkt.

  11. Elmar Breitbach
    Pumuckel schreibt

    nicht übersehen werden sollte hier, dass die Gesetzes-Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern kommt! MV zählt zu den "roten" Bundesländern, mit einer großen Zustimmung zu der Initiative aus den "sonstigen" Ländern ist nicht unbedingt zu rechnen und diese haben immer noch die Mehrheit…

  12. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    @atonne: Die eigentliche Ursache für die niedrige Geburtenrate in Deutschland ist meiner Überzeugung nach die hierzulande schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das Elterngeld ist ein (hilfloser) Versuch, dies zu kompensieren. Auch ich könnte mir erfolgversprechendere Maßnahmen vorstellen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

    Die Bedeutung von Kinderwunschbehandlungen für die Geburtenrate wird jedoch überschätzt. Wenn ich mir mal den Jahresbericht 2003 des IVF-Registers anschaue (also noch vor der Gesundheitsreform), dann finde ich dort folgende Zahlen:
    Klinische SS nach IVF: 6.488
    Klinische SS nach ICSI: 12.583
    Klinische SS nach Kryo: 502
    Klinische SS gesamt: 19.573

    Hiervon müssen noch die 3.727 gemeldeten Aborte abgezogen werden, so dass wir auf maximal 15.846 Geburten kommen. Selbst im Rekordjahr der deutschen Reproduktionsmedizin hatten Techniken der assistierten Reproduktion hatten demnach nur einen Anteil von maximal zwei Prozent an den insgesamt 715.000 Geburten.

    Diese zwei Prozent spielen wohl aus demographischer Sicht keine entscheidende Rolle. Daher glaube ich auch nicht, dass ausgerechnet dieses Argument die Politik zum Umdenken bringt.

  13. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    @Buntspecht: Wenn man so großzügig mit jedem % verlorener Kinder umgeht (immerhin entspricht ein Prozent ca. 6.000 – 7.000 Kinder), dann wundert mich gar nichts mehr. Ein Prozent kommt zum anderen und unser demografisches Problem basiert sowohl auf schlechter Vereinbarkeit von Beruf und Familie als auch auf unterlassener Unterstützung ungewollt Kinderloser. Ebenso wie auf noch ein paar anderen Gründen.

    Alle diese Gründe haben aber eines gemeinsam: Die staatliche Geringschätzung der Familie.

  14. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    @Rebella: Frankreichs Geburtenrate ist ca. 30% höher als die deutsche. Glaubst Du wirklich, dass die Reproduktionsmedizin einen großen Anteil daran hat? Ich kenne aber einen Deutschen, der mit einer Französin verheiratet ist. Als die Familienplanung anstand hat sie darauf bestanden, nach Frankreich zurückzukehren, weil die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland einfach unterirdisch schlecht ist.

  15. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    @Buntspecht: Auch bei uns ist Beruf und Familie nur schwer vereinbar, aber wir wollen trotzdem Kinder – nur leider können wir keine bekommen. Trotz der schwierigen Lage und horrender Kosten versuchen wir es seit Jahren – manchmal kommt man sich schön doof vor, denn falls es wirklich mal klappt mit einem Kind, geht es ja danach weiter mit den Schwierigkeiten.

    Für mich ist auch beides ausschlaggebend, schlechte Vereinbarkeit ist nur ein Zeichen, die mangelhafte Unterstützung ein anderes dafür, dass die aktuelle Politik total an den Bedürfnissen vorbei geht.

    Und jedes Prozent zählt. Mag sein, dass es "nur" 5000 Kinder sind, die mehr nach KB geboren werden würden, aber mit dem Elterngeld, dass zu deutlich mehr Ausgaben geführt hat als die gestrichene KB-Untetützung eingespart hat, hat Null Effekt auf die Anzahl der Kinder gehabt. Mit relativ kleinem Einsatz kann man eben durch bessere Unterstützung der KB-Maßnahmen deutlich mehr erreichen. Dann ist es aus meiner Sicht auch egal, dass es die Geburtenraten nicht stark steigen lässt – der Einsatz wäre ja auch nicht so hoch.

  16. Elmar Breitbach
    Buntspecht schreibt

    @atonne: Ja, Deutschland ist nicht sonderlich familienfreundlich, allerdings würde ich die Schuld nicht allein bei der Politik suchen. In Demokratien bekommen die Bürger ja grundsätzlich die Politiker, die sie verdienen. Was will man denn in einem Land erwarten, in dem vor Gericht gegen Kindergärten geklagt wird?

    Und selbstverständlich glaube ich nicht, dass Paare, die keine Kinder wollen, wegen des Elterngeldes ihre Meinung ändern. Ich denke auch nicht, dass dies die Intention war. Ziel dürfte es eher sein, dass diejenigen Paare MIT Kinderwunsch FRÜHER mit der Familienplanung beginnen und dann auch häufiger Zweit- und Drittkinder bekommen. Auch aus Kiwu-Sicht wäre ja ein niedrigeres Erstgebärendenalter sinnvoll …

  17. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Tja, das glaube ich allerdings eher weniger – denn warum sonst wird die KiWu-Behandlung erst ab 25 von den KKs anteilig bezahlt?

  18. Elmar Breitbach
    pantene28 schreibt

    Hallo. Weiss jemand ob eine Kostenübernahme auch in Baden Württemberg im Gespräch ist? Grüße Pantene28

  19. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ pantene28 Es ist die Übernahme der Regelung für ganz Deutschland im Gespräch, wie auch hier in den News an prominenter Stelle zu lesen ist. Bisher blieb es jedoch bei Gesprächen.

  20. Elmar Breitbach
    pantene28 schreibt

    @Elmar Breitbach. Danke. Ich hatte das wohl überlesen. Hmmm ob diese Gespräche nicht schon längst vergessen sind? Ich glaub nicht daran das sich da noch was in den nächsten 1,5 Jahren tut 🙁 Aber wäre wahnsinnig schön wenn doch.