Kostenübernahme: Neue Initiative Thüringens im Bundesrat


IVF bleibt teuer
IVF bleibt teuer
Es gab ja bereits vor drei Jahren einen Vorstoß mehrerer Länder zur Novellierung der Kostenübernahme beider künstlichen Befruchtung, der sich auch Thüringen sehr früh anschloss. Eine Reaktion der Bundesregierung blieb zunächst lange aus und war dann schließlich negativ.

Nun berichtet die CDU-Fraktion des Thüringer Landtags auf ihrer Homepage, dass eine neue Initiative geplant sei. Zusammen mit der SPD-Fraktion möchte sie diese auf den Weg bringen:

„Paare, die auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können, befinden
sich in einer emotional schwierigen Lage. Eine künstliche Befruchtung
kann diesen Paaren helfen, fordert sie jedoch auch finanziell. Gerade
wenn Versuche erfolglos bleiben, kommen zu den seelischen auch noch die
wachsenden finanziellen Belastungen“, so Beate Meißner, jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. „Wir wollen, dass sich Menschen unabhängig von ihrem Einkommen die Kinderwunschbehandlung leisten können“, so David Eckardt, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag.

Die Koalitionsfraktionen hoffen, dass die Kinderwunschbehandlung wieder
häufiger in Anspruch genommen wird, wenn Paare mit Kinderwunsch nicht
mehr auf der Hälfte der Behandlungskosten sitzen bleiben. Bis zum Jahr
2004 haben die Krankenkassen die Kosten vollständig übernommen, danach nur noch zur Hälfte. Die Zahl der künstlichen Befruchtungsversuche ist daraufhin deutlich zurückgegangen. Eine Behandlung kostet durchschnittlich 3200 Euro.

Welches Schicksal dieser Initiative auch immer beschieden sein mag. Zumindest wird die Thematik in der Öffentlichkeit gehalten. Und wer weiß, vielleicht höhlt der stete Tropfen dann auch irgendwann einmal diesen Granit.


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Kommentar

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6 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Die Grünen haben sich dazu nun auch geäußert. Ist konservativ wirklich schlimmer als "wertkonservativ"? Ich habe da manchmal meine Zweifel.

  2. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Ein Bericht von Schattenkabinett Bertelsmann also. ….

  3. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Rebella: » Ja, interessante Verknüpfung, finde ich auch.

  4. Elmar Breitbach
    Donza schreibt

    "irrige Wege", soso…

  5. Elmar Breitbach
    remis schreibt

    Heute Hü morgen Hott? Also die Grünen in NRW sehen das – zumindest laut ihrem letzten Wahlprogramm – grundlegend anders…

  6. […] Vor knapp einem Jahr starteten drei Bundesländer erneut eine Initiative zur Verbesserung der finanziellen Situation ungewollt kinderloser Paare, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen müssen. Damals war das noch recht gefahrlos. Jetzt, wo zumindest Frau Schröder diesbezüglich initiativ geworden ist, stellt sich die Situation bereits anders dar. Denn die Familienministerin möchte auch die Länder ins Boot nehmen und sie an den Kosten beteiligen. Und die bekommen offenbar nun kalte Füße. Denn ursprünglich hat der Gesetzentwurf aus Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Thüringen vorgesehen, dass der Bund 25 Prozent der Kosten bei allen betroffenen Paaren trägt. Nachvollziehbar, oder? […]